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- Dagmar Schifferli: Wegen Wersai | Mysite
Dagmar Schifferli Wegen Wersai Klappentext: Die zwölfjährige Katharina wächst in der Schweiz der 60er Jahre auf. Da ihre Mutter schwer erkrankt ist, lebt das Mädchen vorwiegend bei der Pflegemutter "Tantelotte", einer verhärteten Frau, die die Erfahrungen aus ihrer entbehrungsreichen Kindheit während der NS-Zeit sogar noch Jahrzehnte später ihr Pflegekind spüren lässt. Katharina versucht, die sie umgebenden Erwachsenen zu verstehen, stellt Fragen und bemüht sich, Zusammenhänge herzustellen, doch nur selten erhält sie eine Antwort. Um sich selbst zu schützen, errichtet sie eine Fassade der Anpassung, während sie die Lügen und Verzerrungen der Erwachsenen immer deutlicher durchschaut. Autorin Dagmar Schifferli wurde 1951 in Zürich geboren. Sie studierte Sozialpädagogik, Psychologie sowie Gerontologie und war viele Jahre als Dozentin in diesen Fachbieten tätig.. Nagel und Kimche Wikipedia zum Buch: Genre: Gegenwartsliteratur Verlag: Verlag Nagel & Kimche Übersetzer: erschienen: 2024 Seitenzahl: 192 zu unseren Lesekreis-Erfahrungen Button
- Wolf Haas: Eigentum | Mysite
Klappentext: Wolf Haas: Eigentum Mein ganzes Leben lang hat mir meine Mutter weisgemacht, dass es ihr schlecht ging. Drei Tage vor dem Tod kam sie mit der Neuigkeit daher, dass es ihr gut ging. Es musste ein Irrtum vorliegen." Mit liebevoll grimmigem Witz erzählt Wolf Haas die heillose Geschichte seiner Mutter, die, fast fünfundneunzigjährig, im Sterben liegt. 1923 geboren, hat sie erlebt, was Eigentum bedeutet, wenn man es nicht hat. "Dann ist die Inflation gekommen und das Geld war hin." Für sie bedeutete das schon als Kind: Armut, Arbeit und Sparen, Sparen, Sparen. Doch nicht einmal für einen Quadratmeter war es je genug. zum Autor: Wolf Haas, Jahrgang 1960... Wikipedia zum Buch: Genre: Fiktion Verlag: Hanser Verlag erschienen: 2023 Seitenzahl: 156 zu unserer Lesekreis-Erfahrung:
- Amy Waldmann: Der amerikanische Architek | Mysite
Amy Waldman: Der amerikanische Architekt Klappentext: Eine Jury hat sich in Manhattan versammelt, um den besten Entwurf einer Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlags vom 11. September auszuwählen. Nach langwierigen Beratungen und einem zähen Ringen um das richtige Konzept öffnen die Juroren den Briefumschlag, der den Namen des bislang anonymen Gewinners enthält und sind schockiert. Eine heftige Auseinandersetzung um die Person des Architekten beginnt: Wer darf sich zum Fürsprecher der Trauernden erheben? Innerhalb der Jury setzt sich Claire Burwell am leidenschaftlichsten für den umstrittenen Gewinner ein. Als Betroffene, die ihren Mann bei dem Attentat verlor, hat ihre Stimme besonderes Gewicht. Doch als die Entscheidung an die Öffentlichkeit gelangt, gerät Claire ins Visier entrüsteter Familienangehöriger und wird zur Zielscheibe sensationshungriger Journalisten, radikaler Aktivisten und ehrgeiziger Politiker. Nicht zuletzt bringt der so komplizierte wie begabte Architekt sie an ihre Grenzen. zur Autorin: Amy Waldman, 1969 in den USA geboren, ist eine Journalistin und Autorin, die an der Yale-University studierte.... siehe Wikipedia -Link Quelle Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: Gegenwartsliteratur Übersetzung aus dem Amerikanischen: Brigitte Walitzek erschienen im: Heyne Verlag (Taschenbuch) herausgegeben: 2011 Seitenzahl: 506 unsere Lesekreiserfahrungen: Zum Plot: Der gute Wille, die besten Absichten waren da…eine Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlags vom 9. September… Die Romanfiktion spielt 2 Jahre nach 9/11, als eine 13- köpfige Jury in einer anonymem Ausschreibung für eine Gedenkstätte entscheiden soll. Die Entscheidung der Jury fällt auf den Entwurf eines Architekten namens Mohammad K….. Schon ist der Selbstläufer einer Tragödie vorprogrammiert… Gefallen hat: Die Personen sind ausnahmslos lebendig gezeichnet, immer mit Hintergrundinformationen über deren Familien, Werdegang. Sehr realistisch die Darstellung der fortschreitend negativen Stimmung, gleich einem Hexenkessel. Gebannt folgen wir dem Fiasko, das, bei aller Bestürzung nachvollziehbar, zum Attentat und Tod Asma‘s führt. Als besonders eindrücklich werden die Entstehung von Fake-News aufgezeigt, und das unverantwortliche Verhalten der Regenbogenpresse : Das Spiel mit Emotionen, Informationen aus dem Konsens gerissen, Effekthascherei um jeden Preis. Seite 419 „ein Foto von Asma nahm die ganze Titelseite ein - lachend, den Kopf zurückgeworfen mit blitzenden Zähnen, als amüsiere sie sich über das Wort, das in riesigen Lettern über ihrem Gesicht stand: illegal“ Ebenso geschickt dargestellt die Einflussnahme der Presse: Seite 213: „Zweifelsfrei hat Mohammad Khan jedes Recht, seine Gedenkstätte zu bauen, hieß es in dem wöchentlichen Kommentar des Chefredakteurs des New Yorker. Die Frage ist, ob er sie bauen SOLLTE.“ Besonders berührend fanden wir : „Steinmännchen“ Seite 146 :„die Idee- impulsiv kreativ- hätte von Cal (Vater Williams) stammen können. Bevor sie aufbrachen, suchte Claire im Wörterbuch nach dem richtigen Begriff und fand Steinhaufen -als Grenz oder Orientierungszeichen, Denkmal etc., aber auch Steinmann, Steinmännchen aufeinander gestapelte Steine in Form kleiner Höhe oder Türmchen als Wegzeichen“. (…)dass er seinem Vater auf diese Weise half, den Weg nach Hause zu finden, ..).“ „kindliche Totenbeschwörung“. S.159: „William, der glaubte, auf diese Weise die Steine zum Leben erwecken, oder seinen Vater nachhause locken zu können.“ Versuch der Trauerverarbeitung: Seite 98: Sean„(...), wenn er abends zurück nach Brooklyn fuhr, war es, als kehrte er von einem Krieg nach Hause zurück… seine Frau sagte er rieche nach Tod und er konnte nicht verstehen, dass sie sich davon abgestoßen fühlte. der Staub, den er mit nach Hause brachte, war ihm heilig. Er schüttelte Schuhe und Hemd über Zeitungspapier aus, um ihn zu sammeln und aufzubewahren.“ Gestört hat uns: Am Ende des Romans gibt es einen exorbitanten Zeitsprung von 20 Jahren, Khan, nun nahe der 60, der inzwischen in Mumbai, dem früheren Bombay lebt, gibt 2 amerikanischen Reportern ein Interview, die einen Doku-Film über die damalige Ausschreibung und das Schicksal der darin verknüpften Personen gedreht haben. Für uns ein zu abrupter Break. Wir sprachen über: Problematik der illegalen Opfer: Asma Seite 122: „Wie konnte man tot sein, wenn man gar nicht existierte? Von den 40 Menschen aus Bangladesch die in den Tagen nach den Anschlägen bei ihrem Konsulat als vermisst gemeldet wurden, waren nur 26 legal im Land. Asma Anwars Mann gehörte nicht zu ihnen. Diejenigen die keine Dokumenten hatten könnten konnten bedauerlicherweise auch nicht gezählt werden, beharrten die Konsulatsmitarbeiter. (….)der Witwe keine finanzielle Unterstützung zukommen lassen. (…) es gab keinen Inam Anwa (….“, Die Gier nach Macht, der Egoismus der Politiker: Paul Seite 425: „Gouverneurinnen sollten besser eine Erklärung parat haben“. er fing sich einen finsteren Blick ein……., sie würde darlegen, dass sie nur versucht hatte, die Gedenkstätte, ganz Amerika, gegen die islamistische Bedrohung zu verteidigen. Selbst wenn der Staat das Verfahren verlor, würde sie gewinnen. Bisher waren ihre Umfragewerte jedes Mal, wenn sie gegen Khan in die Offensive gegangen war, gestiegen. Er war ihr Sauerstoff.“ Seite 427 „Die Gouverneurin führte die Attacke noch weiter: „ ich fühle mit Asma Anwar, aber sie stellt ein ernsthaftes Problem dar. wenn wir nicht aufpassen, wer durch unsere Türen kommt, sterben Tausende von Amerikanern. solange ICH diesen Staat leite, werde ich nicht zulassen, dass so etwas noch einmal geschieht.“ Populismus „hatten Politiker die Stimmung der Öffentlichkeit aufgepeitscht, geschürt vor den zahllosen nicht erfassen Muslimen aus Bangladesch, die es in New York gab, angefangen bei Asmas totem Ehemann. „auch wenn niemand sonst es tut, ich stelle die Frage“, hatte Lou Sarge in seiner Sendung gezetert: „.was hat ihr Mann in den Türmen gewollt?“ S. 427 Die Veränderung der Personen und ihrer Standpunkte: Mo wird zum praktizierenden Muslim. Nachdem er sich von seinen Landsleuten im Stich gelassen fühlt. Seite116/117: Gespräch mit Paul Rubin. „Ganz gleich, was für eine Art Muslim Khan bis jetzt gewesen war, es würde als ein aufgebrachter von hier weggehen.“ Seite 427: Asma resigniert „zu gehen war ihre eigene Entscheidung, irgendwie aber auch nicht. In den Tagen nachdem ihr illegaler Status bekannt geworden war, hatten Politiker die Stimmung der Öffentlichkeit aufgepeitscht, die Angst…. Seite 448: Sean überlegt, den Kampf gegen Khan aufzugeben, zu unterlassen. Zum Buchtitel - Die Übersetzung des Titels ins Deutsche: Die Doppeldeutigkeit der „Submission“ Die Unterwerfung Die Einreichung Die Einreichung - üblich im Baugewerbe bei Ausschreibungen, die Bewerbung um einen Auftrag. Die Unterwerfung – wer unterwirft sich wem? Mo letztendlich der öffentlichen Meinung? Er verlässt das Land, arbeitet nie mehr für die USA Veränderung Claire der öffentlichen Meinung, beispielsweise das Kinder-bullying Seite245? Sie stößt an ihre Grenzen, als Mo zu kompliziert, introvertiert ist, um sich zu erklären, Fazit: Der Roman ist ungeheuer vielschichtig. Ein Buch, das sehr stark die Selbstreflektion fordert: immer wieder fragt man sich, wie würdest du handeln, entscheiden? - Wir empfehlen es!! Die Realität ist immer noch schräger als die Fiktion Doris Dörrie
- Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt | Mysite
Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt Klappentext: Hätten Florentine und Hannes den beiden jungen Reisenden auch dann ihre Türe geöffnet, wenn sie geahnt hätten, welche Rolle der Besuch aus der DDR im Leben der Banater Familie noch spielen wird? Hätte Samuel seinem besten Freund OZ auch dann rückhaltlos beigestanden, wenn er das Ausmaß seiner Entscheidung überblickt hätte? In "Unschärfe der Welt" verbinden sich die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandschaften, die sich trotz Schicksalschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein großer Roman über Freundschaft und das, was wir bereit sind, für das Glück eines anderen aufzugeben. Kunstvoll und höchst präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Erinnerung aus - und von jenen Bildern, die sich andere von uns machen. Edit zur Autorin: Iris Wolff geboren 1977 in Hermannstadt, Siebenbürgen. Für ihre Romane wurde sie mehrfach ausgezeichnet... Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: Roman, Gegenwartsliteratur erschienen im: Klett-Cotta Verlag herausgegeben: 2020 Seitenzahl: 213 unsere Lesekreis-Erfahrungen - bitte hier klicken Die 7 Kurzgeschichten beleuchten immer aus der Sicht einer anderen Person eine Familiensaga aus dem Siebenbürgern und Banat in dessen Zentrum ein alter rumänischer Pfarrhof steht. Sie spielen in der Zeit des 20. Jahrhunderts, von König Michael von Rumänien, der Auflösung des Ostblocks, des Endes des Diktators Ceausescu, bis ins wiedervereinigte Deutschland Die Episoden erzählt jeweils die Person, die miteinander verbunden bzw. verwandt sind. Personenkonstellationen: Generation, Karline + Johann, Eltern von Hannes Generation, Florentine + Hannes; Eltern von Samuel Generation Samuel + Stana Generation Livia, die Tochter von Samuel + Stana Der Protagonist, die Hauptfigur ist eindeutig Samuel, der als einziger nicht erzählt. Was hat uns gefallen: Die Sprache der Autorin ist sinnlich, intensiv und überaus poetisch, bewegt sie sich auf hohem Niveau. Ebenso weiß sie die Ironie einzusetzen, die Sprache ist dann frech, lebendig, bildhaft. „Geliehene Bücher waren wie Sex mit angelassenen Klamotten“ (Bene) In der Geschichte von Oz: „Der Sohn der Sonne liebte sein Volk…..(….) Das Genie der Karpaten lebte bescheiden.“ Die Beschreibung des Diktators und seiner Frau S.130-131 Was hat uns besonders berührt: Die starken Frauen des Buchs: „Was meinst du mit einheimisch? Schwäbisch, slowakisch, ungarisch, rumänisch, tschechisch, jüdisch oder vielleicht serbisch?“ Florentine S 113 „Die Erinnerung ist ein Raum mit wandernden Türen“ Karline S. 69 Beschreibung der Einsamkeit(en) „Es gab verschiedene Einsamkeiten. Die des Berges, der schon immer da war. Die der offenen Landschaft und des Gefühls des Verlorenseins. Die der Großstadt mit ihrer Gleichgültigkeit. …(…) " S. 159 Die Rolle des Zauberers Oz, im Buch Samuels Freund Oswald, der dem Drachen, dem Regime entkommen will. Die tragischen Eltern Ruth und Severin, die ihren Sohn Echo durch einen Unfall verloren Beschreibung der Erinnerung: "Es gab eine Zeit, die vorwärts eilte, und eine Zeit, die rückwärts lief. Eine Zeit, die im Kreis ging, und eine, die sich nicht bewegte, nie mehr war als ein einzelner Augenblick." S.41 Zum Buchtitel: "Etwas kann so oft, und eindrücklich erzählt werden, dass man meint, sich selbst daran zu erinnern… "S 183 Liv an anderer Stelle "wird etwas immer deutlicher, als sähe man durch blankes Glas. Je näher wir an etwas dran sind, desto unschärfer nehmen wir es wahr." Fazit: Dieses Buch KANN nicht nur einmal gelesen werden, so viele Metaphern, poetische Sätze, Verbindungen, Formulierungen, die bewegen, treffen, zum Verinnerlichen und Nachdenken, die sich verdauen lassen müssen. Von Metaphern aus der Welt der Zauberer, über die Illusion des Varietés bis hin zur Regime-Kritik, und zur Vielfalt des Regenbogens.- All das findet sich in diesem Werk. Francis Bacon: Manche Bücher darf man nur kosten, andre muss man verschlingen und nur wenige kauen und verdauen. .. und dazu die Autorin ;-) : Seite 175: "Jedes Buch hatte seine Zeit, es vorher lesen zu wollen, war töricht, es zu spät zu lesen, vergeblich. Eines der Gedichte fing den Gesang eines Vogels ein. Die Melodie sei im Baum, behauptete der Skeptiker. Die Poesie sagt, sie ist in dir. Das Ohr kleidete das Gehörte in hell und dunkle Farben."
- Pascal Mercier: Der Klavierstimmer | Mysite
Pascal Mercier: Der Klavierstimmer Ein berühmter italienischer Tenor wird während der Aufführung von Puccinis "Tosca" auf offener Bühne erschossen. Die Kinder des Täters, die Zwillinge Patrice und Patricia, reisen nach Berlin, um zu verstehen, wie es zu dieser Tat kommen konnte. Schicht für Schicht legen sie die Beweggründe frei, die ihren Vater, einen legendären Klavierstimmer und glücklosen Opernkomponisten, zur Waffe greifen ließen. zum Autor: Pascal Mercier, dieses Jahr im Juni gestorben,... Quelle Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: tragischer Roman Verlag: btb (als Taschenbuch) erschienen: erstmals 1998 Seitenzahl: 507 zu unserer Lesekreis-Erfahrung:
- Lesekreis-Erfahrungen offene S | Mysite
Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Benjamin Myers: Offene See Robert erzählt die Geschichte seiner Künstlerwerdung im hohen Alter, wie er als Sechzehnjähriger, introvertiert und verträumt, gegen familiären Zwang rebelliert. Er bricht aus der Familientradition aus, die unweigerlich aus der finanziellen Situation dem Bergbau verschrieben ist und sucht seinen eigenen Weg in einer Selbstfindungsphase. – Aus dem Kohleschacht hinauf ans Meer. Auf seiner Wanderung lernt er Dulcie kennen, erfahren, schätzungsweise in ihren 60ern. Sie stellt mit ihrer Erscheinung sowie ihrem Verhalten seine wenigen bisherigen Erfahrungen komplett auf den Kopf. Sie führt einen anarchischen Lebensstil und predigt den Genuss des Augenblicks., zeigt und erklärt ihm die Welt der Bücher, von denen ihn besonders der englische Naturdichter und Romantiker John Clare inspiriert. Wie hat es uns gefallen: Das Buch behandelt mit 2 Protagonisten und einem Hund 😉 3 gewichtige Themen: Die Geschichte zeigt das damalige Gesellschaftsbild Englands im Jahr 1946,, besonders die Lebensumstände seiner Menschen nach dem 2. Weltkrieg sehr gut auf. - Den Krieg gewonnen, dennoch unter den Folgen leidend. Das 2. Thema ist die Suche nach Identität und Freiheit des jungen Robert, sein Coming-of Age. Dazu stellt sich heraus, dass Dulcie, die wir als rätselhaft, undurchsichtig und manchmal übergriffig gegenüber dem unerfahrenen Robert beurteilen, ein tragisches Schicksal mit sich trägt. Was hat uns gefallen: Wunderbar sind die Naturschilderungen des Autors, und Roberts Gefühl dabei, mit sich selbst im Reinen zu sein: Seite 52 „Ich spürte eine Verstärkung und Verfälschung der Sinne, sonderbar, aber durchaus lustvoll, als erlebte ich die Pflanzen- und Tierwelt um mich herum in einem gesteigerten und intensiveren Masse. Als erlebte ich sie nicht nur, sondern als wäre ich ein Teil von ihr dann (... ) Ich atmete tief ein, roch Erde, Bärlauch, Kräuter schwebende Pollen und den Duft des salzigen Seeluft. Ein Sinnenschmaus.“ Seite 95 „ stattdessen ging ich tief hinein in die Wildwiese und streckte mich für einige Momente dort aus, lauschte Ihrem Surren und Rascheln und spürte wie die Sonne mir Strahlenkränze auf die geschlossenen Lider malte.“ Angetan hat es uns die Figur der Dulcie, die sich der Bohemian Lebensart verschrieben hat, liebt ihre Individualität, Kunst, Musik, und ein einfaches, aber erfülltes Leben. Durch ihre Beziehungen und Kontakte kann sie sich auch gewisse Schrulligkeiten leisten unter anderem gutes Essen leisten.. Sie raucht, nur in Verbindung mit Lyrik 😉 (S.211), stört sich nicht an gesellschaftlichen Normen und Konventionen. Sie ermuntert Robert, seinen eigenen Weg zu gehen, fördert ihn. S. 109 „ Leute wie ich gehe nicht studieren. - Was meinst du mit Leute wie ich? – Bergmannsleute. - Aber du hast ein funktionsfähiges Organ in deinem Schädel oder? - ich hoffe es“. Nach Dulcies buntem Querschnitt, was er lesen sollte, schenkt sie ihm einen Stapel Bücher: Seite 118 „Es tut gut, ein bisschen auszumisten. Außerdem sind nicht die Bücher das Wesentliche, Robert. Die sind bloß Papier, aber sie enthalten ganze Revolutionen. Die meisten Diktatoren lesen kaum etwas anderes als die schmeichelhaften Biografien, die irgendwelche Schleimer über sie verfassen. Und das ist ihr Fehler: nicht genug Poesie in Ihrem Leben“ Verschiedene von uns haben das Werk ebenso als Anti-Kriegs-Buch und eine Lanze für den Pazifismus gesehen: Seite 49 „ … habe ich gelernt dass sie alle so ziemlich gleich sind: Menschen sind Menschen. Ich spreche da aus Erfahrung manche Menschen sind tapfer und andere töricht und fast alle haben Angst. Krieg ist Chaos mehr nicht. Deutsche oder Briten, Armenier, Holländer oder Tongaer - die meisten Menschen wollen bloß ein ruhiges Leben. Ein gutes Essen, ein bisschen Liebe. Einen Abendspaziergang. Einen geruhsamen Sonntag.“ S. 200 Nachkriegssituationen: „ überall um uns herum hatte der Krieg Spuren hinterlassen, und die Art des ländlichen Lebens änderte sich. Die Rationierung hatte einen Appetit geweckt, der sich als unstillbar erwies, und landwirtschaftliche Flächen wurden aufgekauft und auf Massenproduktion umgestellt. Die große Angst war jetzt der Hunger, nicht mehr der bewaffnete Konflikt.“. Was hat uns gestört: Einfach to much, manchmal geht es mit ihm (dem Autor) durch 😉 oder er möchte es immer noch besser machen: Seite 29: „Hecken umsäumten mich und ich kaum an Kühen vorbei deren Euter wie Partyballons herum baumelten, gelegentlich auch an Pferden die auf tristen Kuppeln angebunden..(…) und deren Rippen hervortraten wie die Rümpfe von gestrandeten Booten“ Seite 119: „ Der Himmel grollte. Die Ohren des Hundes stellten sich auf: 2 haarige, aufs Meer hinaus gerichtete Schallspiegel, die den Umschwung in der Atmosphäre aufnahmen.“ Solche alternativen Bildfelder passen nicht. Pädagogisch nicht besonders wertvoll fanden wir den „Ausrutscher„ Dulcies, als sie Robert zum exzessiven Alkoholgenuss verführt. Besonders bewegend/ anrührend: Ein besonders bewegender Moment war, als Dulcie das Atelier ihrer verstorbenen Partnerin für Robert vorbereitete und ihm zeigte, dass der gravierte Buchstabe "R" nicht nur für Romy, sondern auch für Robert steht. So hatte Dulcie hat einen Weg gefunden, ihr Schicksal anzunehmen. Vergleich: Der "Leben eines Taugenichts" ist eine Novelle von Joseph von Eichendorff, die die Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der sein Zuhause verlässt, um sein Glück in der Welt zu suchen. Auf seiner Reise erlebt er verschiedene Abenteuer und lernt wichtige Lebenslektionen. Letztendlich findet er sein Glück und seine Erfüllung in der Natur und in der Liebe. Fazit: Wir empfehlen es uneingeschränkt. Wie schon eingangs geschrieben, ein Lesestoff der nach vielerlei Richtung den Leser fesselt. Die wunderschönen Bilder wurden von einem Lesekreis-Mitglied zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!!
- Hanns-Josef Ortheil: Ombra | Mysite
Hanns-Josef Ortheil: Ombra Klappentext: "Ombra" erzählt die Geschichte einer Wiederkehr aus großer Todesnähe: Im Sommer 2019 wird bei Hanns-Josef Ortheil eine schwere Herzinsuffizienz festgestellt. Die anschließende Operation verläuft nicht ohne Komplikationen, es folgt der lange Aufenthalt in einer Rehaklinik. Das Leben des höchst produktiven Autors, der sich selten schont, steht am Scheideweg - der Körper hat die Herrschaft übernommen und lässt nicht mit sich verhandeln. Doch in das Gefühl der Ohnmacht und Angst hinein kehrt allmählich das Schreiben zurück. Stück für Stück setzt Hanns-Josef Ortheil in seinem wohl persönlichsten Buch aus Wahrnehmungen, Erinnerungen und Reflexionen sein Leben neu zusammen. Wer ist er gewesen vor der Krankheit? Und wer kann er danach einmal sein? zum Autor: Hanns Josef Ortheil, einer der produktivsten und erfolgreichsten aktuellen deutschen Schriftsteller vollendete im November sein 70. Lebensjahr.... Quelle: Wikipedia Klick hier: Erfahrungen in unserem Lesekreis Wie hat es uns gefallen: Der Lesekreis ist sich einig, dass es sich um ein sehr ruhiges, nachdenklich-berührendes Buch handelt. Teilweise sind Überlegungen da, das Werk „Die Erfindung des Lebens“ kennen zu sollen/müssen, ob der außergewöhnlichen Vita von Hanns-Josef Ortheils und seines oftmaligen Bezugnehmens. Was hat uns gefallen: Allein visuell sehr anschaulich und gut aufgebaut fanden wir die am Anfang des Buches zuerst stockenden kurzen, dann die Entwicklung der immer länger werdenden Dialoge mit dem Fortschreiten seiner Genesung. Er möchte seine Beobachtungen, die Beleuchtung seiner Situation, wie immer im Schreiben kompensieren, für ihn ein elementares Bedürfnis seit Kindheit, in die er sich aufgrund seiner Schwäche zurückversetzt fühlt. Dieser Weg aus der Dunkelheit heraus ist zu Anfang sehr mühsam , die Tagebuch-mäßigen Einträge gelingen dann unter zu Hilfenahme des Handys (Diktierfunktion). Humor und Ironie: Es spricht für seine Selbstironie und geben einer gewissen Heiterkeit gerade bei diesem ernsten Thema Raum: Die Anwesenheit der Geister, die er ruft 😉, bei der Beschäftigung mit der Krankheit als Therapie, in Form seiner Mutter, seines Vaters, und man höre und staune: Doktor Sigmund Freud entstehen sehr ironische Dialoge ja, intensive Diskussionen zwischen Doktor Freud und dem Vater, da dieser der Psychoanalyse schon immer sehr kritisch gegenüberstand. Ebenso die Beobachtungen der Meditation und ihrer Lehre aus seiner eigenen Frustration heraus. Besonders amüsant fand die Gruppe das gegenseitige verbale „Umringen“ der Psychologin Frau Doktor Werth und ihm. Jeder von beiden während der Sitzungen bemüht, nicht zu viel von sich preiszugeben, herauszulassen. Was hat uns gestört Viele im Lesekreis haben bei der Entwicklung seiner Rekonvaleszenz die Rolle, Einbindung der Familie (Ehefrau, Kinder) vermisst. Eine jedoch sehr bewegende Deutung auf die Familienmitglieder findet sich bei der Befreiung, dem Erwachen aus dem Koma. Seite 186 : „Ich habe meine Trias gesehen, die Liebsten standen an meinem Bett. Sie hatten tagelang auf mein Erwachen gewartet.“ Was ist unsere Meinung zur Stimmung im Werk? Wir empfinden es als sehr ernstes Werk, bedrückend, jedoch auch positiv. Ernst – das Grübeln um die Hintergründe, Ursachen der Herzinsuffizienz mit der daraus folgenden lebensbedrohenden Operation, so typisch die „Schuldfrage“ – Bin ich nicht achtsam genug mit meinem Körper umgegangen (z.B. innerhalb eines Jahres 3 Veröffentlichungen, die Obsession des Schreibens, siehe Unterhaltung mit Frau Dr. Werth ) Bedrückend – die Hilflosigkeit des Autors gegenüber seines Zustandes nach dem Erwachen aus dem Koma mitzuerleben. Positiv - mit dem „Auftauchen aus der Nacht“ der Wille, das Bewusstsein, das Wiederteilnehmen- wollen am Leben, das eigene Fazit: Seite 158 „Das zweite Leben ist eine komplett neue Erfahrung. Du hast bisher vieles bewusst übersehen und nicht genauer wahrnehmen wollen. Deinen Körper, deine Kindheitstraumata, die Ursachen deines Klavierspielens und des ewigen Schreibens. Sie spielen im Hintergrund des zweiten Lebens eine bedeutende Rolle. Vergiss aber nicht, das zweite Leben auch wirklich zu leben.“ Lieblingszitate: Seite 192 „Das Schöne an guten Freundschaften war einmal, dass man sich keine Gedanken machen musste, weder darüber was man sagt. noch darüber was der andere gerade über einen denken mochte. Man steigt in den Fluss jahrzehntelanger Gespräche und man beobachtet nicht, wie es am Ufer aussieht und wie tief das Wasser ist.“ Gedanken zur Gehmeditation: „Was beobachte ich denn? Nichts, ich beobachte nicht, die Gruppe tut es auch nicht, man geht mit geschlossenen Augen und verankert sich hier und da. Wohin geht die Reise? Nirgendwohin! Niemand ‚geht‘, es hat sich ausgegangen!“ Fazit: Diesmal ein Gedicht von Robert Gernhardt Es geht aufwärts Genesen bedeutet Drei Stufen steigen, zweimal straucheln, eunmal fallen. Es geht zwar bergauf, doch es gibt Augenblicke, da ersehnst du die Mühen der Ebene.
- Thomas Hettche: Herzfaden | Mysite
Thomas Hettche: Herzfaden Klappentext Ein zwölfjähriges Mädchen gerät nach einer Vorstellung der Augsburger Puppenkiste durch eine verborgene Tür auf einen Dachboden, wo Prinzessin Li Si, der klappernde Tod, Kater Mikesch und ein sprechender Storch auf es warten. Vor allem aber trifft es jene Frau, die all diese Marionetten geschnitzt hat und nun ihre Geschichte erzählt. Es ist die Geschichte eines einmaligen Theaters und der Familie, die es gegründet und berühmt gemacht hat. Sie beginnt im 2. Weltkrieg, als Walter Oehmichen, ein Schauspieler des Augsburger Stadttheaters, für seine kleinen Töchter eine Marionettenbühne baut. In der Bombennacht, die 1944 Augsburg zerstört, verbrennt sie zu Schutt und Asche. "Herzfaden" erzählt, wie Walters Tochter Hatü mit ihrer Freundin dieses Puppentheater wieder auferstehen lässt und ihr neues Leben in den Ruinen erprobt. Es ist die Geburtsstunde von Figuren, die legendär geworden sind, wie dem Urmel oder Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer. zum Autor: Thomas Hettche ist ein deutscher Schriftsteller und Essayist. Er ist geboren 1964 in Treis, Landkreis Gießen. Über Leben und Wirken und die zahlreichen Auszeichnungen mehr... Quelle Wikipedia klick hier! Erfahrungen im Lesekreis klick hier::
- Lesekreis-Erfahrungen Lichtspiel | Mysite
Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Das 1. Treffen im neuen Jahr nach der Winter-Feiertagspause. Daniel Kehlmann: Lichtspiel Wie aus dem Klappentext hervorgeht, steht die Geschichte eines berühmten Regisseurs, der auf der Höhe seines Erfolgs die letzten Stummfilme produzierte, im Vordergrund. Mit Fritz Lang und Friedrich Murnau war er der wichtigste Filmemacher der Weimarer Republik: G. W. Pabst Er, mit seiner Frau Trude (Gertrude) und seinem Sohn Jakob, ist eine der zentralen Hauptfiguren. Die Film-Industrie in Zeiten des Dritten Reiches wird „beleuchtet“, Abhängigkeit und Opportunismus der Branche, Konstellationen von Macht und Ohnmacht eindringlich dargestellt. Wie hat es uns gefallen : Hervorgehoben wird die Figurenvielfalt, der Perspektivenwechsel, die komplexe Struktur und Vielschichtigkeit. Im Roman gibt es keine Zeitsprünge. Die Ausnahme bildet der 2. Handlungsstrang, in dem die Erzählerfigur Franz Wilzek, der dement im Seniorenheim „Abendruh“ lebt, als alter Mann zurückblickt. Er war Pabst’s Kameramann und Assistent. In das erste und letzte Kapitel ist das Geschehen um Pabst und dessen letztes Filmprojekt "Molander" eingebettet. Anfang und Ende finden sich, Der Kreis der Geschichte schließt sich. Der Roman ist gegliedert in 3 Abschnitte: "Draußen" (USA/Frankreich), "Drinnen" (Drittes Reich) und "Danach" die erwähnte Rahmenhandlung. Was hat uns gefallen: Der Titel ist Inhalt und Metapher zugleich, lässt Raum für Wortspiele 😉: Schattenspiel, Schlaglicht, Blitzlicht, Lichtblick. Wie ein Regisseur nutzt der Autor filmtechnische Mittel: Beleuchtung, Schnitt, Perspektive, Montage, Kameraführung. Als „Einstieg“ ein Bonmot der leichteren Art, Seite 34: Im Draußen , Pabst ist in Hollywood, um die Sprache bemüht: „Kein Windhauch, erstarrt die Palmen ums Schwimmbecken…(…)..„Großartig, sagte Pabst. GREAT. Er wusste, dass das Wort immer bei den Amerikanern passt, genau wie es richtig ist, immer ihre Schuhe zu loben." Besonders beeindruckend fanden wir: ..die kafkaesk geschilderten Geschehnisse: unheimlich, rätselhaft und absurd. Übersteigerte oder verzerrte Perspektiven, expressionistische Raumgestaltung. alptraumhafte Episoden: Seite 159 ff Der Sturz Pabsts in der Bibliothek, wirft die Frage auf, ist er Pabsts Höhenangst anzulasten, oder hat wirklich der Hausmeister die Leiter gekippt . „Verzerrte Alltagsmomente": Seite 281 Gänge ohne Ende - Ein Labyrinth - Jakob steigt hinab in den dunklen Keller. - Die Erwartung einer Gestalt. Wessen Fantasie? - Seine, oder die des Lesers? “ Absurd bedrohlich: Das Böse, das Unheimliche als Instrument – wie das Ticken der Pendeluhr im Schloss , wenn das Zuhause kein Schutzort mehr ist, sondern ein Gefängnis. beklemmende Situationen: Die Anwesenheit des zwielichtigen Hausmeisters Jerzabeck mit seiner Familie, sie sorgen für Paranoia und Zwang, Furcht vor Denunziation. Besonders böse Satire: Pabst, in der Vergangenheit für seine sozialkritischen Filme berühmt, ist zum „Canossagang“ zu Goebbels gezwungen (im Roman am 1. April, …) Besonders berührt hat uns: Die Perspektive Jakobs, auf der Bahnfahrt nach Österreich, als er, ohne es benennen oder verstehen zu können, die Deportationen beobachtet. Seite 123 ff Die Abholung des Drehbuchautors Heuser, von zwei Gestapobeamten, und Trude, die das Drama nur akustisch, dennoch unbehaglich, mit Angst besetzt, erlebt. Seite 295 Diskutiert wurde: Kunst über alles? Abgründe unserer Zivilisation - Die persönliche Verantwortung in einer schwierigen Zeit. Im Drinnen: Seite 303 Pabst mit Trude : "Du hast recht, hat er schließlich gesagt. Aber nur halb. Denn all das geht vorbei. Aber die Kunst bleibt...(..) Selbst wenn sie bleibt, die...Kunst. bleibt sie nicht beschmutzt?" Wie viele moralische Kompromisse verträgt die große Kunst? (Kehlmann) »Weder in Frankreich noch in Amerika habe er so ungehindert arbeiten können! An diesem Punkt erschrak er normalerweise und sagte, dass es natürlich ein großes Unglück sei, hier festzusitzen.« Pabst erlebt Kognitive Dissonanz: Ignorieren, Verdrängen, Vergessen: Unangenehme Fakten aus dem Bewusstsein drängen, um das Spannungsgefühl kurzfristig zu senken. Sich des Systems bewusst, erklärt, rechtfertigt er sich selbst die Kompromisse, die er eingeht. Es gibt kein richtiges Leben im falschen – Unzuverlässige Erzählinstanz Die wiederholt geäußerte Kritik am unzuverlässigen Erzähler, sowie an der satirischen Darstellung prominenter Personen, wird auch bei uns deutlich, sobald historische Figuren bewusst fiktional verfremdet und satirisch verzerrt inszeniert werden. Eine Rezeption des Buches als Biografie greift zu kurz und wird der Perspektive „Dichtung und Wahrheit“ nicht gerecht. Hilfreich wäre vermutlich ein Vorwort, Nachwort gewesen, um die Wahrnehmung einer persönlichen Herabsetzung zu vermeiden. Zum Ende und Fazit: Die Existenz des Film-Projekts? „Molander“, von Wilzek durchgängig beharrlich geleugnet, geben wir nicht preis. Das Danach - Wir wollen nicht spoilern oder vorgreifen. Wurde es gedreht, geschaffen, unter diesen fürchterlichen Zu- wie Umständen? -- Dichtung oder Wahrheit 😉 Ein Buch, so intensiv, dass es eine Lesewiederholung verträgt.
- Kamila Shamsie: Hausbrand | Mysite
Klappentext: Kamila Shamsie: Hausbrand Aus dem Englischen von Nikolaus Hansen. Es ist kein Zufall, dass man Isma am Londoner Flughafen derart in die Mangel nimmt. Schon ihr Vater war ein Dschihadist, und nun hat sich ihr kleiner Bruder dem IS angeschlossen. Der ultimative Verrat, denn ihn und seine Zwillingssschwester Aneeka hat Isma großgezogen. Nach dem frühen Tod beider Eltern hatte sie ihr Studium abgebrochen, um für die jüngeren Geschwister die Mutterrolle zu übernehmen. Als die Zwillinge auf eigenen Füßen stehen können, bekommt Isma in den USA ein Stipendium und könnte dort weiterstudieren. Und das Wunder geschieht - sie darf einreisen. Dort angekommen freundet sie sich mit Eamonn an, einem jungen Engländer, der wie sie pakistanische Wurzeln hat, aber aus priviligierten Verhältnissen stammt. Als ihr kleiner Bruder dem IS den Rücken kehren will, könnte Eamonns einflussreicher Vater - er ist der Innenminister Großbritanniens - helfen. Doch der ist ein Hardliner, wenn es um die 'Sicherheit' der Engländer geht. zur Autorin: Kamila Shamsie, 1973 ... Wikipedia zum Buch: Genre: Fiktion, zeitgen. Romantik Verlag: Piper Verlag erschienen: 2018 Übersetzung von: Hansen, Nikolaus Seitenzahl: 253 unsere Lesekreis-Erfahrungen
- Wortwechsel | Mysite
Im Angebot: Ich biete Ihnen Die einmalige Gelegenheit Ihre Worte einzutauschen! Sie abzugeben loszulassen loszuwerden, aufzuräumen auszumisten, Ihren Wortschatz aufzufrischen Wozu horten? Wozu einmotten? All die Worte, die Sie nicht mehr brauchen, die Sie langweilen, die Sie nicht mehr hören, sagen, denken können. Tauschen Sie diese gegen ein abgestaubtes, attraktives, anderes Wort. Greifen Sie zum Stift! Tauschen Sie ein Wort! Anne Boland Wortwechsel Liebe Lesekreis-Teilnehmerinnen, ich freue mich auf unseren regen Austausch morgen! Zeit für unsere Muse, einmal die allesumfassende Corona-Problematik ein Stückchen "aussen vor" zu lassen - spontan fielen mir zum Eintauschen due folgenden Wörter ein ;-): Lockdown Pandemie Corona-Hotspots Inzidenz Reproduktionszahl Gerne nehme ich noch Vorschläge entgegen! Die Gute Nachricht: Es wird ein Lichtschein sein, am Ende des Tunnels, wie im Foto der Altschlossfelsen bei Pirmasens! Leichtigkeit Vertrauen Vereinigung Optimismus Lichtblick