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  • Lesekreis-Erfahrungen Eigentum | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Wolf Haas: Eigentum Wie hat es uns gefallen: Dieses Mal ist der Kritikanteil höher als bei anderen Werken, die bisher besprochen wurden. Das Mutter-Sohn- Verhältnis wird vom größten Teil der Gruppe als lieb- und respektlos wahrgenommen, der Humor des Autors kommt nicht an. Den Erzählstil empfinden sie als schonungslos und bissig, mit Sarkasmus das Leben der Mutter ins Lächerliche gezogen. Der Roman hat Zwei Handlungsstränge Das Leben der Mutter und zwar ausschließlich Der Aufgabe von Wolf Haas, der eine Poetiklesung, die er halten soll, vorbereitet, Er beginnt 2 Tage vor ihrem Tod, als der Autor noch kein Thema für seine Lesung erkoren hat, demzufolge ist auch kein Text vorhanden. Die Überlegung ist „kann man vom Leben schreiben“ Der Schauplatz ist vornehmlich das Alten- und Pflegeheim, in dem die Mutter ihn zur Welt brachte, und nun dem Tode entgegendämmert. Es wurde von einer Geburtsklinik in ein Pflegeheim umgewandelt. The Circle of Life S. 75: „weil ich in dem Gebäude, in dem meine Mutter starb, geboren wurde. Zuerst hat sie meinen Bruder hier zur Welt gebracht, vier Jahre später mich, jetzt starb sie hier. „Da wären wir wieder einmal. (….) Jetzt ging der Embryo nahezu 60 Jahre später zurück“. Vielleicht ein wenig zu pathetisch, aber auch sehr melancholisch Der Schreibstil: Bei den Erzählpassagen Mutter - Sohn, wechselt er gerne in die Sprache der Mutter in Dialekt und einfacher gehalten. Was hat uns gestört: Es wurde die Mutter als „vorgeführt“ empfunden, der Humor eher als makaber. Lästig wirkten auf viele auch die ständigen Wortwiederholungen. Am meisten berührt hat uns: Am meisten berührt negativ war für fast alle das Begräbnis der Mutter (Was könnte sie anhaben) die „Spielerei mit Beileid.. Am positivsten berührt hat uns das „Telefonieren“ mit dem Jenseits gleich zu Beginn des Buches und zum Ende, ebenfalls eine schöne Schließung des Kreises. Die Zusammenfassung der Fertigkeiten und Sprachgewandtheit seiner Mama auf Seite 116/117 präsentieren eine intelligente Frau, die alles konnte „nur nicht mit Leuten“ und zeigt liebevolle Zärtlichkeit und Hochachtung. „Nachdem sie ihren Traum, ihr eigenes Grundstück zu erwerben, aufgegeben und von keinerlei Eigentum Besitz ergriffen hatte, hatte etwas von ihr Besitz ergriffen: Niedergeschlagenheit.“ Vergleich: Wir fühlen uns erinnert an Alex Schulmans „Verbrenn all meine Briefe“ Lieblingsstellen Zitate: Über das Seufzen als vorsprachliche Äußerung Seite 21: das vorwurfsvolle, mitfühlende, Lustvolle, sentimentale, schmerzerfüllte. 😉 Wir sprachen über: Die Verbitterung dieser Frau, über ihre lebenslange Armut, die Entbehrungen und Auswirkungen der Weltkriege, die Inflation. Die prägende Erfahrung für Mutter und Kind Seite 34: „Schon als Fünfjähriger wusste ich, was Inflation war“ (….) Das ganze Geld hin. Kaputt. (…) Hast nichts mehr dafür gekriegt. (…) Alles hin.“ Eine Frau, die leider keinen Optimismus für sich in Anspruch nehmen konnte. Was ist unsere Meinung zur Stimmung im Werk: Der Sound des Buches ist uns zu düster, pietätlos, sein Humor gemessen am Thema für zu makaber, was bei der Beerdigung bspw. besonders kritisiert wird. Bei den meisten stellt sich ein unangenehm bedrückendes Gefühl ein. (Seite 147). Es kommt keine Spannung auf. Was ist unser Fazit, sind unsere Erkenntnisse? Vielleicht als Einstieg in die Haas-Sprache das falsche Buch!

  • Mariana Leky: Was man von hier aus sehen | Mysite

    Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann Klappentext: Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. 'Was man von hier aus sehen kann' ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan … zur Autorin: Mariana Leky, geboren 1973 in Köln ist eine deutsche Autorin... siehe Wikipedia-Link ... Quelle Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: Belletristik, Fiktion erschienen im: Dumont Verlag herausgegeben: 2017 Seitenzahl: 320 unsere Lesekreis-Erfahrungen: Die Zauberwelt Luises, der Protagonistin in der Coming of Age Erzählung, oder: Die Welt, in der wir gerne leben möchten? Once upon a Time in einem kleinen westerwäldischen Dorf in den 80er Jahren, wo die Menschen skurril, sehr Erd- und Mystik- verbunden sind, verschroben in der ihnen eigenen kleinen Welt. Wir stellen fest: Eine Bearbeitung der Geschichte mit pragmatischen, praktischen oder gar zweckmäßigen Überlegungen ist nicht möglich, und wird nur zu Enttäuschungen führen, hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit der Ereignisse und Begebenheiten. 😉 Alles ist aus Sicht des neunjährigen Mädchens Luise und ihrer Wahrnehmung geschrieben. So werden beispielsweise keine zum Einsturz gefährdeten Böden repariert, sondern lediglich als außerordentliche Gefahrenstelle kenntlich gemacht. Der Roman umfasst 20 Jahre Entwicklung des 9-jährigen Kindes, bis zu dessen Abitur. Erwachsenwerden und Ausbildung zur Buchhändlerin bei Buchhändler Rödder, wir leiden mit beim erstmaligen Erleben Luises von Freundschaft, Liebe und Verlust. Was sich als logisch aufdrängt, wird oftmals ausgeblendet, manche Akteure sind mit ihrem Berufsstand und gleichsam mit ihrer Charaktereigenschaft oder ihren Gemütszustand beschrieben, aber nicht „benamt“. Bemerkenswert: etwa der tatsächliche Name des verliebten Optikers in (Oma) Selma kommt erst auf den letzten Seiten ans Licht, indem er während eines Telefonats sich namentlich vorstellt. Die Figurenzeichnungen der Personen und ihrer Charaktere sind sehr lebendig: Da ist der Schulkamerad MARTIN, der „Hochheber“ (Idol der Kran von Schachty), kommt bei Zugunfall ums Leben - sein Vater Palm ist Alkoholiker SELMA, Luises Oma, unbewusste Doppelgängerin von Rudi Carell 😉, sieht durch Okapi-Traum den Tod voraus …“Selma trug eine große violette Rüschen-Badehaube, die aussah wie eine Hortensie und die sie sich von Elsbeth geliehen hatte, damit Rudi Carrells Frisur nichts geschah“. OPTIKER– Dietrich Hahnberg, Liebesbriefschreiber, Mitarbeiter des Monats der der einzige Mitarbeiter ist. -ist schon seit Jahren in Selma verliebt, unzählige Briefe angefangen, nie zu Ende gebracht, oder gar abgeschickt. Selma und der Optiker sind beide maßgeblich in die Erziehung, Entwicklung und Bildung von Luise und Martin involviert. Die Ehe der ELTERN Luises ist weder harmonisch, noch funktioniert sie, beide wirken eher als Nebendarsteller, immer zweifelnd, ob man sich nicht besser trennen sollte. Mutter Astrid (Besitzerin des Blumenladens Blütenrein) hat es ewig eilig, und ein Verhältnis mit dem Eisdielenbesitzer Alberto mit Vorliebe für klingende Namen seiner Produkte z.B. „Flammende Versuchung, Heißes Verlangen“. Vater Arzt und Aussteiger, lebt in dem Gefühl etwas verpasst zu haben, möchte die Welt sehen und geht dann auf Reisen. „Ein bisschen mehr Welt hereinlassen“. HUND ALASKA als Metapher für Schmerz (des Vaters eingekapselter, der so externalisiert werden soll laut. Dr. Maschke), Mischling irischer Wolfshund mit Pudel (wer kann sich darunter etwas vorstellen?) Die abergläubige ELSBETH, Kräuterhexe wohnt am Dorfende stellt u.a. Schneckensalbe her, die graue Haare wieder blond machen soll. FREDERIC, der Mönch aus dem Wald, konvertiert zum Buddhismus, lebt in einem Kloster in Japan. „Luise liebt einen Buddhisten, der nicht zölibatär in Japan lebt und uns in drei Wochen besucht“ S. 162 Die immer schlecht gelaunte, traurige MARLIES, deren Tante hat sich mit 92 Jahren erhängt hat, und Marlies fand, „da lohnte das Aufhängen auch nicht mehr“ S 56 Besonders gefallen hat uns: Der Ton der Erzählung ist bewusst dem Alter Luises und Zeitgeist der 80er Jahre angepasst. Beispielsweise die Pralinen Mon Cheri zum Geburtstag Selmas, „da die Füllung so entspannend sei“ 3. Teil des Buches Kapitel S 147 „Unendliche Weiten" Star-Treck-Serie (Raumschiff Enterprise), der Märchenwelt, Heinrich, der Wagen bricht S.279, Der Froschkönig, Detailliert wie nur Kinderaugen zu beobachten, registrieren,die Beschreibungen der „Anzugsordnung“ der traurigen Marlies, die die Farbe ihrer Unterhosen mit einem ausgeleierten Norwegerpullover kombiniert. Es mag manchen Leserinnen mitunter allzu viel des Guten sein, amüsiert jedoch durch die Bildhaftigkeit, die hängen bleibt. Es wurde kritisiert: Unstimmig: Luise ist 1 Jahr jünger als Martin und macht ihm die Hausaufgaben Fragwürdig: Die „Läuterung Palms, (Vater Martins), der nach dem Verlust des Sohnes vom Alkoholiker zum bibeltreuen Gläubigen. Der Hintergrund des Mönchs fehlt, er kommt aus dem nichts, Familie? Zu viele Wiederholungen, wiederkehrende Sätze und Szenen. Was hat uns besonders berührt: Das Wort/Ähnlichkeitsspiel mit Oma Selma, Optiker, Martin und Luise, S. 50, überhaupt, ihre Hingabe zu den Kindern Zitate: "Keiner ist alleine, solange er noch WIR sagen kann" (S. 287) "Wenn wir etwas anschauen", S. 162) "Martin erkannte einen jungen Braunbären der sich sowohl mit seiner Farbe als auch mit dem Westerwald vertan hatte". Frederic: "Du bist verschwommen, Luise" Der Roman endet mit der Entscheidung Luises, hinaus in die weite Welt zu treten. Geht gut aus, stimmig und nicht abrupt. Zum Buchtitel: "Wenn man etwas gut Beleuchtetes lange anschaut, und dann die Augen schließt, sieht man dasselbe vor dem inneren Auge nochmal als unbewegtes Nachbild, in dem das was eigentlich hell war, dunkel ist, und das was eigentlich dunkel war, hell erscheint." Prolog Seite 9 Fazit: Vergleich zu „Helle Tage“ ein Resilienz- und Mutmach-Buch, wir würden es verschenken, empfehlen.

  • Ina Westmann: Heute beissen die Fische n | Mysite

    Ina Westmann: Heute beissen die Fische nicht Klappentext: Eine Familie verbringt ihren Sommer auf einer abgelegenen Insel im finnischen Schärengarten. Vater, Mutter, Kind - Joel, Emma und Fanni.: Die Idylle könnte perfekt sein. Doch Emma, die Fotojournalistin ist oft und häufig in Krisengebieten unterwegs, wird von Kopfschmerzattacken und Halluzinationen geplagt: Treibt dort aus dem Nebel wirklich ein verlassenes Boot auf sie zu? Und sitzt da vorne auf dem Stein wirklich eine dunkelhäutige Frau und blickt aufs Meer? Oder sind es nur Erinnerungsfetzen an ein vergangenes Geschehen, das Emma bis in ihr Sommerrefugium verfolgt und droht, sie von sich selbst und ihren Liebsten zu entfremden? zum Autorin: Ina Westmann, geboren 1974, ist Schriftstellerin, renommierte Bloggerin und Kommunikationsmanagerin in der Verlagsbranche in Helsini. (Text Mare-Verlag) zum Buch: Genre: Roman, Belletristik, Drama Verlag: Mareverlag Übersetzer: Stefan Moster erschienen: 2021 Seitenzahl: 256 zu unseren Lesekreiserfahrungen:

  • Lesekreis-Erfahrungen Der gefrorene gefr | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Wie hat es uns gefallen: „Der gefrorene Fluss“ wurde von uns als ein gut zu lesender, insgesamt sehr unterhaltsamer Roman, der Kriminalhandlung und Sozialgeschichte geschickt miteinander verknüpft, beurteilt. Die dichte Atmosphäre, die moralischen Fragestellungen und die historische Verankerung machen das Buch von Beginn an zugänglich und zugleich inhaltlich gehaltvoll. Grundlage ist das reale Tagebuch der Hebamme Martha Ballard, deren Aufzeichnungen über mehr als 27 Jahre einen Einblick in das Leben im späten 18. Jahrhundert bieten. Im Zentrum steht Martha selbst: eine 54-jährige, hochqualifizierte autodidaktische Hebamme, deren Erfahrung und Autorität sich aus gelebter Praxis speisen. Was hat uns gefallen: Thematisch bleibt der Roman erschreckend aktuell. Fragen wie Victim Blaming, Amtsanmaßung oder Gatekeeping werden im historischen Kontext greifbar und lassen sich mühelos in die Gegenwart übertragen – etwa in Parallelen zur #MeToo-Debatte. Der Konflikt zwischen einflussreichen Männern und der Glaubwürdigkeit von Frauen, strukturelle Ungleichheiten vor Gericht sowie der Einfluss von Geld auf Rechtsprechung werden eindrücklich herausgearbeitet. Besonders stark ist das Motiv der „Schrift als Macht“: Marthas Tagebuch ist mehr als bloße Dokumentation, es wird zur zivilisatorischen Technik, die Erinnerung ordnet und als Gegenmacht zum Patriarchat fungiert. In einer Welt, in der weibliche Stimmen vor Gericht eingeschränkt sind, schafft das Schreiben eine Form von Autorität und Beweiskraft. Zitat: „Erinnerung ist eine böse Sache, die sich verzerrt und verdreht. Aber Papier und Tinte empfangen die Wahrheit ohne Emotionen und lesen sie ohne Parteilichkeit zurück." Auch die Darstellung von Wissenskonflikten überzeugt: Als erfahrene Hebamme widerspricht Martha einem studierten Arzt – ein Spannungsfeld, das bis heute in Medizin und Wissenschaft nachwirkt. Ergänzt wird dies durch Themen wie soziale Ungleichheit, Zugang zu Recht und die Fragilität von Wahrheit. Die Struktur des Romans ist klar: Tagebucheinträge geben Orientierung und vermitteln ein Gefühl für Zeit, Ort und die langen, entbehrungsreichen Winter. Shakespeare-Zitate eröffnen die Kapitel, jedoch ohne thematischen Bezug. Nebenbei entsteht ein lebendiges Bild des Gemeinschaftslebens, inklusive Dorfklatsch und sozialer Dynamiken. Hervorzuheben ist auch die ungewöhnliche Unterstützung, die Martha von ihrem Ehemann erfährt – ein bemerkenswerter Gegenentwurf zur sonst stark männerdominierten Gesellschaft. Kritisiert wurde: Der Roman wirkt auf uns stellenweise zu lang und ausschweifend, mit einer Tendenz zum Melodramatischen. Die Figur Martha erscheint mitunter einmischend, belehrend und selbstgerecht, was ihre Identifikation erschweren kann. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Sprache der Dialoge, die teilweise moderner wirkt, als es dem historischen Setting entspricht. Dadurch geht stellenweise Authentizität verloren. Das metaphorische Element der Füchsin als Symbolfigur – bleibt interpretativ offen und nicht vollständig überzeugend eingebunden. Fazit: Dennoch überwiegt der positive Gesamteindruck: Die klare Struktur durch Tagebucheinträge, die thematische Tiefe und die Verbindung von persönlichem Schicksal mit gesellschaftlichen Fragen tragen das Buch auch über seine Längen hinweg. Am Ende bleibt ein lesenswerter, Roman, der historische Stoffe mit aktuellen Debatten verknüpft – und damit noch lange nachwirkt.

  • Eve Harris: Die Hochzeit der Chani Kaufm | Mysite

    Klappentext: Eve Harris: Die Hochzeit der Chani Kaufman Chani Kaufman ist hübsch, intelligent und hat ihren eigenen Kopf – nicht die besten Voraussetzungen auf dem hartumkämpften jüdisch-orthodoxen Heiratsmarkt. Schon gar nicht, wenn ihr zukünftiger Ehemann Baruch Levy sein soll. Baruch wird bald in Jerusalem studieren und der erste Rabbi in einer Familie erfolgreicher Unternehmer sein. Sie haben sich dreimal gesehen, sie haben sich noch nie berührt, aber sie werden heiraten. Chaim Zilberman und Rebecca Reuben waren auch einmal Studenten in Jerusalem. Heute sind sie Rabbi und Rebbetzin Zilberman, angesehene Mitglieder der orthodoxen Gemeinde Londons. Aus Liebe hatte Rebecca in das streng geregelte Leben an der Seite eines Rabbis eingewilligt – Sneakers gegen Ballerinas, Jeans gegen bodenlange Röcke und den Wind in ihren langen Haaren gegen einen Scheitel getauscht. Vier Menschen auf der Suche nach ihrem Weg, zwischen Religion und vermeintlicher Freiheit. zur Autorin: Eve Harris, geboren 1973 in London... Wikipedia zum Buch: Genre: zeitgen. britische Literatur, Judentum Verlag: Diogenes Verlag erschienen: 2015 aus dem Englischen von Kathrin Bielfeldt Seitenzahl: 464

  • Wortwechsel | Mysite

    Im Angebot: Ich biete Ihnen Die einmalige Gelegenheit Ihre Worte einzutauschen! Sie abzugeben loszulassen loszuwerden, aufzuräumen auszumisten, Ihren Wortschatz aufzufrischen Wozu horten? Wozu einmotten? All die Worte, die Sie nicht mehr brauchen, die Sie langweilen, die Sie nicht mehr hören, sagen, denken können. Tauschen Sie diese gegen ein abgestaubtes, attraktives, anderes Wort. Greifen Sie zum Stift! Tauschen Sie ein Wort! Anne Boland Wortwechsel Liebe Lesekreis-Teilnehmerinnen, ich freue mich auf unseren regen Austausch morgen! Zeit für unsere Muse, einmal die allesumfassende Corona-Problematik ein Stückchen "aussen vor" zu lassen - spontan fielen mir zum Eintauschen due folgenden Wörter ein ;-): Lockdown Pandemie Corona-Hotspots Inzidenz Reproduktionszahl Gerne nehme ich noch Vorschläge entgegen! Die Gute Nachricht: Es wird ein Lichtschein sein, am Ende des Tunnels, wie im Foto der Altschlossfelsen bei Pirmasens! Leichtigkeit Vertrauen Vereinigung Optimismus Lichtblick

  • Klaus Cäsar Zehrer: Das Genie | Mysite

    Klaus Cäsar Zehrer: Das Genie Klappentext: Boston, 1910. Der elfjährige William James Sidis wird von der amerikanischen Presse als”Wunderjunge von Harvard“gefeiert. Sein Vater Boris, ein bekannter Psychologe mit dem brennenden Ehrgeiz, die Welt durch Bildung zu verbessern, triumphiert. Er hat William von Geburt an mit einem speziellen Lernprogramm trainiert. Durch Anwendung der Sidis-Methode könnten alle Kinder die gleichen Fähigkeiten entwickeln wie sein Sohn, behauptet er. Doch als William erwachsen wird, bricht er mit seinen Eltern und seiner Vergangenheit. Er weigert sich, seine Intelligenz einer Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, die von Ausbeutung, Profitsucht und Militärgewalt beherrscht wird. Stattdessen versucht er, sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten - mit aller Konsequenz. zum Autor: Klaus Cäsar Zehrer, deutscher Autor geboren in Schwabach 1969 Studium für angewandte Literaturwissenschaften an der Universität Lüneburg; war Praktikant in der Redaktion der Satirezeitschrift Titanic und erhielt 2002 an der Universität Bremen mit der Dissertation "Dialektik der Satire" Promotion. Das Genie wurde 2017 als Romanbiographie über das Leben des Genies William James Sidis veröffentlicht,, Z. lebt in Berlin als freier Autor Herausgeber und Übersetzer. Quelle: Wikipedia Klick hier: Erfahrungen in unserem Lesekreis: Kontext und Zeitgeist: USA zur Jahrhundertwende und im 1. Und 2. Weltkrieg Protagonisten und Themen: 2 Erzählungen, die der Eltern Sarah und Boris Sidis, und die des Genies William James Sidis Problematische Geschichte der Eltern: Boris , im Lesekreis als Großkotz bezeichnet ;-), exzentrisch, mit Trauma und Traum: Er ist seelisch geschädigt durch 2 Jahre Isolationshaft in Russland, weshalb er mit seinen letzten finanziellen Mitteln nach Amerika emigriert. Sein Denken ist pragmatisch, „Das einzige Vermögen, das einem keiner stehlen kann, ist jenes, das man im Kopf hat“ „Das menschliche Geschlecht, der erstarrte Homosapiens wird wieder radikal verändert werden und wir unter seinen eigenen Händen zum Objekt der kompliziertesten Methoden künstlicher Auslese und psychologischer Trainierung werden. Der Mensch wird unvergleichlich stärker klüger feiner werden. Der menschliche Durchschnitt wird sich bis zum Niveau eines Aristoteles, Goethe, Marx erheben“ S 528 von Billie zitiert Er erscheint frauenverachtend, das 2. Kind, vielleicht weil eine Tochter, wird als nicht intelligent genug wahrgenommen um der Begabtenförderung würdig zu sein. Die Mutter schließt sich dem an, findet eine weitere Anwendung der Sidis-Erziehungsmethode in diesem Fall doch als zu anstrengend. Sarah , sehr ehrgeizig, materiell orientiert, promoviert zwar während der Ehe in Medizin, praktiziert jedoch nicht und unterstützt ohne eigenes Engagement Boris voll und ganz in seiner „Unterrichtsmethode“, wenn auch bei ihr manchmal leise Zweifel nagen. Über den Tod ihres Sohnes hinaus wendet sie sich nach dem Bruch nicht mehr ihm zu. Billy: Erziehung und „Förderung“ Die sogenannte frühkindliche Erziehung eine Form von Missbrauch; Ergebnis: bei Billy fällt das Fehlen der kognitiven Fähigkeiten auf. Er ist sozial zurückgeblieben und ihm fehlt es an Empathie. Einzig im Versteckspiel mit der jüngeren Schwester – wird ihm erstmals der Perspektivwechsel möglich, WER BIN ICH , wie nehmen mich die anderen wahr, und möchte gefunden werden…oder NICHT GESEHEN WERDEN? (Entzug von der Autorität der Eltern/des Vaters), ist begeistert vom Spiel… Rolle der Medien bei Erfolg, bzw. Misserfolg: Vom Wunderkind zum Loser Billy, von der Presse verfolgt, von den Eltern als Projekt betrachtet, wird zum Experiment gemacht, sehnt sich als Jugendlicher nach Normalität und Anonymität in der Verzweiflung „irgendwie anders „ zu sein. Als Erwachsener wird die Negativ-Bilanz publiziert, dass er sich für wenige Dollar die Stunde für Büroarbeiten verkaufte. Sehr berührend ist für den Leser der ethische Entschluss Billies, überzeugter Pazifist, in die „Loser-Büroarbeit“ zu gehen und nicht mehr in der Wissenschaft zu bleiben „ich darf mein Wissen nicht weitergeben, damit es nicht missbraucht wird“ (Militärische Nutzbarkeit). – seit Anbeginn wird hier die Janusköpfigkeit der Wissenschaft thematisiert. – Als Weg in die Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung und versuchte Freiheit empfindet er vermutlich die Straßenbahnfahrten, das Schienennetz. “ …von einer Straßenbahn in die nächste, von einer Stadt zur anderen, durchs ganze Land, die ganze Welt, immer der Nase nach. Was, wenn nicht das, war Freiheit?“ #270 Fiktives Denkmal, vor Billies geistigem Auge: „An dieser Stelle erlangte am 28. Oktober 1923 um 1608 William James im Alter von 25 Jahren Sidis und … Monaten und …Tagen Normalität“ #485 Ich möcht‘ einmal ein anderer werden, wie ein anderer solcher geworden ist…(Peter Handke) Das unglückliche, aber stimmige Ende: „..und er wurde ein Teil des Ganzen und schwebte in Helligkeit und sein Leib war ohne Gewicht und sein Geist ohne Qual und Leiden.“ Er war frei. Der Schreibstil Der Schreibstil ist kalkulierend kühl, ohne Wärme für die Protagonisten und spiegelt somit die Erziehungsmethode. Bei manchen werden atmosphärische Bilder vermisst. Teilweise humoristisch erzählt, mit wenn auch traurigem Amüsement. Vergleich mit Kaspar Hauser - Peter Handkes Stück über die „Dressur des Menschen durch Sprache und Sprachregeln“ Fazit Wurde der Autismus hier anerzogen? Ergebnis der Erziehungsmethode: die emotionale Vereinsamung und sein fehlendes Selbstwertgefühl „…und als er glaubte, den Impfstoffe gegen die Dummheit entdeckt zu haben, nämlich seine Erziehungsmethode…und was für eine Ernüchterung ja Verbitterung als sich im weiteren Testverlauf (des Sohns) Komplikationen einstellten. und William hatte es vermasselt. Andererseits: Hatte ein Vater das Recht, sein Kind zur Überprüfung seiner Theorien zu missbrauchen? Und nebenbei: Wäre die Welt besser geworden, wenn sich die Sidis-Methode flächendeckend durchgesetzt hätte? Wenn die Universitäten voll mit Zehnjährigen wären „ Auf einmal fiel William so viel ein, worüber er gerne mit seinem Vater diskutiert hätte. Er wollte ihm sagen, wie sehr er bedauerte, ihn enttäuscht zu haben.“ #488- 489 Der Roman wirkt auf uns faszinierend, schockierend und teilweise verstörend, tragisch und erschütternd. Im wahrsten Sinne des Wortes keine leichte Lektüre, so auch ob der 656 Seiten

  • Lesekreis-Erfahrungen Umlaufbahnen | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Umlaufbahnen von Samantha Harvey Der Klappentext des Romans ist die Handlung, der Plot. Beschrieben wird ein Erden-Tag an Bord des Raumschiffs, mit einer multinationalen Raumfahrer Crew. 400 Kilometer über der Erde umkreisen sie diese, mit 16 Sonnenauf-, und 16 -untergängen. Die Crew besteht aus sechs Menschen, zwei Frauen, Nell und Chie, Nell ist Engländerin und Chie Japanerin. Die 4 Männer sind zwei russische Kosmonauten, Anton und Roman, ein Italiener Pietro, und ein US-Amerikaner. …und für Forschungszwecke sind 40 Mäuse „Der gesamte Globus ist unter ihnen vorbeigerollt und wird weiter vorbeirollen.“ Der Tag ist bestimmt von der Routine der Aufgaben, wie Untersuchungen und Dokumentationen für ihren Forschungsbereich: Mikrobiologische Forschung / Gesundheitsüberwachung; biologische Experimente zu Pflanzen- und Tierentwicklung in Schwerelosigkeit. Wie hat es uns gefallen: Als Roter Faden des Romans wird der Taifun angesehen, der sich über den Westpazifik Richtung Indonesien und die Philippinen schiebt.. „Ein dramenloses Buch“, die Kosmonauten sind lediglich Beobachter, verstehen sich als „Frühwarnsysteme“, schicken ihre Fotos. „Sie haben keine Macht über den Sturm- sie haben nur ihre Kameras und das Privileg eines besorgten ersten Blicks auf seine sich zusammenbrauende Pracht.“ Die Poesie der Sprache und die Liebe zur Erde klingt immer wieder an: „Erde – Ihre Schönheit hallt wider – ihre Schönheit ist ihr Widerhall, ihre klingende singende Leichtigkeit (….) Sie ist aus Stein, wirkt von hier aus aber, als wäre sie aus Licht und Äther erschaffen“. „Gedanken über die Fragilität der Erde, eine Mutter, die auf die Rückkehr ihrer Kinder wartet, voller Geschichten und Verzückung und Sehnsucht." Die farbensatte Darstellung des Blicks aus dem All ist sehr beeindruckend: „Und dann dieser erste verblüffende Anblick der Erde, ein großer Brocken Turmalin, nein eine Zuckermelone, ein Auge, eine lila weiß magenta orange.mandel.mauve-farbende zerbeulte reliefreiche Pracht. „ Teilweise wurde das Buch nicht nur als ruhig, sondern auch als beruhigend, kontemplativ und meditativ wahrgenommen. Gleichzeitig wurden die Gespräche der Kosmonauten von einigen als zu oberflächlich und wenig sinnstiftend bewertet, die Einschätzungen waren unterschiedlich. Dieser Eindruck steht vermutlich im Zusammenhang mit den besonderen Lebensbedingungen im All. Enge und Gleichförmigkeit prägen den Alltag, Rückzugsräume existieren kaum, und nahezu alles geschieht unter den Augen der anderen. Entsprechend zurückgenommen wirken die Emotionen der Raumfahrer. Die Kommunikation kreist daher häufig um die Banalitäten des Alltags – etwa um kulturell geprägte Ernährungspräferenzen oder die Aufrechterhaltung der körperlichen Fitness durch Training. So beispielsweise auch die Fürsorge um die seelische Balance der Crew : S. 121: „Für das Gleichgewicht ist es besser, nicht die Nachrichten zu verfolgen“. Sie befinden sich im Spannungsfeld zwischen Isolation und Verbundenheit : Seite 7: „ So einsam sind sie in ihrem um die Erde kreisenden Raumschiff, und gleichzeitig einander so nah, dass ihre Gedanken, ihre individuellen Mythologien zusammenfinden“ die Erfahrung von Einsamkeit und Nähe zugleich. „Die Astronauten kreisen endlos im All, von Erde und der Menschheit getrennt. Alles scheint aus der kosmischen Distanz bedeutungslos.“ Was hat uns gestört: Die detaillierte Aufzählung der überflogenen Orte wirkte teilweise sehr umfangreich und erinnerte stellenweise an eine kleine Geografie Stunde. Was hat uns besonders berührt: Die Zurückhaltung und Kontrolle der Emotionen in diesem „Mini-Universum“. Chie, die die Nachricht vom Tod ihrer Mutter während der Mission erhält. Pietro, der sich um den Taifun sorgt, da er mit einem philippinischen Fischer und seiner Familie befreundet ist. „Unsere Leben hier sind unbeschreiblich banal und bedeutsam zugleich. Monoton und gleichzeitig noch nie dagewesen. Wir sind wichtig und völlig unwichtig“ Die Perspektiven: S. 123:“ Aus ihrer Perspektive ist der Einfluss der Politik so offensichtlich, (…….) Langsam erkennen sie die Politik des Hungers, …..des Wachstum und Erwerbs….. (….) Der Planet ist von der schier unglaublichen Kraft des menschlichen Verlangens geformt, die alles verändert hat : Die Wälder, die Pole, die Wasserspeicher, die Gletscher die Flüsse die Meere die Berge, die Küstenlinien, die Himmel, (…..).“ „“Willkommen im Spiegellabyrinth des menschlichen Lebens.“ Angeregt durch die Frage, um wen es auf der Postkarte von Velázquez’ Las Meninas, die Pietro bei sich trägt, eigentlich geht und wer hier wen betrachtet, entscheidet sich Pietro für den Hund. …. „Ein Tier, umgeben von der Wunderlichkeit der Menschen(….)..mit ihren Posen, seltsamen Manschetten und Rüschen, den Spiegeln. (…) all die Wege die sie finden keine Tiere zu sein“(….) gefangen in einem Netz aus Eitelkeiten“. Philosophie der Evolution, in der wir glauben, wir sind die großartigen geniale Wesen. 😉 Gespräch Shaun / Pietro: S. 172 „Shaun: in dieser neuen Ära der Raumfahrt, wie schreiben wir die Zukunft der Menschheit? Die Zukunft der Menschheit? fragt Pietro. Jep. Wie schreiben wir sie? Mit dem vergoldeten Füller von Milliardären würde ich sagen. „ S.175: „Mehr steckt nicht hinter dem großen menschlichen Streben, den Weltraum zu erkunden, denkt er. Tiere, die auf der Suche nach neuem Lebensraum auf Wanderung gehen.“(……)„Vielleicht sind wir die neuen Dinosaurier und müssen uns in Acht nehmen.“ - nur schön: S.174: „wie schreiben wir die Zukunft der Menschheit? Wir schreiben gar nichts, sie schreibt uns. Wir sind vom Wind aufgewirbeltes Laub. Wir denken, wir wären der Wind, aber wir sind nur die Blätter“. Fazit: Als Protagonistin wurde von uns die Erde „gekürt“. ;-) In fast jedem Satz spürt man die Verbundenheit und Empathie der Autorin mit der Erde.

  • Lesekreis-Erfahrungen Verbrenn all mei. | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Alex Schulman: Verbrenn all meine Briefe Der Roman erzeugte in unserem Lesekreis gemischte Gefühle. Die Charaktere von Olof und Sven wurden als sehr extrem in ihren Persönlichkeiten erlebt und die Aufarbeitung familiärer Konflikte wurden als beklemmend empfunden. Unter dem Gesichtspunkt der transgenerationalen Weitergabe von Traumata aber auch als wichtig und fesselnd. Wie im Klappentext angekündigt, untersucht er seine historischen Wurzeln. Es ist kein Wohlfühl-Buch. Manchen wirkt es ein wenig zu aufgesetzt. Seite 158 der Autor: „Ich bin der allwissende Leser“ (der Briefe), „der weiß, wie es ausgehen wird.“ Und: Wir konnten keinen Sympathie-Träger küren 😉Der Roman wirkt auf uns stark und intensiv. Die Personen der Dreiecksbeziehung: Olof (*1911 - +2002) zu schwärmerisch, seine Texte oft sehr sentimental, schicksalsschwer Seite 156: „..das Tagebuch eines Todgeweihten…“ …(…..) Ein langsamer Weg in den Wahn…. 157: … "dass sie die Zeit hier vergoldet“ Seite 177 „sie schlafen miteinander, (…)…er spricht von verschmelzen“ Sven (*1905 – +1996) ist ein Egomane und Narzisst Verfasst Moralische Schriften über die Rolle der Frau – ein Despot, der nach einer überstandenen TB immer noch glaubte, bei jeder Krankheit auf dem Sterbebett zu liegen. „Im Sommer 1932 verlor ich den Glauben an die Menschheit“ . – wurde ich Opfer eines sexuellen Übergriffs“ - Den Gipfel des Narzissmus und seines Höhenflugs leistet sich Sven mit dieser Aussage. Unerträglich, einen Betrug gleichzusetzen mit dem Leid, das Opfer von Vergewaltigungen erfahren müssen. Karin (*1907 – +2003) Seite 212 „Mit Olof braucht sie nicht darüber nachzudenken, wie sie sich benimmt“ Seite 154: „Jeder Streit endet damit, dass er mich Hure nennt“. ….“Weil ich ein loses Frauenzimmer bin. Ich bin unrein.“ Die Darstellung von Karins Geschichte und ihr Umgang mit den gesellschaftlichen Erwartungen ist besonders berührend und kontrovers. Wir diskutierten: Als unverständlich wurde die Ambivalenz zwischen Karin, eine „gestandenen Frau“ mit Erfahrung und Intellekt, die sich auf ein Heimchen am Herd degradieren lässt, und verschüchtert bleibt, empfunden. Die Gruppe ist sich einig, dass das Geburtsjahr (1907) wahrscheinlich eine große Rolle gespielt hat, und zur Stigmatisierung einer geschiedenen Frau geführt hätte. Es wäre ihr vermutlich nicht möglich gewesen, mit Ihrer Stelle als Übersetzerin ihren Lebensunterhalt autark zu bestreiten, da sie vermutlich unter fadenscheinigen Ausreden abgewiesen worden wäre. Gibt es ein Familienkarma, das einen Teil der Familien-Geschichte weiterreicht? Wie können wir uns befreien? Die Aufarbeitungstechnik in der Familienaufstellung Wir fanden besonders bewegend: Eine der schlimmsten Szenen des Buches, ist Svens öffentliche Lesung der Abtreibung aus Karins vorehelicher Beziehung. Entwürdigung und Enttäuschung sind nicht ausdrucksstark genug, um die Meinung der Gruppe wiederzugeben. Seite 196 -199: „Brandschrift über den Verfall der Sexualmoral“. Einen Markstein der Resignation setzt die Situation nach dem „Autounfall, eher Mordversuch, der ein erweiterter Suizid war. Seite 40 , ein Mordversuch oder erweiterter Suizid …“nirgendwo in seinem Buch oder wenn er davon erzählte, erwähnte er, dass meine Großmutter auch mit im Auto gesessen hatte…..(…).. ihr Gesicht hatte Feuer gefangen, sie erlitt Brandwunden 3. Grades an Brust und Hals….“ Seite 266: Sind wir uns einig? Fazit: Insgesamt war der Roman eine intensive und tiefgründige Lektüre, eine Anregung für den Leser zum Nachdenken über die Auswirkungen vergangener Traumata auf die Gegenwart. Es steht schon auf Seite 40: „ Und das Gift wirkte über Generationen fort. Wir lernten alle, einander zu hassen. Jedoch: Bleiben SIE Positiv!!! 😉

  • Lesekreis-Erfahrungen Maifliegenzeit | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Wie hat es uns gefallen: Unsere zentrale Beobachtung war, dass das Motiv des Angelns weit über eine Freizeitbeschäftigung hinausgeht und zum eigentlichen Strukturmodell des Romans wird. Besonders intensiv wurde wahrgenommen, dass sich Beziehungen, Erinnerung und Wahrheitssuche weniger in direkten Gesprächen, als in stillen, tastenden Bewegungen entfalten. Der Lesekreis deutete das Angeln deshalb als einen Kommunikationsraum ohne direkten Sprachzwang. Gerade weil die Familiengeschichte — insbesondere Tod, Verlust und DDR-Vergangenheit — sprachlich blockiert ist, ermöglicht das gemeinsame Tun eine andere Form von Beziehung. Das Wasser „trägt“ dabei symbolisch das, was nicht ausgesprochen werden kann. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Angelmotive nicht konstruiert wirken. Der Autor schreibt mit erkennbarer Sachkenntnis bzw. gelebter Erfahrung über: Fischarten, Gewässer, Angeltechniken und die Beobachtungen der Natur. Was hat uns gefallen: Der zurückhaltende Stil Jüglers wird als angenehm und sehr passend empfunden. Die Wahrheit im Roman wird eher „erspürt“ als eindeutig erkannt. Das gemeinsame Angeln als Form von Nähe, ohne Sprache, kein „peinliches Schweigen“, ist sehr versöhnlich. Dieses vereinigt: Erinnerung und Wahrheitssuche Sprachlosigkeit innerhalb der Familie Generationenbeziehungen Naturerfahrung und Trauerarbeit sowie die Frage, wie verdrängte Geschichte überhaupt erzählbar wird. Die Figuren gewinnen keine vollständige Wahrheit. Wie beim Angeln bleiben Wahrnehmung und Erkenntnis unsicher, tastend und bruchstückhaft. Angeln als Vater–Sohn-Raum: Nähe im Schweigen Die wichtigsten Momente zwischen Hans, dem Ich-Erzähler und Vater entstehen häufig beim gemeinsamen Angeln: Beide sitzen nebeneinander und schauen aufs Wasser, Gespräche bleiben knapp oder ausweichend. Dennoch entsteht eine Form von Nähe und vorsichtiger Verständigung. Oberfläche und Tiefe: Das Wasser als Wahrheitsraum Ein wiederkehrendes Motiv ist der Blick auf Wasseroberflächen, Spiegelungen, das Unsichtbare darunter. Damit lässt sich verbinden: Oberfläche - Tiefe offizielle Versionen - verdrängte Wahrheit Familienerzählungen - Schuld und Trauma scheinbare Ordnung - verborgene Gewalt Das Angeln wurde daher als Bewegung „unter die Oberfläche“ verstanden. Der Fisch ist nicht sichtbar — man spürt nur einen Zug. Der „Biss“: dieWahrheit als Erschütterung: Besonders interessant war die Diskussion über den Moment des „Bisses“. Im Roman erscheint dieser nicht als Triumph, sondern als: kurzer Kontakt, intensive Irritation, Kampf mit etwas Unkontrollierbarem. Übertragen bedeutet dies: Die Wahrheit bringt keine Erlösung, die Erkenntnis bleibt verstörend. Natur als Gegenwelt zur Geschichte Die Seen und Flüsse wirken oft ruhig, zeitlos, zyklisch. Dem gegenüber stehen politische Gewalt, familiäre Traumata, DDR-Geschichte, Schuld und Vertuschung. Im Lesekreis wurde diskutiert, dass die Natur die Vergangenheit nicht heilt, aber einen Raum schafft, in dem Schmerz überhaupt ausgehalten werden kann. Das Angeln stabilisiert die Figuren rhythmisch: Warten, Beobachten und Wiederholung schaffen Halt in biografischen Krisen. Leitmotiv der Eintagsfliege / Maifliege Mehrere Teilnehmer*innen sahen in der Eintagsfliege bzw. Maifliege ein zentrales Symbol für: Vergänglichkeit Geburt und Tod die Kürze menschlichen Lebens Die Fliege verbindet zudem Naturbeobachtung und existenzielle Fragilität. Interessant erschien dem Lesekreis auch die Doppelbewegung: Die Maifliege lebt extrem kurz. Gleichzeitig kehrt ihr Zyklus immer wieder. Dadurch entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen individueller Endlichkeit und natürlicher Wiederholung. Offene Fragen im Lesekreis: Was wussten die Adoptiveltern tatsächlich? Wer verdrängte bewusst etwas — und wer nicht? Wieviel Wahrheit ist überhaupt rekonstruierbar? Besonders berührende Szenen: Mehrere Teilnehmer*innen nannten hier die Szene mit Hans auf dem Friedhof, als er das Grab seines Kindes selbst aushebt, wurde als Ausdruck äußerster Verzweiflung und existenzieller Einsamkeit wahrgenommen. Die anhaltende Ungewissheit der innerlich destabilisierten Katrin wurde als emotional unerträglich erlebt. Weitere Assoziationen: Diskutiert wurde auch ein möglicher Vergleich zwischen gesellschaftlichen Systemen und verschiedenen Fischarten: Raubfische, Bodenfische, Barben, versteckt lebende Arten. Die Idee dahinter: Gesellschaftliche Strukturen folgen unterschiedlichen Formen von Macht, Anpassung und Überleben — ähnlich wie ökologische Systeme im Wasser. Fazit: Am Ende der Diskussion verdichtete sich die Beobachtung, dass der Erzähler selbst wie ein Angler arbeitet. Er „wirft aus“ verfolgt Spuren wartet registriert kleinste Bewegungen zieht vorsichtig Verborgenes ans Licht Aber: Er erhält nie „den ganzen Fisch“, also niemals die vollständige Wahrheit. Zum Ende ein wunderschöner Satz, mit dem der Roman beginnt: „Wo die Ungewissheit endet, sagte mein Vater vor langer Zeit einmal, beginnt das Träumen.“ Wir finden diesen Roman ausgesprochen lesenswert und können ihn mit voller Überzeugung empfehlen!

  • Ewald Arenz: Der große Sommer | Mysite

    Ewald Arenz: Der grosse Sommer Klappentext: Als erwachsener Mann läuft Frieder über einen Friedhof. Während er nach einem bestimmten Grab sucht, erinnert er den Sommer, der ihn für immer geprägt hat. Die Aussicht, sich bei seinem unnahbaren Großvater auf die Nachprüfungen vorbereiten zu müssen, findet Frieder niederschmetternd. Doch dann kommt alles anders als erwartet. Er verbringt die Wochen nicht eingesperrt in einer Lehrstube. Vielmehr erlebt Frieder mit Beate die erste große Liebe, mit all den aufregenden und verunsichernden Momenten, die dazugehören. Er erfährt von der komplizierten und dennoch beglückenden Liebe seiner Großeltern. Er genießt unbeschwerte Tage im Schwimmbad, die tiefe Verbundenheit mit seiner Schwester Alma und seinem besten Freund Johann. Zugleich gerät er in Situationen, in denen er lernt, was es heißt, wahrhaftig ein Freund zu sein - und das nicht zuletzt durch den Großvater. Frieder ahnt, dass es ein Sommer ist, wie es vermutlich keinen zweiten mehr für ihn geben wird. zum Autor: Ewald Arenz, 1965 in Nürnberg geboren... Quelle Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: Coming of Age - Roman Verlag: DuMont Buchverlag erschienen: 2021 Seitenzahl: 316 Der große Sommer ist ein Coming-of age Roman des Schriftstellers und Pädagogen Ewald Arenz über die Entwicklung, Gefühle und Erlebnisse eines zeichenhaften Sommers. Es geht um Liebe, Vertrauen, Respekt und Trauer. Wie immer, manchmal auch nicht 😉 erzählt schon der Klappentext vom Grundgerüst, wie hier: der Teenager Frieder, 16-jährig, darf nach schlechten Leistungen in der Schule, nicht mit in den Familienurlaub. Beim strengen Großvater soll er sich auf die Nachprüfung der Schule vorbereiten, um nicht noch einmal eine Klasse zu wiederholen. Seite 61: „Klar. Der Großvater freute sich auf mich. Wie ein Löwe sich auf eine Antilope freut.“ Wie hat uns das Buch gefallen? Lebendig, intensiv und sehr amüsant erzählt der Autor Frieders Geschichte als Erwachsener Ich-Erzähler. Die eigene Erinnerungen spiegeln sich, beim „Abtauchen“ ins Buch, es tauchen Gefühle aus der eigenen Jugend wieder auf, des Jungseins, der Unbezwingbarkeit ( du kannst alles , du musst es nur wagen). Ein Stück dieser Empfindungen hallt nach. Beispielgebend hierfür der Schauplatz Schwimmbad, der Sprung ins Wasser vom „7 ein Halber“ , Seite 122 Was hat nicht gefallen? Unsere Lesegruppe stellt den geschilderten Unterrichtsstil in Frage, ist der Meinung, dass dieser nicht in die 80er Jahre passt. Was hat uns gefallen? Sehr schön dargestellt fanden wir die Gegensätze der familiären Situation von Beate und Friedrich: Beate ist Einzelkind, die Mutter alleinerziehend und finanziell nicht auf Rosen gebettet, Frieder dagegen eines von 6 Geschwistern, ohne Geldprobleme je zu spüren bekommen zu haben. Die innige Bindung Kleeblatts Frieder, Beate, Alma und Johann, der Zusammenhalt spürbar gut beschrieben. Seite 33: „Das war das Schönste zwischen uns“-- Auch die Großeltern Frieders bilden ein interessantes Paar, Nana musste mit der Tochter (Frieders Mutter) fliehen, der Opa ist sein Stief-Großvater. Seite 78: „Konnte so ein Mann wie der Großvater lieben?..“. und die Entwicklungsphasen 😉 Seite 158: “Ich hätte nie gedacht, dass Großvater einer war, er irgendetwas sammelt.“ Als der Bagger demoliert war… Auf Opa ist Verlass" Seite 282: „…keine Ahnung, ob ich ihn verdiente“ (diesen Großvater). „Aber irgendwie glaubte ich nicht, dass viele einen… so klugen Großvater hatten.“ Familienbande… Seite 18: „Für meine Freunde waren wir sowieso immer ein Zoo (6 Kinder, 2 Katzen, 2 Hunde)“ Seite 57: „Ich mochte meinen Vater. Er war super, wenn ich meine Freunde mit meiner skurrilwen Familie beeindrucken wollte. Ganz anders als meine Mutter erlaubte er einfach alles.“ Seite 301: "..eine plötzliche heiße Welle der Dankbarkeit flutete in mir hoch. Ich hatte so eine coole Familie .“ Am meisten hat uns berührt: Seite 310: Die Szene des Abschieds von Frieders Ferien bei den Großeltern: „Als ich auf den Balkon hinausging, um ihnen von hier aus gute Nacht zu sagen, sah ich, dass sie nebeneinander saßen. (…… )Sie hielten sich an den Händen.“ Lieblingszitate: Nana Seite 65:“Vor allem habe ich mich dann in Walther verliebt. In unserer Familie, Frieder, ist Liebe immer beides zugleich. Das größte Glück und die größte Katastrophe. – Super Neuigkeiten. Ich hoffe, das überspringt mal eine Generation, sagte ich.“ Großvater beim Essen: „Verliebtheit ist eine temporäre Hormonvergiftung Meist heilt sie von selbst wieder ab. Bist du fertig?“ Fazit: Ein Roman mit Sehnsucht nach Sommer, Nostalgie nicht ausgeschlossen, so anrührend! „Er würde vorbeigehen, aber jetzt war SOMMER " (Seite 111) unsere Lesekreis-Erfahrungen:

  • Susanne Abel: Stay away from Gretchen | Mysite

    Susanne Abel: Stay away from Gretchen Klappentext: Eine große Liebe in dunklen Zeiten. Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die immer mehr vergisst. Was anfangs ärgerlich für sein scheinbar so perfektes Leben ist, wird unerwartet zu einem Geschenk zur Autorin: Susanne Abel, 1971 im badischen Dorf (Kork) an der französischen Grenze geboren.... Quelle Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: Erzählende Romanliteratur erschienen im: DTV Verlag herausgegeben: 2021 Seitenzahl: 528 unsere Lesekreis-Erfahrungen: Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten – Zitat August Bebel im Roman Zur Story : Die Geschichte der 84-jährigen Greta, die an Alzheimer leidet, und ihrem Sohn Thomas genannt Tom, der nun erfährt, warum seine Mutter während seiner Kindheit nicht so für ihn da war, wie er sich das erhofft, gewünscht hätte, sie oft in Psychiatrischen Kliniken behandelt wurde. Susanne Abel erzählt hier eine Seite der Nachkriegsgeschichte, die weniger in der Öffentlichkeit verbreitet wurde, und dennoch nicht weniger erschütternd ist. Es sind 2 Erzählstränge vorhanden: die Geschichte Greta (Gretchens) 1931 geboren, ihre Kindheit bis in die 50er Jahre, Drittes Reich, Zweiter Weltkrieg und die Flucht. In der Zeit zwischen 1948 und 1955 kamen zirka 4800 sog. „Brown Babys“ auf die Welt, Kinder deutscher Mütter und Afro-Amerikaner. Sie wurden diskriminiert und schikaniert, von der deutschen Bevölkerung, sowie dem amerikanischen Militär. Nicht selten wurden sie zwecks Adoption in die USA gebracht. Und die des 45-jährigen Journalisten Thomas (Tom), Sohn von Greta, die in 2015 spielt, er lebt als Nachrichtensprecher und Korrespondent in Köln. Wie hat es uns gefallen: Der Roman lässt sich rasch und flüssig lesen. Wenn auch sprachlich nicht einwandfrei, gelingt es Susanne Abel ihre Leser*innen emotional absolut in Bann zu ziehen, dergestalt mitzunehmen, dass es schwerfällt, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Wir sind uns einig: Ein echter „Page Turner“ eben ;-) Was hat uns gefallen: Das Brückenschlagen der Chronik, die Dramen der Menschen, die im 2. Weltkrieg flohen, mit denen die aus Afghanistan und Syrien 2015 auf der Flucht waren. „ich will kein Flüchtling mehr sein“ Seite 156 - Vergleich Dinah Nayeri, „Der undankbare Flüchtling“ Welche Figuren, Charaktere standen uns am nächsten: Am besten gefallen hat uns die Beschreibung des Charakters Gretas. Ihr Mut, die Keckheit, ihr Wille und Galgenhumor als Heranwachsende und blutjunge Frau sind sehr gut herausgearbeitet. Auch die intuitive Schlagfertigkeit Gretchens, die sie sich in Anbetracht ihrer Demenz erhalten hat, ist schön ausgeführt. Am meisten berührt: In diesem emotionsgeladenen Roman ist es schwierig, die Ereignisse zu evaluieren. Besonders bewegend fanden wir die Szene, als der geliebte Vater völlig verändert endlich nachhause kommt. Vergleich Wolfgang Borcherts, „Draußen vor der Tür“ Auch der Sorgerechtsentzug von Marie, der kleinen Tochter Gretchens mit 4 Jahren. „Opa schlug ihr die aktuelle Ausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung hin…Überschrift: Start in ein neues Leben- Acht Mischlingskinder auf dem Weg in eine glückliche Zukunft“ Nicht gefallen: Der Charakter Thomas‘ kommt in der Gruppe nicht gut an, zu sehr Macho, Lebemann mit Alkoholexzessen, Freizeitallüren. Ebenso die Flapsigkeit der Sprache, „Jesus-Verschnitt, Gas- Wasser- Scheiß-Heini“ findet keine Begeisterung. Die Ernsthaftigkeit bzw. Langlebigkeit des Verhältnisses von Jenny und ihm wird von der Gruppe angezweifelt. Viele Szenen scheinen unseren Teilnehmerinnen zu kurz angerissen, eventuell auch von der „Kultur des Schweigens“ der Nachkriegszeit herrührend. Fazit: Ein Roman, der viel Anlass zu Gesprächen und Diskussionen bietet und niemanden kalt lässt. – Wir würden es verschenken 😉

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