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  • Kamila Shamsie: Hausbrand | Mysite

    Klappentext: Kamila Shamsie: Hausbrand Aus dem Englischen von Nikolaus Hansen. Es ist kein Zufall, dass man Isma am Londoner Flughafen derart in die Mangel nimmt. Schon ihr Vater war ein Dschihadist, und nun hat sich ihr kleiner Bruder dem IS angeschlossen. Der ultimative Verrat, denn ihn und seine Zwillingssschwester Aneeka hat Isma großgezogen. Nach dem frühen Tod beider Eltern hatte sie ihr Studium abgebrochen, um für die jüngeren Geschwister die Mutterrolle zu übernehmen. Als die Zwillinge auf eigenen Füßen stehen können, bekommt Isma in den USA ein Stipendium und könnte dort weiterstudieren. Und das Wunder geschieht - sie darf einreisen. Dort angekommen freundet sie sich mit Eamonn an, einem jungen Engländer, der wie sie pakistanische Wurzeln hat, aber aus priviligierten Verhältnissen stammt. Als ihr kleiner Bruder dem IS den Rücken kehren will, könnte Eamonns einflussreicher Vater - er ist der Innenminister Großbritanniens - helfen. Doch der ist ein Hardliner, wenn es um die 'Sicherheit' der Engländer geht. zur Autorin: Kamila Shamsie, 1973 ... Wikipedia zum Buch: Genre: Fiktion, zeitgen. Romantik Verlag: Piper Verlag erschienen: 2018 Übersetzung von: Hansen, Nikolaus Seitenzahl: 253 unsere Lesekreis-Erfahrungen

  • Ian McEwan: Maschinen wie ich | Mysite

    Klappentext: Ian McEwan: Maschinen wie ich Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Charlie ist ein sympathischer Lebenskünstler Anfang 30. Miranda eine clevere Studentin, die mit einem dunklen Geheimnis leben muss. Sie verlieben sich, gerade als Charlie seinen 'Adam' geliefert bekommt, einen der ersten lebensechten Androiden. In ihrer Liebesgeschichte gibt es also von Anfang an einen Dritten: Adam. Kann eine Maschine denken, leiden, lieben? Adams Gefühle und seine moralischen Prinzipien bringen Charlie und Miranda in ungeahnte - und verhängnisvolle - Situationen. zum Autor: Ian McEwan, 21. Juni 1948 in Aldershot geboren, wuchs unter anderem in Singapur und Lydiben auf... Quelle: Wikipedia Klick hier: Lesekreis-Erfahrungen Ian McEwan: Maschinen wie ich Lesen ist wie ein Reisen durch fantasievolle Wirklichkeiten (Rüdiger Görner) Eine Maschine, die Shakespeare liebt, Haikus verfasst – darüber hinaus noch körperliche Bedürfnisse zur vollsten Zufriedenheit stillt und souverän ihm aufgetragene Hausarbeiten erledigt. - der Mann, Freund, Partner fürs Leben? Eine Maschine, mit Intellekt und Bewusstsein, jedoch nur bis zu dem Grad, den wir bestimmen? Ein Lese-Vergnügen belebend und erfrischend, man könnte zur Nachteule der Geisterstunde mutieren, den Fokus weit weg bringend von Pandemie-Problemen. Darüber wurde gesprochen: Alternative Geschichtsschreibung: Turings tragisches Schicksal ist uns präsent, obwohl oder gerade weil die alternative Geschichtsschreibung des Autors das erfolgreiche Weiterleben des Erfinders und Visionärs vorsieht, dem erst postum Ehre und Anerkennung zu Teil wurde. Maschinen die besseren „Menschen“? – Fausts Kritik am Humanismus Ethik-Situationen des autonomen Fahrens Woher kommt Adams „moralische Botschaft, Einstellung, hat er ein Recht auf „Rechtsprechung“, und woher kommt sie, weil nicht mit der Gebrauchsanweisung einprogrammiert? Kummer und Leid der Androiden, die sich zum Teil nur mit kollektivem Selbstmord zu helfen wissen. Problematik des programmierten zweckgebundenen Fühlens, überhaupt Fremdbestimmtheit. – Zitat „Er und sein Schaltkreisgewusel waren in die Sache verwickelt“ Die Vorstellung, Sehnsucht, dem Androiden mittels Programmierung Attribute gleich der Weitergabe von eigenen Genen zu verabreichen: „In gewissem Sinne wäre er wie unser Kind. Was wir jeder für sich waren, käme in ihm zusammen. Wir wären Partner und Adam unser gemeinsames Projekt, unser Geschöpf. Wir wären eine Familie.“ Kompromisslose Ehrlichkeit Adams, seine „Gleichgewichtsklausel“ Verurteilung Vergewaltiger / Bestrafung der Lüge, des Meineids Mirandas Verlierer auf der ganzen Linie ist das Kind Mark, es darf erst nach Mirandas Strafverbüßung wieder zu Charlie und Miranda zurück. Vergleiche: Philip Dick: Blade Runner - träumen Androiden von elektrischen Schafen Shelley: Pygmalion Fazit: Ein Amüsement nicht ohne Tiefgang, in dem sich erhebliche ethische und moralische Probleme auftun.

  • Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt | Mysite

    Iris Wolff: Die Unschärfe der Welt Klappentext: Hätten Florentine und Hannes den beiden jungen Reisenden auch dann ihre Türe geöffnet, wenn sie geahnt hätten, welche Rolle der Besuch aus der DDR im Leben der Banater Familie noch spielen wird? Hätte Samuel seinem besten Freund OZ auch dann rückhaltlos beigestanden, wenn er das Ausmaß seiner Entscheidung überblickt hätte? In "Unschärfe der Welt" verbinden sich die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandschaften, die sich trotz Schicksalschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein großer Roman über Freundschaft und das, was wir bereit sind, für das Glück eines anderen aufzugeben. Kunstvoll und höchst präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Erinnerung aus - und von jenen Bildern, die sich andere von uns machen. Edit zur Autorin: Iris Wolff geboren 1977 in Hermannstadt, Siebenbürgen. Für ihre Romane wurde sie mehrfach ausgezeichnet... Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: Roman, Gegenwartsliteratur erschienen im: Klett-Cotta Verlag herausgegeben: 2020 Seitenzahl: 213 unsere Lesekreis-Erfahrungen - bitte hier klicken Die 7 Kurzgeschichten beleuchten immer aus der Sicht einer anderen Person eine Familiensaga aus dem Siebenbürgern und Banat in dessen Zentrum ein alter rumänischer Pfarrhof steht. Sie spielen in der Zeit des 20. Jahrhunderts, von König Michael von Rumänien, der Auflösung des Ostblocks, des Endes des Diktators Ceausescu, bis ins wiedervereinigte Deutschland Die Episoden erzählt jeweils die Person, die miteinander verbunden bzw. verwandt sind. Personenkonstellationen: Generation, Karline + Johann, Eltern von Hannes Generation, Florentine + Hannes; Eltern von Samuel Generation Samuel + Stana Generation Livia, die Tochter von Samuel + Stana Der Protagonist, die Hauptfigur ist eindeutig Samuel, der als einziger nicht erzählt. Was hat uns gefallen: Die Sprache der Autorin ist sinnlich, intensiv und überaus poetisch, bewegt sie sich auf hohem Niveau. Ebenso weiß sie die Ironie einzusetzen, die Sprache ist dann frech, lebendig, bildhaft. „Geliehene Bücher waren wie Sex mit angelassenen Klamotten“ (Bene) In der Geschichte von Oz: „Der Sohn der Sonne liebte sein Volk…..(….) Das Genie der Karpaten lebte bescheiden.“ Die Beschreibung des Diktators und seiner Frau S.130-131 Was hat uns besonders berührt: Die starken Frauen des Buchs: „Was meinst du mit einheimisch? Schwäbisch, slowakisch, ungarisch, rumänisch, tschechisch, jüdisch oder vielleicht serbisch?“ Florentine S 113 „Die Erinnerung ist ein Raum mit wandernden Türen“ Karline S. 69 Beschreibung der Einsamkeit(en) „Es gab verschiedene Einsamkeiten. Die des Berges, der schon immer da war. Die der offenen Landschaft und des Gefühls des Verlorenseins. Die der Großstadt mit ihrer Gleichgültigkeit. …(…) " S. 159 Die Rolle des Zauberers Oz, im Buch Samuels Freund Oswald, der dem Drachen, dem Regime entkommen will. Die tragischen Eltern Ruth und Severin, die ihren Sohn Echo durch einen Unfall verloren Beschreibung der Erinnerung: "Es gab eine Zeit, die vorwärts eilte, und eine Zeit, die rückwärts lief. Eine Zeit, die im Kreis ging, und eine, die sich nicht bewegte, nie mehr war als ein einzelner Augenblick." S.41 Zum Buchtitel: "Etwas kann so oft, und eindrücklich erzählt werden, dass man meint, sich selbst daran zu erinnern… "S 183 Liv an anderer Stelle "wird etwas immer deutlicher, als sähe man durch blankes Glas. Je näher wir an etwas dran sind, desto unschärfer nehmen wir es wahr." Fazit: Dieses Buch KANN nicht nur einmal gelesen werden, so viele Metaphern, poetische Sätze, Verbindungen, Formulierungen, die bewegen, treffen, zum Verinnerlichen und Nachdenken, die sich verdauen lassen müssen. Von Metaphern aus der Welt der Zauberer, über die Illusion des Varietés bis hin zur Regime-Kritik, und zur Vielfalt des Regenbogens.- All das findet sich in diesem Werk. Francis Bacon: Manche Bücher darf man nur kosten, andre muss man verschlingen und nur wenige kauen und verdauen. .. und dazu die Autorin ;-) : Seite 175: "Jedes Buch hatte seine Zeit, es vorher lesen zu wollen, war töricht, es zu spät zu lesen, vergeblich. Eines der Gedichte fing den Gesang eines Vogels ein. Die Melodie sei im Baum, behauptete der Skeptiker. Die Poesie sagt, sie ist in dir. Das Ohr kleidete das Gehörte in hell und dunkle Farben."

  • Lesekreis-Erfahrungen Anleitung ein an | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Edouard Louis: Anleitung ein anderer zu werden Wieder ist es ein junger Schriftsteller, der uns beschäftigt. Der Klappentext ist gleichzeitig „Die Eröffnung“. Mehr auf den Punkt bringt es der französische Originaltitel „Methode“. Es ist kein schönes Buch, keine Wohlfühl-Lektüre. Es regt zum Diskutieren an 😉. Die „Anleitung“ reflektiert eine ernsthafte Auseinandersetzung mit sich selbst, seinem Klassenaufstieg durch Bildung, seinem Wunsch nach Anerkennung und Glück, aber die Veränderung bewirkt auch Entfremdung , Scham und Schuld. Schlüsselsatz Seite 165: „Mein Privileg bestand darin, dass ich ein Leben ohne Privilegien kennengerlernt hatte.“ Wie hat es uns gefallen : Louis Sprachstil ist gehoben, gepflegt und elegant, erinnert in Teilen an Mercier, in der Schonungslosigkeit an Annie Ernaux. Seine Intension findet sich im 2. Prolog Seite 22: „ob ich jemals eine solche Szene würde schreiben können, eine Szene die ungeheuer weit weg von dem Kind war, das ich einst gewesen bin, und von seiner Welt, (….) alles zu erzählen, was zu dieser Szene geführt hatte,(…...) in dem Versuch,.in der Zeit zurückzugehen.“ Was hat uns gefallen: Die Meinungen sind ambivalent und meist nicht zu seinen Gunsten: Er schreibt strikt subjektiv aus seiner eigenen Perspektive, so dass der Blickwinkel einseitig bleibt. Die Selbstreflexion sind fiktive Aussprachen mit dem Vater: „Imaginäres Gespräch vor dem Spiegel“ Er will dem Milieu entfliehen, das ihn geprägt und verletzt hat. Seine Rachegedanken für eine Kindheit in einem Dorf aufzuwachsen, dessen Atmosphäre von Armut, Alkoholismus, Gewalt, Aggression, Homophobie und Rassismus durchzogen war, lesen sich wie eine Abrechnung. Die „Cuts“, („Weitere Bilder, eine Erinnerung“) die er fortwährend bei seinem Weg, den er einschlägt, begeht, sind sehr hart und lassen ihn als fast schon beziehungsunfähig dastehen. Er lässt Menschen zurück, sei es seine Familie, die 1. Freundin Elena, sowie deren Mutter, die ihn unterstützt und gefördert haben, die Bibliothekarin und später die Theaterdirektorin Babeth, die ihn fast wie einen Sohn behandelt (S.107), daher seine Schuldgefühle gegenüber denen, die ihm geholfen haben. Der Versuch, alles abzustreifen, und sein schlechtes Gewissen ihnen gegenüber – („Bitte denke nicht schlecht von mir“ ) Interessanterweise sind es überwiegend Frauen. Kein Platz für Liebe, gegenseitige Freundschaft. Seite 194: - Egoismus in Reinkultur? Seite 226: „Er musste ein Millionär sein, ein Prinz, ein bekannter Politiker, egal was, Hauptsache jemand der meinem Rachedurst angemessen war – Die Besessenheit zu gefallen, und dann: „(bitte verurteile mich nicht, ich versuche nur, so ehrlich wie möglich zu sein“ Einzig mit Didier Eribon (1953 geboren) , Journalist, Autor, Soziologe und Philosoph, der sein prägender akademischer Lehrer wird, verbindet ihn bis heute eine intensive Freundschaft. Nicht gefallen: hat der ironisch-bittere Unterton, der vermitteln kann, dass er sich wohlfühlt, in der Opferrolle. hat, dass er ausschließlich um die Befindlichkeiten einer, nämlich Seiner Person kreist, mit der Transformation als Selbstrettung. hat die fragmentierte Erzählweise, unzusammenhängende bruchstückhafte Szenen, müssen manchmal puzzleweise zusammengefügt werden. der Epilog, das Versöhnliche, schwer glaubhaft, die Annäherung an die Familie. Wirkt es berechnend ehrlich - oder doch wie der Ausdruck jener Transformation, die jede Entwicklung vom Kind über den Teenager zum jungen Erwachsenen durchläuft, ganz gleich, mit welchen Geburts- oder Lebensumständen man antritt? Er spricht von „langen Stunden, in denen ich mein Leben erlernte, als wäre es eine Theaterrolle“. Dies ist der Vorwurf, der in der Gruppe mehrfach wiederholt wird: sein Text lese sich, als würde er die spätere Verfilmung bereits mitdenken. - Auch das Ende kann so ausgelegt werden -, Besonders berührt hat: seine Hartnäckigkeit im Aneignen von Wissen und die Besessenheit nach Erfolg, Ruhm, Anerkennung. Seite 71: „Also tat ich für das Lachen dasselbe wie für den Dialekt: ich übte; Ich beschloss ein neues Lachen zu lernen, allein durch Willenskraft". Scham und Schuld: Seite 267 „Ich glaube, ich schreibe, weil ich manchmal alles bereue, wie ich manchmal bereue, mich von der Vergangenheit abgekehrt zu haben, weil ich mir manchmal nicht sicher bin, ob die Bemühungen zu irgendetwas nütze waren. ….um ein Glück gekämpft, das ich nie gefunden habe.“ Seite 268: "Ich vermisse die Gegenwart" Unser Fazit: Egal wie sehr du dich „neu“ erfindest, du schleppst deinen „Rucksack“ mit dir, was zu Scham und Schuldgefühlen gegenüber denjenigen führt, die du auf deinem Weg nach oben zurücklässt.

  • Klaus Cäsar Zehrer: Das Genie | Mysite

    Klaus Cäsar Zehrer: Das Genie Klappentext: Boston, 1910. Der elfjährige William James Sidis wird von der amerikanischen Presse als”Wunderjunge von Harvard“gefeiert. Sein Vater Boris, ein bekannter Psychologe mit dem brennenden Ehrgeiz, die Welt durch Bildung zu verbessern, triumphiert. Er hat William von Geburt an mit einem speziellen Lernprogramm trainiert. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William erwachsen wird, bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten - mit aller Konsequenz. zum Autor: Klaus Cäsar Zehrer, deutscher Autor geboren in Schwabach 1969 Studium für angewandte Literaturwissenschaften an der Universität Lüneburg; war Praktikant in der Redaktion der Satirezeitschrift Titanic und erhielt 2002 an der Universität Bremen mit der Dissertation "Dialektik der Satire" Promotion. Das Genie wurde 2017 als Romanbiographie über das Leben des Genies William James Sidis veröffentlicht,, Z. lebt in Berlin als freier Autor Herausgeber und Übersetzer. Quelle: Wikipedia Klick hier: Erfahrungen in unserem Lesekreis: Kontext und Zeitgeist: USA zur Jahrhundertwende und im 1. Und 2. Weltkrieg Protagonisten und Themen: 2 Erzählungen, die der Eltern Sarah und Boris Sidis, und die des Genies William James Sidis Problematische Geschichte der Eltern: Boris , im Lesekreis als Großkotz bezeichnet ;-), exzentrisch, mit Trauma und Traum: Er ist seelisch geschädigt durch 2 Jahre Isolationshaft in Russland, weshalb er mit seinen letzten finanziellen Mitteln nach Amerika emigriert. Sein Denken ist pragmatisch, „Das einzige Vermögen, das einem keiner stehlen kann, ist jenes, das man im Kopf hat“ „Das menschliche Geschlecht, der erstarrte Homosapiens wird wieder radikal verändert werden und wir unter seinen eigenen Händen zum Objekt der kompliziertesten Methoden künstlicher Auslese und psychologischer Trainierung werden. Der Mensch wird unvergleichlich stärker klüger feiner werden. Der menschliche Durchschnitt wird sich bis zum Niveau eines Aristoteles, Goethe, Marx erheben“ S 528 von Billie zitiert Er erscheint frauenverachtend, das 2. Kind, vielleicht weil eine Tochter, wird als nicht intelligent genug wahrgenommen um der Begabtenförderung würdig zu sein. Die Mutter schließt sich dem an, findet eine weitere Anwendung der Sidis-Erziehungsmethode in diesem Fall doch als zu anstrengend. Sarah , sehr ehrgeizig, materiell orientiert, promoviert zwar während der Ehe in Medizin, praktiziert jedoch nicht und unterstützt ohne eigenes Engagement Boris voll und ganz in seiner „Unterrichtsmethode“, wenn auch bei ihr manchmal leise Zweifel nagen. Über den Tod ihres Sohnes hinaus wendet sie sich nach dem Bruch nicht mehr ihm zu. Billy: Erziehung und „Förderung“ Die sogenannte frühkindliche Erziehung eine Form von Missbrauch; Ergebnis: bei Billy fällt das Fehlen der kognitiven Fähigkeiten auf. Er ist sozial zurückgeblieben und ihm fehlt es an Empathie. Einzig im Versteckspiel mit der jüngeren Schwester – wird ihm erstmals der Perspektivwechsel möglich, WER BIN ICH , wie nehmen mich die anderen wahr, und möchte gefunden werden…oder NICHT GESEHEN WERDEN? (Entzug von der Autorität der Eltern/des Vaters), ist begeistert vom Spiel… Rolle der Medien bei Erfolg, bzw. Misserfolg: Vom Wunderkind zum Loser Billy, von der Presse verfolgt, von den Eltern als Projekt betrachtet, wird zum Experiment gemacht, sehnt sich als Jugendlicher nach Normalität und Anonymität in der Verzweiflung „irgendwie anders „ zu sein. Als Erwachsener wird die Negativ-Bilanz publiziert, dass er sich für wenige Dollar die Stunde für Büroarbeiten verkaufte. Sehr berührend ist für den Leser der ethische Entschluss Billies, überzeugter Pazifist, in die „Loser-Büroarbeit“ zu gehen und nicht mehr in der Wissenschaft zu bleiben „ich darf mein Wissen nicht weitergeben, damit es nicht missbraucht wird“ (Militärische Nutzbarkeit). – seit Anbeginn wird hier die Janusköpfigkeit der Wissenschaft thematisiert. – Als Weg in die Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung und versuchte Freiheit empfindet er vermutlich die Straßenbahnfahrten, das Schienennetz. “ …von einer Straßenbahn in die nächste, von einer Stadt zur anderen, durchs ganze Land, die ganze Welt, immer der Nase nach. Was, wenn nicht das, war Freiheit?“ #270 Fiktives Denkmal, vor Billies geistigem Auge: „An dieser Stelle erlangte am 28. Oktober 1923 um 1608 William James im Alter von 25 Jahren Sidis und … Monaten und …Tagen Normalität“ #485 Ich möcht‘ einmal ein anderer werden, wie ein anderer solcher geworden ist…(Peter Handke) Das unglückliche, aber stimmige Ende: „..und er wurde ein Teil des Ganzen und schwebte in Helligkeit und sein Leib war ohne Gewicht und sein Geist ohne Qual und Leiden.“ Er war frei. Der Schreibstil Der Schreibstil ist kalkulierend kühl, ohne Wärme für die Protagonisten und spiegelt somit die Erziehungsmethode. Bei manchen werden atmosphärische Bilder vermisst. Teilweise humoristisch erzählt, mit wenn auch traurigem Amüsement. Vergleich mit Kaspar Hauser - Peter Handkes Stück über die „Dressur des Menschen durch Sprache und Sprachregeln“ Fazit Wurde der Autismus hier anerzogen? Ergebnis der Erziehungsmethode: die emotionale Vereinsamung und sein fehlendes Selbstwertgefühl „…und als er glaubte, den Impfstoffe gegen die Dummheit entdeckt zu haben, nämlich seine Erziehungsmethode…und was für eine Ernüchterung ja Verbitterung als sich im weiteren Testverlauf (des Sohns) Komplikationen einstellten. und William hatte es vermasselt. Andererseits: Hatte ein Vater das Recht, sein Kind zur Überprüfung seiner Theorien zu missbrauchen? Und nebenbei: Wäre die Welt besser geworden, wenn sich die Sidis-Methode flächendeckend durchgesetzt hätte? Wenn die Universitäten voll mit Zehnjährigen wären „ Auf einmal fiel William so viel ein, worüber er gerne mit seinem Vater diskutiert hätte. Er wollte ihm sagen, wie sehr er bedauerte, ihn enttäuscht zu haben.“ #488- 489 Der Roman wirkt auf uns faszinierend, schockierend und teilweise verstörend, tragisch und erschütternd. Im wahrsten Sinne des Wortes keine leichte Lektüre, so auch ob der 656 Seiten

  • Lesekreis-Erfahrungen Der grosse Sommer | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Ewald Arenz: Der grosse Sommer Der große Sommer ist ein Coming-of age Roman des Schriftstellers und Pädagogen Ewald Arenz über die Entwicklung, Gefühle und Erlebnisse eines zeichenhaften Sommers. Es geht um Liebe, Vertrauen, Respekt und Trauer. Wie immer, manchmal auch nicht 😉 erzählt schon der Klappentext vom Grundgerüst, wie hier: der Teenager Frieder, 16-jährig, darf nach schlechten Leistungen in der Schule, nicht mit in den Familienurlaub. Beim strengen Großvater soll er sich auf die Nachprüfung der Schule vorbereiten, um nicht noch einmal eine Klasse zu wiederholen. Seite 61: „Klar. Der Großvater freute sich auf mich. Wie ein Löwe sich auf eine Antilope freut.“ Wie hat uns das Buch gefallen? Lebendig, intensiv und sehr amüsant erzählt der Autor Frieders Geschichte als Erwachsener Ich-Erzähler. Die eigene Erinnerungen spiegeln sich, beim „Abtauchen“ ins Buch, es tauchen Gefühle aus der eigenen Jugend wieder auf, des Jungseins, der Unbezwingbarkeit ( du kannst alles , du musst es nur wagen). Ein Stück dieser Empfindungen hallt nach. Beispielgebend hierfür der Schauplatz Schwimmbad, der Sprung ins Wasser vom „7 ein Halber“ ,Seite 122 Was hat nicht gefallen? Unsere Lesegruppe stellt den geschilderten Unterrichtsstil in Frage, ist der Meinung, dass dieser nicht in die 80er Jahre passt. Was hat uns gefallen? Sehr schön dargestellt fanden wir die Gegensätze der familiären Situation von Beate und Friedrich: Beate ist Einzelkind, die Mutter alleinerziehend und finanziell nicht auf Rosen gebettet, Frieder dagegen eines von 6 Geschwistern, ohne Geldprobleme je zu spüren bekommen zu haben. Die innige Bindung Kleeblatts Frieder, Beate, Alma und Johann, der Zusammenhalt spürbar gut beschrieben. Seite 33: „Das war das Schönste zwischen uns“-- Auch die Großeltern Frieders bilden ein interessantes Paar, Nana musste mit der Tochter (Frieders Mutter) fliehen, der Opa ist sein Stief-Großvater. Seite 78: „Konnte so ein Mann wie der Großvater lieben?..“. und die Entwicklungsphasen 😉 Seite 158: “Ich hätte nie gedacht, dass Großvater einer war, er irgendetwas sammelt.“ Als der Bagger demoliert war… Auf Opa ist Verlass1 Seite 282: „…keine Ahnung, ob ich ihn verdiente “ (diesen Großvater). „Aber irgendwie glaubte ich nicht, dass viele einen… so klugen Großvater hatten.“ Familienbande… Seite 18: „Für meine Freunde waren wir sowieso immer ein Zoo (6 Kinder, 2 Katzen, 2 Hunde)“ Seite 57: „Ich mochte meinen Vater. Er war super, wenn ich meine Freunde mit meiner skurrilwen Familie beeindrucken wollte. Ganz anders als meine Mutter erlaubte er einfach alles.“ Seite 301: ..eine plötzliche heiße Welle der Dankbarkeit flutete in mir hoch. Ich hatte so eine coole Familie.“ Am meisten hat uns berührt: Seite 310: Die Szene des Abschieds von Frieders Ferien bei den Großeltern: „Als ich auf den Balkon hinausging, um ihnen von hier aus gute Nacht zu sagen, sah ich, dass sie nebeneinander saßen. (…… )Sie hielten sich an den Händen.“ Lieblingszitate: Nana Seite 65:“Vor allem habe ich mich dann in Walther verliebt. In unserer Familie, Frieder, ist Liebe immer beides zugleich. Das größte Glück und die größte Katastrophe. – Super Neuigkeiten. Ich hoffe, das überspringt mal eine Generation, sagte ich.“ Großvater beim Essen: „Verliebtheit ist eine temporäre Hormonvergiftung Meist heilt sie von selbst wieder ab. Bist du fertig?“ Fazit: Ein Roman mit Sehnsucht nach Sommer, Nostalgie nicht ausgeschlossen, so anrührend! „Er würde vorbeigehen, aber jetzt war SOMMER (Seite 111)

  • Lesekreis-Erfahrungen Ein untadeliger | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Jane Gardam Ein untadeliger Mann Unser neuer Roman ist wirklich und wahrhaftig very britisch: innen und außen. Die Autorin, sowie deren Übersetzerin schafft es mit einer Leichtigkeit das Leben und die Psyche des Protagonisten „Old Filth“ , Kronanwalt in seinen hohen 80-ern, sowie seiner Ehefrau, sehr geschickt und warmherzig, ohne Wertung zu beleuchten. Die atmosphärischen Beschreibungen der Landschaften, die „Grillen“ Teddies und Bettys sind ein Juwel von Literatur und deren Übersetzung. Auch bei Filth‘s Reflektion gibt es ein Innen und Außen, seiner gedanklichen Reise in die Vergangenheit und dann in die reale Außenwelt. Dabei werden starke Emotionen gegenüber Freunden und alten Weggefährten wieder erinnerlich. . Alles mit viel Authenzität und Gespür für die Empfindungen der jeweiligen Person. Ohne Klischee-Bedienung haben die Figuren mit ihrer Charakteristik ein nuanciertes Eigenleben. Edward Feathers, ehemaliger Raj-Waise mit der für immer verletzten Seele, als Erwachsener skurril exzentrisch. Betty, seine Frau, Schottin in Peking geboren, spricht fließend Mandarin, die chinesischen Sitten und Gebräuche sind ihr vertraut, wie er fühlt sie sich damit wohl: „Sein ganzes Leben hatte er chinesische Werte hochgehalten: Die Höflichkeit, die plötzlichen Seitenhiebe, die unbedingte Gastfreundschaft, die Freude am Geld, die Schicklichkeit, die Wertschätzung des Essens, die Diskretion, die Cleverness.“ Betty und Teddie sind kinderlos. „Wer ohne Liebe aufgewachsen ist, kann kein Kind lieben. „Ich wurde seit ich 4 ½ Jahre alt war nicht mehr geliebt“, sagt Filth, der in diesem Alter seinem Heimatort und den Bezugspersonen entrissen wurde, um die englische Sprache und Wertvorstellungen zu lernen. der gefühlsarme Vater Eddies, dessen Herz ebenfalls gebrochen wurde traumatisiert und mit einer Kriegsverletzung. Seite 39: „Er bat nicht darum, das Baby (seinen Sohn) sehen zu dürfen..(..)..monatelang kam er dem Kind nicht näher“ Auntie May, Missionarin in Malaysia und Teddies erste Bezugsperson, die ihn seit Geburt kennt Vereint im Leid bei Ma Didds (Pflegefamilie) Brutalität und Gewaltherrschaft: die Cousinen Babs und Claire - Seite 189: „Anscheinend, sagte Claire, reißt Bettys Tod Grenzen ein. Spült Leichen an die Oberfläche.“ die verrückten englischen Tanten Muriel und Tilda, „Les Girls“, laut Einschätzung Eddies psysisch taub, sind tatsächlich nur mit sich selbst beschäftigt und frönen der Selbstwahrnehmung ihrer Rolle zu Teddie der konkurrierende Widersacher Anwalt Terry Veenering Seite 21 „sie kreuzten nicht nur die Säbel, sie gingen mit Krummsäbeln aufeinander los“ …als späterer Nachbar in England, Seite 23: „ein Stück Regenrinne für die Morgenzeitung „..er hat mir das mit der Regenrinne nachgemacht“, sagte Old Filth, „er war noch nie besonders originell „ das „Schlitzohr“ Albert Ross alias Colerdige, Weggefährte chin. Herkunft ohne Eltern, Teddie lernt ihn bei seiner Überfahrt zurück nach Singapur kennen. Vom Uhrendieb zum Rechtsanwalt, bringt er Filth letztendlich nach Hongkong und begründet so dessen Reichtum. Seite 318 („er hat mich aufs Pferd gesetzt") Father Tansy, herrlich aus der Sichtweise des Alters: ..“Seite 183 „..kam ein Luftzug durch die Kirche…(..)..ein lockiger Junge kam den Gang heruntergehüpft. Er trug ein Kollar und Jeans….(…)..Sie möchten beichten?“…und er stellte sich vor, wie das Priesterbübchen innen drin den Kopf an die Seite lehnte.“.. Seite 325: „Father Tansy wartete mit leuchtenden Augen, wie ein Eichhörnchen.“ Ein Buch, das gefangen nimmt und eintauchen lässt, in die Suche nach Heimat, Geborgenheit und Zugehörigkeit, reich an Perspektivwechsel. Die Szenen so herrlich gestaltet, gemalt, dass sie wie ein Film vor dem geistigen Auge des Lesers ablaufen. Ob es bspw. Teddies Fahrkünste und die Reaktion anderer Verkehrsteilnehmer darauf sind, oder die Beurteilung Filth’s die „Anzugsordnung“ der jüngeren Generation betreffend😉. Als die berührendsten Stellen empfanden wir: Die Angst des Verlassenwerdens, die ihn nie mehr verläßt, siehe seinen Heiratsantrag „ Lass mich nie allein.“ Seite 92: …“eines Tages werde ich meinen letzten Willen für dich aufschreiben. Mit meinen ganzen persönlichen Wünschen.“ - „Hast du noch so viele“ - „Nicht viele. Ein Ende in Frieden, vielleicht.“ - „Und dass du mich nie verlässt, dachte er“. Seite 325: „Mein ganzes Leben lang, seit ich ein kleines Kind war, wurde ich verlassen oder im Stich gelassen, oder durch den Tod von den Menschen getrennt, die ich geliebt habe und denen ich wichtig war.“ Die Szene im Hotel, als er beim Frühstück den Nachruf auf seine Betty in der Zeitung sieht. Er „weinte still hinter den Händen , während er an diesem unbekannten Ort saß“, der einzige Verbliebene in dem großen Speisesaal. Erst jetzt realisiert er seinen Verlust, erlaubt sich, daran zu denken, weint immer weiter. Um ihn herum werden die Tische, auch sein Tisch vom Personal abgeräumt, das Tuch gewechselt. „Sie sagten kein Wort.“ Sie lassen ihn still bei sich. Immer wieder liegen Tragik und Komik kunstvoll so nah beieinander und rutschen dennoch nie in Slapstick ab. Seite 131“ Betty duldete keinen Unfug, wenn es um Blumen ging (…..). Sie predigte Blumen.“ Der Tod im Tulpenbeet mit ihren „Schandperlen“: „Filth hatte es nicht so mit den Blumen. Er fand sie nichtssagend, manchmal feindselig. Die Tulpen waren es, dachte er, die Betty erwischt haben.“ Sehr schönes Zitat: Seite 306: „Mein Gedächtnis war immer zuverlässig. Vielleicht zu zuverlässig,. Es hat mich nie verschont Erinnerung und Sehnsucht … ohne Erinnerung und Sehnsucht ist das Leben sinnlos.“ Mit einem Super- Twist am Ende schließt die Autorin den Roman, als Teddie nach Vergebung sucht. Fazit: Ein Meisterwerk an Erzählkunst Tragik-Komik, Ironie. Lesen und genießen!!

  • Bernhard Schlink: Die Enkelin | Mysite

    Bernhard Schlink: Die Enkelin Klappentext: Im Sommer 1964 verlieben sich eine Studentin aus dem Osten und ein Student aus dem Westen ineinander. Er verhilft ihr zur Flucht. Erst nach ihrem Tod entdeckt der Siebzigjährige, was seine Frau ihm ein Leben lang verschwiegen hat: Sie hatte damals eine Tochter zurückgelassen. Er tut, was sie immer wollte, aber nicht schaffte, er sucht nach ihr. Die Suche wird zu einer Reise in die Vergangenheit und einer Begegnung mit den Wunden und Narben, die DDR, Wende und Anpassung des Ostens an den Westen hinterlassen haben. Als er die Tochter findet, lebt sie verheiratet in einer völkischen Gemeinschaft auf dem Land. Ihre vierzehnjährige Tochter freut sich, dass auf einmal ein Großvater in ihr Leben tritt., wie er sich über eine Enkelin freut. Aber seine Welt ist ihr so fremd wie ihm ihre. Kann er sie erreichen? Edit zum Autor: Bernhard Schlink (* 6. Juli 1944 in Großdornberg, heute Bielefeld) ist ein deutscher Jurist, ehemaliger Hochschullehrer und Schriftsteller... Quelle: Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: ROMAN erschienen im: DIOGENES VERLAG herausgegeben: 2021 Seitenzahl: 367 unsere Lesekreis-Erfahrungen Wie hat es uns gefallen: Die Erzählung Bernhard Schlinks hat uns alle sehr bewegt. Die Geschichte einer großen Liebe und Hingabe (Birgit und Kaspar), absolut, außergewöhnlich und bedingungslos. Diese Hingabe und Stärke erweitert sich im Handlungsverlauf auf die Enkelin Sigrun, von deren Existenz er vor dem Tod Birgits nichts ahnte, wusste. In seiner Trauer und Einsamkeit erkennt er eine neue Lebens-Sinn-Aufgabe, mit dem er gleichzeitig das Vermächtnis Birgits zu erfüllen glaubt. Die Leere nach Birgits Tod, das Bewusstsein und auch die Freude, dass da ein Kind ist, lässt ihn die Suche der unbekannten Tochter aufnehmen. Seine Nachforschungen bringen ihn zu einem Völkischen Dorf, abgeschottet von der Außenwelt. Er baut eine Beziehung zur Enkelin auf, mit dem Willen des Verstehen-Wollens. Der Schreibstil ist sensibel, aber auch packend und fordernd. Welche Figuren stehen uns am nächsten: Der Protagonist Kaspar erscheint oft vorsichtig tastend, ist einfühlsam, und erweckt oft den Eindruck er nimmt sich völlig zurück. Er möchte eine Beziehung zu Sigrun aufbauen, wofür er sehr viel Toleranz und Verständnis mitbringt, in dem Wunsch, mit ihr im Gespräch zu bleiben. Am meisten berührt hat uns : Birgits Empfindungen nach der Flucht „ich war nicht mehr dort und ich war noch nicht hier“ Birgits Alkoholsucht „Ich wusste nicht, was Verschweigen langfristig anrichtet“ Ver-Schweigen und Vertrauen in der Partnerschaft „Es hatte zwischen ihnen bei aller Nähe eine tiefe Distanz gegeben, er hatte sie mehr geliebt als sie ihn, sie hatte sich finden wollen und war ohne ihn auf die Suche gegangen, sie hatte Geheimnisse vor ihn gehabt --- (…) – Na und? Tief drinnen und tief drunten hatte er nicht alles gewusst aber doch, dass sie sich nie ganz geben konnte und dass er sie nie ganz hatte.“ (S132) Die Sensibilität Kaspars, das Bemühen, der Kampf um Sigrun, die Enkelin, er möchte die Saat des Zweifels säen, weiß jedoch nicht, ob er sie letztlich erreichen wird. Mit kleinen Prozedere wie das Auswählen und Abspielen der „ Gute-Nacht- Musik“ wird die Verbundenheit, das Wir-Gefühl gestärkt. Lieblingsstelle Zitat: „Er hatte sie in sein Herz geschlossen. Nur unter dem Vorbehalt, dass sie ihrer Welt abschwören und in seine finden würde?“ Wir sprachen über: Ost-West Thema dass 40 Jahre Unrechtsstatt ihre Spuren in den Seelen und Köpfen der Menschen hinterlassen, sie prägen. Der Missklang der Gefühle in Ost-lern, die sich im Westen nach Meinung der Wessis überglücklich schätzen müssten, ihrem System entronnen zu sein, Lebensmodelle des Westens werden „übergestülpt“ „Im Osten war etwas Eigenes entstanden? Im Osten hatte es Unterdrückung, Unrecht und Unglück gegeben, Unterdrückung und unrecht waren vorbei, die unterdrückten Ostdeutschen konnten wieder sein wie die nicht unterdrückten Westdeutschen und hatten keine Grund mehr, anders zu sein. Wenn sie es doch waren, war es ungehörig und überdies undankbar.“ Zeitgeist: Politische Hilflosigkeit Umgehen mit Andersdenkenden, die vielleicht noch erreicht werden können Völkische Siedler, ähnlich Reichsbürgern, Rechtsradikale abgekapselt in ihrer eigenen Welt „Ich wusste, dass du die Lügenpresse liest und für den Schuld-Kult bist und zu den Willkommensklatschern gehörst .. Du hast keine Ehre im Leib“ Björn Was ist unsere Meinung zur Stimmung im Werk: Brisant, emotional, hochaktuell, intensiv Buch Cover : Das Cover zeigt sehr passend „A Village Maiden“ von Sir George Clausen Fazit: Tröstliche Botschaft; Liebe findet immer einen Weg ;-) Empfehlen, verschenken: Ja!!! Unbedingt lesen

  • Lesekreis-Erfahrungen Die Hochzeit der | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Eve Harris: Die Hochzeit der Chani Kaufman Der Roman beginnt im November 2008 und endet ebenfalls in diesem Monat. Der Handlungsverlauf beinhaltet zeitlich versetzte Rückblenden, die zwischen den Jahren 1982 bis zur Gegenwart (2008) in den Orten London und Jerusalem wechseln. Dabei wird die Geschichte dreier Paare und ihrer Entwicklung in verschiedenen Zeitabschnitten vor dem Hintergrund der besonderen Strenge ihrer Religion beleuchtet. Wie hat es uns gefallen: Es ist faszinierend, Einblicke in eine so fremde und abgeschottete Welt zu erhalten, wie sie in der orthodoxen jüdischen Gemeinschaft existiert. Die strengen traditionellen Vorschriften und Bräuche werfen Fragen zur individuellen Identität auf. Die Sensibilität, mit der die Autorin die inneren Konflikte ihrer Charaktere beschreibt, macht den Roman besonders tiefgründig und intensiv. Was hat uns gefallen: Der Schreibstil der Autorin ist lebendig, jung, frech und emotional packend. Das Buch berührt gleichermaßen positiv wie negativ. So fehlt auch nicht ein guter Anteil jiddischen Humors . Die Schilderung der Sorgen, Ängste, Hoffnungen ihrer Figuren und ihre religiöse Überzeugung werden eindringlich, mit viel Gefühl, aber ohne Wertung wiedergegeben. Die Paarbeziehungen Chani und Baruch , am Anfang ihres gemeinsamen Lebensweges, verunsichert und gefangen im strengen orthodoxen Verhaltensrahmen, haben sie dennoch einander gewählt und stehen dafür ein. Das Kennenlernen: Seite 266: „Sehr groß, dachte Chani. Möglicherweise ein wenig zu groß. Es war, als stünde man im Schatten einer dünnen struppigen Palme. Sie beäugte die 3 Pickel, die an seiner Kinnpartie klebten wie Napfschnecken auf einem moosigen Stein. Wenn er seinen Bart wachsen ließe, wäre das vielleicht eine gute Tarnung.“ Beide fühlen Beklemmung, und Furcht vor der Hochzeitsnacht, ein Resultat der fehlenden Aufklärung in diesem religiösen Kontext. Das Interesse am menschlichen Körper oder darüber hinaus ihren Vorgängen wird insbesondere bei Mädchen mit „widernatürlicher“ Neugier abgetan. Seite 21: „Mach das nochmal, und du findest dich auf der Suche nach einer anderen Schule wieder, einer Schule für schamlose Mädchen wie dich.“ …(..) Sie lebte unter einer Glasglocke.“ Rivka und Chaim , das Rabbinerpaar, die sich in Jerusalem kennenlernen, als Rebecca noch Jeans und Top trägt. - S. 151 „Chaim kam aus einer liberalen jüdischen Familie, die Traditionen bedeuteten ihm nicht viel.“ Ihr Lebensweg nimmt eine umgekehrte Entwicklung – vom modernen Jerusalem zum Konservatismus. Der tragische Unfall des 3-jährigen Sohnes läßt sie zu einem Neuanfang in Golders Green aufbrechen und all das, was/wie sie vorher lebten gestaltet sich um Chaim: Seite 134: „Aber es ist etwas, was ich an strenggläubigen Menschen mag – sie vertrauen einfach vorbehaltlos, und ihr Glaube gibt ihnen Antworten“ …. „Er veränderte sich, und wenn sie nicht auf der Strecke bleiben wollte, musste sie sich an diese Veränderungen gewöhnen". Avromi und Shola , Sohn des Rabbinerpaares und eine schwarze britische Kommilitonin; er „versündigt“ sich mit einer Ungläubigen, beendet jedoch letztendlich die Beziehung und leidet sehr. Seite 412: „Er war fest entschlossen, seinen Platz in der frommen Welt wiederzufinden, in die er geboren war.“ „Der Jugend sei verziehen, glauben die Väter, sie wissen am Ende, wohin sie gehören.“ Dies reflektiert die Spannung zwischen den Generationen und den unterschiedlichen Ansichten über Tradition, Identität und die Zukunft. Wir fanden am Berührendsten: Die Szene der Fehlgeburt der Rebbetzin hat uns besonders berührt. Gebote zu achten erscheint hier wichtiger, als Leben zu retten: Die erschreckende Unfähigkeit des Rabbiners, zu entscheiden, was zu tun ist, ob er helfen darf. Seite 48: - Die Wichtigkeit der Verhüllung der Haare, als die Sanitäter endlich eintrafen und sie abholten. Seite 54/55 „ Bedeckt Sie“ schrie er. (…). In seinen Augen stand das Entsetzen. „Sie verstehen nicht-, ihr Haar“ (…) es ist nicht bedeckt.“ Lieblingsfiguren: Chani und Rivka, sind beide selbstbestimmte und eigenwillige Charaktere, die sich mit ihrem Glauben auseinandersetzen – sie wollen ihn leben, befinden sich jedoch im Konflikt zwischen den Erwartungen der ultra-orthodoxen Gemeinde und ihren persönlichen Wünschen. Sie sind auf der Suche nach Identität, Liebe und Freiheit in einer streng regulierten Umgebung. Besonders kritisch empfanden wir: Die Mizwar besteht aus 365 Verboten und 248 Geboten, die das Leben der streng orthodoxen Juden in engen Bahnen halten. Es wird festgestellt, dass 365 Verbote = soviel das Jahr Tage hat, und 248 Gebote = soviel der menschliche Körper Knochen hat 😉 Die Botschaft / Fazit : Die Autorin hat erfolgreich dargestellt, wie eine Gemeinschaft ruhig und perfekt erscheinen kann, wenn jeder seine Rolle spielt und sich entsprechend verhält. Gleichzeitig zeigt sie auf, dass hinter dieser Fassade auch Frustration und individuelle Probleme existieren. Es wird verdeutlicht, dass trotz äußerer Perfektion jeder Einzelne mit eigenen Herausforderungen zu kämpfen hat.

  • Hannah Kent: Das Seelenhaus | Mysite

    Klappentext: "Sie sagen, ich soll sterben. Sie sagen, ich hätte Männern den Atem gestohlen und jetzt müssten sie mir den meinen stehlen." Island 1828. Agnes ist eine selbstbewusste und verschlossene Frau. Sie wird als hart arbeitende Magd respektiert, was sie denkt und fühlt, behält sie für sich. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, ist sie allein. Die Zeit bis zur Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten verbringen. Die Familie ist außer sich, eine Mörderin beherbergen zu müssen – bis Agnes Stück um Stück die Geschichte ihres Lebens preisgibt. Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Die angeblichen Täter, neben Agnes Magnúsdóttir ein junges Paar, werden zum Tode verurteilt. Vor allem an Agnes will der zuständige Landrat ein Exempel statuieren. Scheinbar ungerührt nimmt Agnes das Urteil hin, ebenso wie die Ablehnung der Familie. Erleichtert, dem Kerker entkommen zu sein, kann sie bei der Arbeit manchmal ihr Schicksal vergessen. Vieles hier ist ihr vertraut: die schroffe Landschaft, die ärmliche Torfbehausung, der harsche Ton der Hausherrin. Ihr ganzes Leben war davon bestimmt – bis sie einen Mann kennenlernte und sich nach langer Zeit erlaubte, sich ihre Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit einzugestehen. Der Schmerz über seinen Tod, der ihr nun angelastet wird, überlagert alles, auch die Angst vor dem eigenen Tod. Schließlich vertraut sich Agnes einem jungen Vikar an, der sie auf den Weg der Reue und Buße führen soll. Während der langen Gespräche, die die ganze Familie mithört, ist es vor allem Margrét, die Hausherrin, die ahnt, dass die offizielle Wahrheit über Agnes vielleicht falsch sein könnte. über die Autorin: aus dem Englischen übersetzt - Wikipedia- Hannah Kent ist 1985 in Adelaide, Australien geboren. Ihr 1. Roman wurde ein internationaler Bestseller und in 30 Sprachen übersetzt. 2010 war Kent Mitbegründerin der australischen Literaturzeitschrift Kill Your Darlings. Sie schrieb unter anderen für die New York Times, The Saturday Paper, The Guardian, und The Sydney Morning. 2011 gewann sie für ihren Roman Burial Rites den ersten Writing Australia Unpublished Manuscript Award. 2017 wurde die Geschichte der Agnes Magnusdöttir verfilmt. Von der tragischen Geschichte der Agnes Magnusdöttir erfuhr sie während eines längeren Aufenthalts auf Island während eines Schüleraustauschs. Langjährige Recherchen in Kirchenregistern, heimatkundlichen Büchern und Gemeindearchiven bildeten die Grundlage für ihr Werk. Ein Dokumentarfilm über Kents Erfahrungen in Island und das Schreiben von Bestattungsriten wurde am 1. Juli 2013 auf ABC1 als Folge der australischen Geschichte mit dem Titel „No More Than a Ghost“ ausgestrahlt. Sie promoviert in kreativem Schreiben an der Flinders University. Erfahrung im Lesekreis: Schauplatz des Romans ist Island, ganz mit Kargheit und Einsamkeit durchdrungenen Landschaft . Island bedeutet Eisland, das selbst im Hochsommer nicht mehr als 15 Grad Celsius Höchsttemperatur gewährt. Die Landesfläche beträgt rund 103.000 Quadratkilometer, das sind im Verhältnis zu 360.0000 Einwohnern (aktuell 2020 Wikipedia) etwa 3,5 Einwohner auf einen Quadratkilometer. Davon leben mehr als 2 Drittel in und um die Metropolregion Reykjavik. Der historische Roman, der sich mit der letzten Hinrichtung 1830 in Island beschäftigt, zieht uns in den Bann dieser Zeit, der damaligen Lebensverhältnisse. Der bitterarmen Torfbauern, die Wertig- Wichtigkeit des Fischfangs, und Schafzucht, als deren einzigen Lebenserhalt. Die vorherrschende Dunkelheit in den langen Wintermonaten gab den Menschen Raum für Sagen und Mythen. Husvik - mit freundlicher Genehmigung von Frau Christin Bräunling Die Stimmung im Werk bezeichnen die Teilnehmerinnen als beklemmend, bedrückend, oft depressiv. Als Adjektive werden für das Buch spannend, packend, aber auch vorherrschend einfühlsam genannt. Tatsächlich absolut beklemmend, das Leben einer Frau, die historisch belegt als letzte Frau in Islands hingerichtet wurde. Und die im Grunde nach nichts anderem gelechzt hat als Anerkennung, ja Liebe, jedoch das Pech hatte, unter einem Unstern von gesellschaftlichen Ressentiments wie unehelich, arm und von niedrigem Stand geboren zu werden. Mit 6 Jahren von der eigenen Mutter verlassen, durfte sie bei ihrer Pflegmutter Inga, die ihren wachen und wissbegierigen Verstand entdeckte Lesen und Schreiben lernen, was jedoch ihrem Dasein als einfache Magd nicht förderlich war. Als Sympathieträger des Romans werden an 1. Stelle Margret genannt, die durch ihre Wandlung von Vorverurteilung und Ablehnung zur Hilfe bzw. zuletzt sogar Freundin hervorsticht. Trotz aller Vorbehalte und Abneigung wäscht sie die verwahrloste Angeklagte gleich zu Anfang, und zum Ende sorgt sie zu einem vergleichsweisen angemessenen und würdevollen "Abgang". Des weiteren gibt es den jungen Vikar Thorvordur kurz "Toti" genannt, den Agnes gegen den ihr zugewiesenen Geistlichen "eintauscht", weil sie sich daran erinnert, dass er ihr einmal bei der Überquerung einer Furt geholfen hat und sie dafür heute noch Dankbarkeit empfindet. Er geht mit ihr durch die Untiefen menschlicher Erlebnisse, kann sie nicht zur von der Kirche geforderten Reue bringen, sich ihr aber als Freund und Unterstützter bis zum letzten Atemzug glaubhaft versichern. Den Gegenpol dazu stellt Natan (einem Traum der Mutter als Satan zu nennen) dar, welchem man aufgrund seiner extremen Stimmungsschwankungen bipolare Störungen unterstellen kann. Er lockt Agnes mit falschen Versprechungen auf seinen Hof, und ist ihr darüber hinaus untreu. Er überschüttet sie an seinen "schlechten Tagen" mit ätzender Verachtung. Als Täter für den Mord an Natan werden 3 Menschen verurteilt bzw. sind daran beteiligt: Pertar, der Natan als wohlhabend wähnt, seine Verlobte Sigga, gleichzeitig die Geliebte Natans, - und Agnes. Wobei Agnes den Tod des schwerverletzten Natans zu verantworten hat. Der Mord an Natan wurde vom Lesekreis daher als eher "aktive Sterbehilfe" bezeichnet. Der Glauben an die Mythen der alten Sagas ziehen sich immer wieder durch den Roman, Krähen als schlechtes Omen zu sehen, auch träumte Natan von einem blutigen Gemetzel mit 3 Echsen (Sigga, Petar, Agnes) und sah darin eine wichtige symbolische Botschaft. Der englische Titel "Buriel Rites" lässt sich bestenfalls am Tod der Pflegemutter Inga mit ihrem Baby festmachen, die aufgrund der Kälte nicht beerdigt werden konnten, und über Monate!! neben den Säcken mit den Fischköpfen gelagert wurden. Der Titel "Seelenhaus" passt eindeutig besser, eine Nennung im Buch gibt es ebenfalls: Unterhaltung zwischen Natan und Agnes Wie nennt man den Raum zwischen den Sternen? - ...es ist ein Ort für die armen Seelen... Unser Lesekreis fühlt sich bei der Thematik und Tragik des Buchs erinnert an Anne Boleyn, die 1. Frau Heinrich des VIII., die auf dem Schafott starb. FAZIT: Trotz des bekannten Endes gelingt es der Autorin die Spannung im Buch bis zuletzt aufrechtzuerhalten. Das Buch wird auf jeden Fall empfohlen, jedoch nicht als Geschenk ;-), ein stark polarisierendes Buch.

  • Sasa Stanisic: Herkunft | Mysite

    Saša Stanišić: Herkunft Klappentext: HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt. HERKUNFT ist ein Buch über ein Dorf, in dem nur noch dreizehn Menschen leben, ein Land, das es heute nicht mehr gibt, eine zersplitterte Familie, die meine ist. Es ist ein Buch über die Frage, was zu mir gehört, ein Selbstporträt mit Ahnen. Und ein Scheitern des Selbstporträts. HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache und Scham, Ankommen und Zurechtkommen, Glück und Tod. Quelle: Thalia zum Autor: Sasa Stanisic wurde 1978 in Visegrad in Bosnien-Herzegowina geboren und kam als 14-jähriger nach Heidelberg... Für eine umfassendere Darstellung über seinen Lebensweg und prägende Stationen bitte dem Wikipedia-Link folgen Wikipedia zum Buch: Genre: Fiktionale Autobiografie Verlag: Luchterhand erschienen: 2019 Seitenzahl: 368 zu unseren Lesekreis-Erfahrungen

  • Caroline Wahl: 22 Bahnen | Mysite

    Caroline Wahl 22 Bahnen Klappentext: Tildas Tage sind strikt durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, schwimmen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern - und an schlechten Tagen auch um ihre Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstraße, in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda wird eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, mit dem Tilda früher befreundet war. Viktor, der genau wie sie immer 22 Banen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle.... Autorin Caroline Wahl wurde 1995 in Mainz geboren und wuchs in der Nähe von Heidelberg auf. Sie hat Germanistik in Tübingen und Deutsche Literatur in Berlin studiert. Danach arbeitete sie in mehreren Verlagen. "22 Bahnen" ist ihr Debütroman. Sie lebt in Rostock Für eine umfassendere Darstellung über ihren Lebensweg und prägende Stationen bitte dem Wikipedia-Link folgen Wikipedia zum Buch: Genre: coming-of-age, Fiktion, Familiendrama Verlag: DuMont-Buchverlag erschienen: 2023 Seitenzahl: 204 zu unseren Lesekreiserfahrungen:

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