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  • Daniel Glattauer: Die spürst du nicht | Mysite

    Daniel Glattauer: Die spürst du nicht Klappentext: Die Binders und die Strobl-Marineks gönnen sich einen exklusiven Urlaub in der Toskana. Tochter Sophie Luise, 14, durfte gegen die Langeweile ihre Schulfreundin Aayana mitnehmen, ein Flüchtlingskind aus Somalia. Kaum hat man sich mit Prosecco und Antipasti in Ferienlaune gechillt, kommt es zur Katastrophe. Was ist ein Menschenleben wert? zum Autor: Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien,... Wikipedia zum Buch: zu unseren Lesekreiserfahrungen: Genre: Gegenwartsliteratur, Drama, Fiktion Verlag: Paul Zsolnay erschienen: 2023 Seitenzahl: 303

  • Alex Schulman: Verbrenn all meine Briefe | Mysite

    Klappentext: Alex Schulman: Verbrenn all meine Briefe Sommer 1932: Die 24-jährige Karin verliebt sich in den jungen Schriftsteller Olof. Aber es gibt ein Problem: Karin ist mit Sven verheiratet, einem stürmischen, hochrangigen Schriftsteller mit einer grausamen Ader. Wird sie es wagen, ihren Mann zu verlassen und ein anderes Leben mit ihrer neu entdeckten Liebe zu beginnen? 68 Jahre später fragt sich Karins Enkel Alex, warum er so eine tiefe Wut in sich trägt; eine Wut, die seinen Kindern Angst macht und eine Kluft zwischen ihm und seiner Frau schafft. Auf der Suche nach Antworten stößt er auf die Geschichte zweier unglücklich Liebender, die zeigt, wie tief sich Leidenschaft und Wut über Jahrzehnte und Generationen hinweg in eine Familie graben können. zum Autor: Alex Schulman, geboren 1976 ist ein schwedischer Autor und Jounalist... Quelle Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: Autobiografisch-/fiktional Familenroman Verlag: dtv 2023 erschienen: erstmals 2018 in Schweden Übersetzung: Hanna Granz Seitenzahl: 297 zu unserer Lesekreiserfahrung

  • Lesekreis-Erfahrungen 22 Bahnen | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Caroline Wahl: 22 Bahnen: Wie hat es uns gefallen: Die Autorin zählt zu den Schriftstellerinnen der jungen Generation, in unserem Lesekreis sogar zur Jüngsten. Nach ihren eigenen Aussagen wollte sie eine zeitlose Geschichte schreiben, die jede Altersgruppe anspricht und weit weg von ihrem eigenen Leben ist. Dem können wir so nicht zustimmen, ist doch jede Generation durch unterschiedliche technologisch und kulturelle Einflüsse geprägt, und bringt daher eigene Interessen, Werte und Erfahrungen mit. Erzählt wird in einer jungen Sprache, die klar und präzise ist, mit trendiger Ausdrucksweise. In den drehbuchhaften Dialog, die Variante der direkten Rede Er:, Sie:, muss sich erst eingelesen werden. Tilda schwimmt regelmäßig ihre 22 Bahnen, ein Ritual, das ihr Halt gibt, hilft, mit ihrem Alltag umzugehen. Eine junge Frau sehnt sich nach einem selbstbestimmten Leben, während sie mit katastrophalen familiären Belastungen, ersten Liebeserfahrungen und dem Bewusstsein ihrer Verantwortlichkeit konfrontiert ist. Sie ist die zentrale Figur, eine starke junge Frau als Heldin. In einem Familienleben, das keines ist, versucht sie die jüngere Schwester zu schützen und zu coachen, „ich hätte 5 Monate Zeit, um Ida vorzubereiten. …Denn ich kann nur gehen, wenn Ida gewappnet ist. Sie müsste eine Kämpferin werden, und ich müsste sie rüsten. ….(…)“ Seite 73: versäumte Jugend: „Ich bin die ganze Zeit hiergeblieben, ganze 6 Jahre nach dem Abi, und während meine Freunde wegzogen, umzogen und reisten ..(…)..war ich 6 Jahre hier, habe gearbeitet, studiert, Ida großgezogen..(..). Wie eine Oma. ..dabei weine ich immer noch, aber ich lache auch laut, weil ich Ida habe und Ida mich hat.“ Was hat uns gefallen: Die Texte sind oft sehr poetisch und die Sehnsucht nach Freiheit fühlbar. Seite 65 „…die Wolken flogen nur so dahin. Das Gesicht eines Pandabären, dem allmählich ein Körper wuchs, und ein Adler, der seine Flügel immer weiter ausbreitete.“ Schwimmen Seite 53:“....und das Wasser, in das ich mich ungeduscht fallen lasse, schmiegt sich um meinen erschöpften Körper und wäscht das Chaos, das ich ausgeschwitzt habe, von meiner Haut.“ Seite 150: „Der Herbst ist ein Magier, der alles verzaubert. Er hüllt die Welt in Wind, Nebel und Regen, und es riecht nach Leben. Grün wird zu Feuer.“ Seite 105: Zuflucht Lesen 😉 Die Gedanken über das Lesen, die Bücher: „Ich wusste, das Lesen ein guter Vorschlag sein würde. Lesen hat mir damals viel gegeben, und gibt mir immer noch viel. …(..) dass mir niemand diese Geschichten, diese Welten wegnehmen kann, in die ich mich zu flüchten vermag, beruhigte mich und machte mich unverwundbar.“ Nicht gefallen hat uns, dass kein Perspektiv-Wechsel auf die Mutter stattfindet. Auch das erfolgreiche Ende (Tilda coacht Ida so, dass sie ihren Weg auch mit der Distanz, die Tildas Doktoranden-Stelle mit sich bringt, zu ertragen glaubt. )– , halten wir für ein wenig 😉 realitätsfern. Es sorgt jedoch mit für das Wohlfühl-Gefühl, das sich beim Lesen einstellt….und: Der Märchenprinz für Tilda darf natürlich auch nicht fehlen. Berührend fanden wir: Toll beschrieben: Die Ambivalenz, die sich im Verhältnis zur Mutter hervorhebt: Sie wird sowohl als Bezugsperson als auch als Monster dargestellt, insbesondere wenn sie in ihrer Sucht gefangen ist. Das Wechselspiel zwischen den widersprüchlichen Gefühlen und Rollen – von Mutter zu Ungeheuer und umgekehrt- wird deutlich gezeigt. Abtauchen in Fantasien: Ida malt und erfindet Märchen, die sie mit Tilda zusammen weiterentwickelt, als Flucht von der Realität. Seite 76 „Es war einmal eine mutige Ritterin. Ihr Name war Tilda.“ Als Lieblingsperson in der Gruppe wurde Ida gekürt, ein Kind, dessen absolute und einzige Bezugsperson in der desolaten Familie die große Schwester ist. Fazit: Wir würden es einordnen in die Kategorie Resilienz-Buch, es ist nicht verstörend, zerstörerisch, manchmal nicht ganz glaubhaft. Für die ganz Jungen und jung Gebliebenen ist das Buch absolut zu empfehlen und gelungen. Die Älteren dürfen gern neugierig sein, es kann mit einem Augenzwinkern gelesen werden. Unsere Gruppe ist sich einig, das Buch ist besonders für die jüngere Generation geeignet, die mit frischem Blick und viel Energie in die Geschichte eintauchen möchte.

  • Lesekreis-Erfahrungen Der Klavierstimme | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Um den Klappentext nicht zu wiederholen, steigen wir ein mit den beiden Hauptthemen des Romans: die Lebensgeschichte des Klavierstimmers Frederic Delacroix, der in seinem Verlangen, seiner Gier nach Bestätigung und Ruhm, sich selbst trotz seines Bekanntheitsgrades in seinem Metier, nie genug wertgeschätzt fühlt. Die verbotenen Liebe seiner Kinder, des Zwillingspaars Patricia und Patrice, die der Anziehung voreinander geflüchtet, nach 6 Jahren einen Weg suchen in der heilenden Kraft des Schreibens. Wie hat es uns gefallen: Als Gliederung wird in 7 Heften die Geschichte eines Dramas erzählt. Die Selbstwahrnehmung des Zwillingspaars Patricia und Patrice der Ereignisse. Insgesamt erscheint der Roman als Inszenierung epischer Größe, eingebettet in die Tragik der Oper Tosca und der Verbindung zu Kleists Novelle Michael Kohlhaas, die Fritz Bärschi alias Frederic Delacroix unbedingt vertonen möchte, und damit endlich berühmt werden. Was hat uns gefallen: Der Schreibstil ist anspruchsvoll, emotional und packend. Ausnahmslos sind alle Romanfiguren glaubwürdig, plastisch und fein konturiert. Im Buch steht dem Lesekreis Patricia am nächsten. Die Sympathieträgerin ist durch ihre Erfahrungen gefestigt und gereift. Das Gegenteil wird mit dem Charakterbild der Mutter empfunden: Selbstmitleidig und egoistisch und eifersüchtig. Am meisten berührt hat uns: Die Szene anlässlich der Polsterung der Tür Seite 141/142 „Als es soweit war, strichst du mit den Händen über die dunkelrote Lederpolsterung…(..) „Probieren wir es aus, sagtest du mit deiner fürchterlichen Tapferkeit“(…..)“Nun? Ist (….) meine Musik jetzt still genug?“ …Seite 407 „Ihr habt nie nach meinem wirklichen Namen gefragt.(…) „Fritz Bärtschi mit Ä“ (…) Ein gewöhnlicher Name. (…..) Davon wolltet ihr nichts hören“ (Pseudonym vergleiche Klavierstimmer Fritz Bärtschi/Peter Bieri 😉?) Wir sprachen über: Die Anwendung des Schreibens als Therapie in der Psychoanalytik. Inzest als Familiengeschick? Chantal, die Mutter wird von GP (Großvater der Kinder) missbraucht, sie wiederum verführt ihren Sohn, ihre Eifersucht auf die Kinder, Seite 143; die Anziehung der Zwillinge Kindheitserlebnisse, die das ganze weitere Leben prägen Die Rolle der Musik im Buch – Emotionen und Stimmungen Was hat uns gestört: Es gibt sehr viele Nebenstränge. Wir sind der Meinung die Vielzahl von Themen überladen beinahe, der Ton ist oft theatralisch, was wiederum zur Oper passt. Lieblings – Zitate: Seite 144: „Blicke sind seltsam flüchtige Wesen: Es gibt sie nur, wenn jemand sie liest; dann aber sind sie beredter und genauer als alle Worte.“ Fazit: Das gesamte Werk lässt sich für uns als große Oper, also Tragödie verstehen: Schicksalsträchtig, brisant, pathetisch. Lesenswert, tiefgründig mit Überlegungen zur Selbstreflexion Das Vorwort passt ebenso als Schlusswort: Wir suchen unser Glück außerhalb von uns selbst, noch dazu im Urteil der Menschen, die wir doch als kriecherisch kennen und als wenig aufrichtig, als Menschen ohne Sinn für Gerechtigkeit, voller Missgunst, Launen und Vorurteile; wie absurd! La Bruyère.....und wie wahr ;-)

  • Wir lesen gerade: | Mysite

    Matthias Jügler: Maifliegenzeit Klappentext Für Katrin und Hans wird der Alptraum aller Eltern wahr: Nach der Geburt verlieren sie noch im Krankenhaus unweit von Leipzig ihr erstes Kind - und kurz darauf auch sich als Paar. Denn Katrin quälen Zweifel an der Darstellung der Ärzte, Zweifel, von denen Hans nichts wissen will. Als Katrin Jahre später stirbt, wird klar, dass sie mit ihren Befürchtungen womöglich Recht hatte. Bei seinen Recherchen, die ihn tief in die Geschichte der DDR führen, stößt Hans auf Ungereimtheiten und eine Mauer des Schweigens. Klären kann er all seine Fragen in Zusammenhang mit dem Tod des Säuglings nicht, doch der Gedanke daran, in einem entscheidenden Moment seines Lebens versagt, etwas versäumt, einen Fehler begangen zu haben, lässt ihn künftig nicht mehr los. Da klingelt eines Tages das Telefon und sein Sohn ist am Apparat. Aufgewachsen in einer Adoptivfamilie, unterscheidet sich seine Vorstellung von der Vergangenheit grundlegend von dem, was Hans ihm erzählt. Wird sich die Kluft, die das Leben in einem Unrechtsstaat und vierzig fehlende gemeinsame Jahre gerissen haben, wieder schließen lassen? zum Autor: Matthias Jügler, 1984 in Halle Saale geboren... zum Buch: erschienen: 2024 Übersetzerin: Verlag: Penguin Verlag Genre: Deutsche Geschichte Seitenanzahl : 161

  • Lesekreis-Erfahrungen Eigentum | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Wolf Haas: Eigentum Wie hat es uns gefallen: Dieses Mal ist der Kritikanteil höher als bei anderen Werken, die bisher besprochen wurden. Das Mutter-Sohn- Verhältnis wird vom größten Teil der Gruppe als lieb- und respektlos wahrgenommen, der Humor des Autors kommt nicht an. Den Erzählstil empfinden sie als schonungslos und bissig, mit Sarkasmus das Leben der Mutter ins Lächerliche gezogen. Der Roman hat Zwei Handlungsstränge Das Leben der Mutter und zwar ausschließlich Der Aufgabe von Wolf Haas, der eine Poetiklesung, die er halten soll, vorbereitet, Er beginnt 2 Tage vor ihrem Tod, als der Autor noch kein Thema für seine Lesung erkoren hat, demzufolge ist auch kein Text vorhanden. Die Überlegung ist „kann man vom Leben schreiben“ Der Schauplatz ist vornehmlich das Alten- und Pflegeheim, in dem die Mutter ihn zur Welt brachte, und nun dem Tode entgegendämmert. Es wurde von einer Geburtsklinik in ein Pflegeheim umgewandelt. The Circle of Life S. 75: „weil ich in dem Gebäude, in dem meine Mutter starb, geboren wurde. Zuerst hat sie meinen Bruder hier zur Welt gebracht, vier Jahre später mich, jetzt starb sie hier. „Da wären wir wieder einmal. (….) Jetzt ging der Embryo nahezu 60 Jahre später zurück“. Vielleicht ein wenig zu pathetisch, aber auch sehr melancholisch Der Schreibstil: Bei den Erzählpassagen Mutter - Sohn, wechselt er gerne in die Sprache der Mutter in Dialekt und einfacher gehalten. Was hat uns gestört: Es wurde die Mutter als „vorgeführt“ empfunden, der Humor eher als makaber. Lästig wirkten auf viele auch die ständigen Wortwiederholungen. Am meisten berührt hat uns: Am meisten berührt negativ war für fast alle das Begräbnis der Mutter (Was könnte sie anhaben) die „Spielerei mit Beileid.. Am positivsten berührt hat uns das „Telefonieren“ mit dem Jenseits gleich zu Beginn des Buches und zum Ende, ebenfalls eine schöne Schließung des Kreises. Die Zusammenfassung der Fertigkeiten und Sprachgewandtheit seiner Mama auf Seite 116/117 präsentieren eine intelligente Frau, die alles konnte „nur nicht mit Leuten“ und zeigt liebevolle Zärtlichkeit und Hochachtung. „Nachdem sie ihren Traum, ihr eigenes Grundstück zu erwerben, aufgegeben und von keinerlei Eigentum Besitz ergriffen hatte, hatte etwas von ihr Besitz ergriffen: Niedergeschlagenheit.“ Vergleich: Wir fühlen uns erinnert an Alex Schulmans „Verbrenn all meine Briefe“ Lieblingsstellen Zitate: Über das Seufzen als vorsprachliche Äußerung Seite 21: das vorwurfsvolle, mitfühlende, Lustvolle, sentimentale, schmerzerfüllte. 😉 Wir sprachen über: Die Verbitterung dieser Frau, über ihre lebenslange Armut, die Entbehrungen und Auswirkungen der Weltkriege, die Inflation. Die prägende Erfahrung für Mutter und Kind Seite 34: „Schon als Fünfjähriger wusste ich, was Inflation war“ (….) Das ganze Geld hin. Kaputt. (…) Hast nichts mehr dafür gekriegt. (…) Alles hin.“ Eine Frau, die leider keinen Optimismus für sich in Anspruch nehmen konnte. Was ist unsere Meinung zur Stimmung im Werk: Der Sound des Buches ist uns zu düster, pietätlos, sein Humor gemessen am Thema für zu makaber, was bei der Beerdigung bspw. besonders kritisiert wird. Bei den meisten stellt sich ein unangenehm bedrückendes Gefühl ein. (Seite 147). Es kommt keine Spannung auf. Was ist unser Fazit, sind unsere Erkenntnisse? Vielleicht als Einstieg in die Haas-Sprache das falsche Buch!

  • Isabel Bogdan: Der Pfau | Mysite

    Klappentext: Isabel Bogdan: Der Pfau "Einer der Pfauen war verrückt geworden." Dummerweise geschieht das gerade, als Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung sich mitsamt einer Psychologin und einer Köchin zum Teambuilding in die ländliche Abgeschiedenheit der schottischen Highlands zurückgezogen haben. Der verrückt gewordene Pfau , das rustikale Ambiente und ein spontaner Wintereinbruch sorgen dafür, dass das Wochenende ganz anders verläuft als geplant. So viel Natur sind die Banker nicht gewohnt. Isabel Bogdan, preisgekrönte Übersetzerin englischer Literatur, erzählt in ihrem 1. Roman pointenreich von der pragmatischen Problemlösung durch Lord McIntosh, von der verbindenden Wirkung guten Essens und einer erstaunlichen Verkettung von Ereignissen, die bald keiner der Beteiligten mehr durchschaut. zur Autorin: Isabel Bogdan, ist eine deutsche Literatur-Übersetzerin, Schriftstellerin... Quelle Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: Gesellschafts-Satire Verlag: Kiepenheuer & Witsch erschienen: 2016 Seitenzahl: 256

  • Ian McEwan: Maschinen wie ich | Mysite

    Klappentext: Ian McEwan: Maschinen wie ich Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Charlie ist ein sympathischer Lebenskünstler Anfang 30. Miranda eine clevere Studentin, die mit einem dunklen Geheimnis leben muss. Sie verlieben sich, gerade als Charlie seinen 'Adam' geliefert bekommt, einen der ersten lebensechten Androiden. In ihrer Liebesgeschichte gibt es also von Anfang an einen Dritten: Adam. Kann eine Maschine denken, leiden, lieben? Adams Gefühle und seine moralischen Prinzipien bringen Charlie und Miranda in ungeahnte - und verhängnisvolle - Situationen. zum Autor: Ian McEwan, 21. Juni 1948 in Aldershot geboren, wuchs unter anderem in Singapur und Lydiben auf... Quelle: Wikipedia Klick hier: Lesekreis-Erfahrungen Ian McEwan: Maschinen wie ich Lesen ist wie ein Reisen durch fantasievolle Wirklichkeiten (Rüdiger Görner) Eine Maschine, die Shakespeare liebt, Haikus verfasst – darüber hinaus noch körperliche Bedürfnisse zur vollsten Zufriedenheit stillt und souverän ihm aufgetragene Hausarbeiten erledigt. - der Mann, Freund, Partner fürs Leben? Eine Maschine, mit Intellekt und Bewusstsein, jedoch nur bis zu dem Grad, den wir bestimmen? Ein Lese-Vergnügen belebend und erfrischend, man könnte zur Nachteule der Geisterstunde mutieren, den Fokus weit weg bringend von Pandemie-Problemen. Darüber wurde gesprochen: Alternative Geschichtsschreibung: Turings tragisches Schicksal ist uns präsent, obwohl oder gerade weil die alternative Geschichtsschreibung des Autors das erfolgreiche Weiterleben des Erfinders und Visionärs vorsieht, dem erst postum Ehre und Anerkennung zu Teil wurde. Maschinen die besseren „Menschen“? – Fausts Kritik am Humanismus Ethik-Situationen des autonomen Fahrens Woher kommt Adams „moralische Botschaft, Einstellung, hat er ein Recht auf „Rechtsprechung“, und woher kommt sie, weil nicht mit der Gebrauchsanweisung einprogrammiert? Kummer und Leid der Androiden, die sich zum Teil nur mit kollektivem Selbstmord zu helfen wissen. Problematik des programmierten zweckgebundenen Fühlens, überhaupt Fremdbestimmtheit. – Zitat „Er und sein Schaltkreisgewusel waren in die Sache verwickelt“ Die Vorstellung, Sehnsucht, dem Androiden mittels Programmierung Attribute gleich der Weitergabe von eigenen Genen zu verabreichen: „In gewissem Sinne wäre er wie unser Kind. Was wir jeder für sich waren, käme in ihm zusammen. Wir wären Partner und Adam unser gemeinsames Projekt, unser Geschöpf. Wir wären eine Familie.“ Kompromisslose Ehrlichkeit Adams, seine „Gleichgewichtsklausel“ Verurteilung Vergewaltiger / Bestrafung der Lüge, des Meineids Mirandas Verlierer auf der ganzen Linie ist das Kind Mark, es darf erst nach Mirandas Strafverbüßung wieder zu Charlie und Miranda zurück. Vergleiche: Philip Dick: Blade Runner - träumen Androiden von elektrischen Schafen Shelley: Pygmalion Fazit: Ein Amüsement nicht ohne Tiefgang, in dem sich erhebliche ethische und moralische Probleme auftun.

  • Dina Nayeri: Drei sind ein Dorf | Mysite

    Dina Nayeri: Drei sind ein Dorf Klappentext: Aus dem Amerikanischen von Ulrike Wasek und Klaus Timmermann. Mit knapp dreißig hat Nilou alles erreicht. Wer hätte je geglaubt, dass sie eine Eliteuniversität besuchen, einen weltgewandten Juristen heiraten und ihre eigene Wissenschaftskarriere beginnen würde? Als Kind ist sie mit ihrer Mutter aus dem Iran geflohen - in die tiefste amerikanische Provinz, wo man sie nicht eben offenherzig empfangen hat. Doch sie hat ehrgeizig nach den Idealen der westlichen Welt gestrebt und sich komplett neu erfunden. Alles könnte also gut sein, wäre da nicht Nilous Vater, ein opiumsüchtiger Verehrer altpersischer Lyrik, der ihr vom Iran aus die Kluft vor Augen führt, die die Familie voneinander trennt. Als Nilou in Amsterdam auf eine Gruppe iranischer Exilanten trifft, mit ihnen kocht und ihren Erzählungen lauscht, erwacht eine alte Sehnsucht in ihr: nach einer Heimat, in der sie ganz einfach sie selbst sein darf. zur Autorin: Dina Nayeri..ist geboren 1979 als Tochter eines iranischen Arztehepaares. Als sie 8 Jahre alt ist, flieht sie mit der Mutter und dem jüngeren Bruder aus dem Iran. Die Mutter war zum Christentum konvertiert und wurde von den Mullahs mit dem Tode bedroht. Der Vater blieb in Isfahan zurück. Quelle: Wikipedia Klick hier: Lesekreis-Erfahrungen Wie hat es uns gefallen? Die Reaktion der Lesegruppe ist unterschiedlich in Hinsicht auf die Thematisierung im Werk: Zum einen liegt der „Schwerpunkt“ des Buchs nicht in der Flucht selbst, sondern behandelt die Entfremdung der eigenen Identität und der, der zurückbleibenden Familienmitglieder. Zum anderen sind auch die Eindrücke über den Charakter der Protagonistin Nilou, die im Alter von acht Jahren mit ihrer Mutter (konvertierte Christin) und jüngerem Bruder aus Persien in der Geschichte auswandert, differenziert. Auf manche wirkt sie in der Erzählung sehr nüchtern oder kalt. Andere empfinden ihr Verhalten als bewusste Distanzhaltung zur inneren Zerrissenheit, zum „Flüchtling-Sein“, dem verzweifelten Versuch des Dazu-Gehören-Wollens. Was hat uns gefallen? Besonders schön und lebendig sind die gefühlvollen Beschreibungen der verschiedenen Charaktere im Buch: Die Mutter, hilfsbereit aufmerksam und verständnisvoll, anteilnehmend. Trotz Scheidung und 2 nachfolgenden Ehen ist sie immer noch bemüht ihrem Mann bzw. Exmann beim Entzug zu helfen. Ein kleines Amüsement und fürs In-sich-hinein-Lächeln ist die Wiedergabe des Akzents der Mutter bei der Englisch-Konversation. Der Vater, als Wasserrutschen-Liebhaber, altpersische Lyrik liebend und rezitierend. Nilous Bruder Kian, der in der Emigration in einer Restaurantküche arbeitet und nie weniger als 20 Zutaten für seine Spezialsoße verwendet. Uns gestört hat: Nilou als Protagonistin ist kein Sympathieträger: Beispiele: sind das rationelle Auswahlverfahren, mit der sie ihren Ehemann aus einer Dating-Rangliste erkoren hat, sie handelt zielorientiert. Sie schämt sich zu sehr für ihren Vater, er ist ihr schlichtweg peinlich, selbst ihrem Ehemann als Familienmitglied gegenüber. Die uns am nächsten stehende Figur ist: Einhellig die absolute Nr. 1, die des Vaters: Liebenswert, herzlich, geistreich und lustig. Leider aufgrund seiner Sinnengenuss -und Opiumsucht unfähig, der Familie in die Emigration und das Zusammenleben zu folgen. Am meisten berührt hat uns: Die Entfremdung vom Vater, die mit jedem der wenigen Treffen deutlicher hervortritt, ihr Erwachsenwerden und sein Alterungsprozess finden völlig losgelöst voneinander statt. Nilous Rückzugsort, ihre wie sie selbst sagt, ihre Schutzzone. 9 Dokumente, die ihr das Recht auf ihr Leben geben (Einwanderungspapier, Heiratsurkunde Yale-Diplom, Eigentumsnachweis Wohnung u. a.) Die Veränderung zur Disharmonie gegenüber ihrem Ehemann: Nilous Teilnahme an der Amsterdamer Exil-Iraner-Szene immer wird größer, jedoch lehnt sie Guillaumes Angebot zur Mitarbeit, Mithilfe (professionell als Anwalt) ab, lässt ihn an den Treffen nicht teilhaben, separiert sich. Überreaktion: Verlust des Gewürzglases ihrer Großmutter: „Das ist Guillaumes Haltung zum Leben, zu Besitz. Wenn etwas nicht teuer aussieht ist es wertlos.“ Die Haltung zum Partner ist mittlerweile eher abschätzig. Erarbeitete Verhaltensmuster als „Rettungsring“: „Oktober 2009 - nach dem Tod ihres Freundes flüchtet sie sich wieder in alte Gewohnheiten Ihr Lehrplan, kauft Gummibärchen, kocht wieder mit Messbechern…“ Zitat "..Wenn du etwas verloren hast, kehrst du an den Ort zurück, wo du es zuletzt gesehen hast, und suchst danach, Wo sonst hätte Nilou nach ihrer verlorenen Freude suchen sollen, ihrem wilden Kinderherzen, wenn sie es zuletzt in deiner Flüchtlingsunterkunft gesehen hatte?" S.362 Zeitgeist Wir sprachen über:Heimatverlust und Integration, Wurzeln und Identität, Weltweite Fluchtbewegung, Stellvertreterkriege. Seite 160: „Schon möglich, dass die Armen litten, aber es sind NIE die Armen, die etwas verändern“. Wie empfinden wir die Stimmung im Werk? Die Stimmung im Werk ist konfliktbeladen, zeigt immer wieder seelische Zerrissenheit, Suche nach Identität „erworben“ (Yale-Abschluss, Wohnung in Amsterdam) oder durch Geburt (8 Jahre glücklich im Schoße der Familie im Iran). Gleichzeitig der Drang nach Anerkennung , Gleichstellung, Sicherheit. Wahre Worte, sollten allgemein zum Nachdenken anregen: Die Überlegungen Bahmans: „Machten Europäer sich eigentlich klar, was für ein Glück sie hatten, durch den Zufall der Geburt so viel Ordnung und Fürsorge zu erfahren? „ Erinnert an: Khalil Gibran: Machen wir uns bewusst, über welch unglaubliche Reichtümer und Umstände wir verfügen! Der Schluss wird von allen einheitlich infrage gestellt: Vater, Mutter, Tochter in Schutzparzelle (Drei sind ein Dorf) - Mutter Pari versöhnt, nimmt wirklich ihren Ehemann wieder zurück, wieder zusammen mit Baba? Und… Nilou glücklich?.... Getrennt von Guillaumes… ? Ein Wunschbild, in dem ein wirklicher Neu-Anfang liegt….

  • Claire Fuller: Ene englische Ehe | Mysite

    Claire Fuller: Eine englische Ehe Klappentext: Eigentlich hatte sie andere Pläne. Ein selbstbestimmtes Leben, Reisen, vielleicht eine Karriere als Schriftstellerin. Doch als sich Ingrid in ihren Literaturprofessor Gil Coleman verliebt und von ihm schwanger wird, wirft sie für ihn all dies über Bord. Gil liebt seine junge Frau, und dennoch betrügt er sie, lässt sie viel zu oft mit den Kindern allein. In ihren schlaflosen Nächten beginnt sie, Gil heimlich Briefe zu schreiben. Statt ihm ihre innersten Gedanken anzuvertrauen, steckt sie ihre Briefe in die Bücher seiner Bibliothek und verschwindet schließlich auf rätselhafte Weise. Zwölf Jahre später glaubt Gil, seine Frau in dem kleinen Ort an der englischen Küste wieder gesehen zu haben - und ihre gemeinsame Tochter Flora, hin und her gerissen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, beginnt nach Antworten zu suchen, ohne zu ahnen, dass sie nur die Bücher ihres Vaters aufschlagen müsste, um sie zu erhalten ... zu unserer Lesekreis-Erfahrung zur Autorin: Claire Fuller 1967 geboren ist eine englische Autorin.... Quelle Wikipedia . bitte hier klicken! zum Buch: Genre: Roman | Krimi Übersetzung aus dem Englischen: Susanne Hoebel erschienen im: Piper Verlag herausgegeben: 2017 Seitenzahl: 368 Das Romangerüst im Klappentext: 2004 vermeint der gealterte Gil seine seit 12 Jahren verschwundene Frau aus dem Fenster auf der Straße zu erkennen und hat dadurch einen Unfall. Anlässlich diesem tritt die verbleibende Familie bestehend aus seinen beiden Töchtern Flora und Nan wieder zusammen. Die Geschichte hat 2 Erzählebenen: Die Haupt-Story rollt sich 1976 mit Gil als attraktiven Literaturprofessor, ein „anerkannter“ Frauenheld und der sehr jungen, ihn bewundernden, schwärmerischen Ingrid, als seine lern- und wissbegierige Studentin, die sich ineinander verlieben, auf. Es kommt zu einer ungewollten Schwangerschaft und schließlich Heirat. Aufgrund der Statuten der Universität darf Ingrid nicht weiter studieren, und ihren Abschluss machen, Gil kostet es die Anstellung. Ingrids Ambitionen, als unabhängige, und selbstbestimmte, weltoffene Frau, enden im Mutterdasein, Heimchen am Herd, Betrug und Geldsorgen. Eine innere Verbundenheit durch die Geburt und Blutsverwandtschaft Nan’s stellt sich bei ihr nicht ein, was sie irritiert und besorgt.. In der Gegenwart: zum Zeitpunkt des Unfall Gil‘s und danach, geht es um die beiden Töchter, traumatisiert durch das nie aufgeklärte Verschwinden ihrer Mutter und den Verlust. Nan macht sich Vorwürfe, am Verschwinden ihrer Mutter schuld zu sein, da sie sich am Tag ihres Fortgehens versteckt hatte, und diese so in ihren Augen einfach gehen ließ. Sie vertrat die Mutterrolle an ihrer 10-jährigen Schwester mit 15.. Flora, die jüngere Tochter, ist immer noch davon überzeugt, dass die Mutter noch lebt. Der Roman ist intensiv, nicht geschönt geschrieben, einzuordnen zwischen Drama und Krimi. Wie hat es uns gefallen: Die Erzählform gibt einen interessanten Bezug zur Literatur: Gil ist begeisterter Sammler von Büchern aller Art, insbesondere welchen mit Randnotizen, fast schon messie-haft. Ingrid, die ihre Briefe Gil nicht aushändigt, versteckt sie in seinen Büchern mit der passenden Thematik. Sie werden chronologisch erzählt, klingen zunehmend bitterer, von Enttäuschung und Verzweiflung geprägt. Sie fangen im Sommer 1993 an, als er Ingrid verlassen hat, um in London zu leben. Sympathieträger für unsere Gruppe ist Richard, der Freund Floras, der Kunst studiert und versucht ausgleichend zu wirken, den „Mädels“ gegenüber, sowie Gil. Das Buch bietet viele Interpretations- Spielräume: Verbrennung der Bücher Eitelkeit? Prolog „bei Eintritt seines Todes seine Bücher auf einem einzigen großen Haufen zu verbrennen(…) ein Leuchtfeuer, das seinen Tod verkündete…" Oder dem Wunsch Ingrids folgend?, Seite 339 „..du musst (Briefe) sie zerstören, zerreißen, wegwerfen, verbrennen. Lass sie nicht den Mädchen in die Hände fallen…" Bereut Gil sein Verhalten? S. 209: „Es lohnt sich nicht“ sagte Gil. „Was lohnt sich nicht? „Jemanden unglücklich zu machen, den man liebt.“ Lebt Ingrid doch noch? Erscheinung im Epilog.. Stimmung im Werk: .. ist geprägt von der Melancholie. Ingrids Einsamkeit, Entrüstung, Enttäuschung, Vernachlässigung, das Bewusstsein geplatzter Lebensträume. „Was ich liebe: wie wir damals waren und wie (was) wir hätten werden können“ Seite 71: "…will nicht mehr die Augen vor der Wahrheit verschließen, hier, in den Briefen stehen die nackten Tatsachen.“ Es steht im extremen Kontrast zu Gils Unbekümmertheit, Arroganz, Hahnenverhalten, Verantwortungslosigkeit. Gespräch Jonathan/Gil Seite 202: „…“dass barfuß herumzulaufen und schwanger zu sein das ist, was Ingrid will. Ich dachte, sie wollte mehr“ „Ich habe sie gerettet“, sagtest du ohne eine Spur von Ironie. „Wovor um alles in der Welt?“ „Vor einem traurigen und einsamen Leben“ - Brief in Gierig, von Martin Amis Besonders hat uns berührt: das Zitat Seite 241 „Der Garten und das Schwimmen waren meine Ablenkung von den Geldsorgen und den endlosen Aufgaben als Mutter. Das Wasser tat dem gut, was in mir vorging. (….) Diese Morgen hatten etwas Magisches. Ich stellte mir das Baby in seinem Fruchtwasser vor, während ich in meinem Wasser war, jeder in seinem Element.“ Die bewegende Schilderung der Fehlgeburt Ingrids, das Baby, das zu früh auf die Welt kam und es nicht geschafft hat : Seite 247 „unser kleiner George, kalt und allein. Ein kleiner Fisch, der zu früh aus seinem kleinen Meer geschwommen ist.“ Zeitgeist: Seite 160: Ingrid / Dekan der Universität: „Aber nächste Woche fangen meine Abschlussprüfungen an“ „Gehen sie nach Hause und kümmern sie sich um ihren Mann und ihr Baby.“ und das war das Ende meines Studiums, eine Woche bevor ich es ohnehin abgeschlossen hätte.“ Brief in „Ratschläge an eine Ehefrau zur Erhaltung ihrer Gesundheit und Behandlung …Pye Henry Chavasse, 1913 Gestört hat uns: Die Übersetzung des Titels scheint uns misslungen. „swimming lessons“ passte wunderbar zu der Erzählung. Welchen Kontext „eine englische Ehe“ haben soll, haben Engländer*innen nicht verdient. Die skurrilen Skelettszenen 😉, das Flora Richard mit Edding auf den Körper malt, Annie, das Skelett als Gast fanden keinen Anklang, Floras ständiges Tragen des alten Ballkleides von Ingrid wurde als übertrieben empfunden. Zum Buch Cover: Das Buch Cover ist außergewöhnlich künstlerisch und dem Romaninhalt angepasst. Ingrids Hobby, eher Passion, ist das Schwimmen. Ihre einzige Möglichkeit sich frei zu fühlen, einig mit sich selbst zu sein. Auch die Flucht ist in ihrem Element arrangiert. Die Wellen des Wassers, die die blonden Haarsträhnen aufnehmen.. Bei diesem Buch möchte ich schließen mit für mich besonders bemerkenswerten Zitaten Gils über Autoren, Bücher und ihre Leser 😉! Seite 36 „alle Bücher werden durch den Leser geschaffen ..(..) wenn ihr das nicht versteht, welche Bedeutung das für eure eigene Arbeit hat, dann wisst ihr nicht das geringste über das schreiben und ihr werdet auch nie..“ Seite 45 „zeigen, dass wir alle etwas anderes aus einem Buch mitnehmen“ Seite 137 „Gibt es keine Leser, haben all die Bücher keinen Sinn „deshalb sind die Bücher genauso wichtig wie der Autor, wenn nicht wichtiger „ . unsere Lesekreiserfahrungen:

  • Aravind Adiga: Der weiße Tiger | Mysite

    Aravind Adiga: Der weiße Tiger Klappentext: Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Balram Halwai ist ein ungewöhnlicher Ich-Erzähler: Diener, Philosoph, Unternehmer, Mörder. Im Verlauf von sieben Nächten und in der Form eines Briefes an den chinesischen Ministerpräsidenten erzählt er uns die schreckliche und zugleich faszinierende Geschichte seines Erfolges - der ihm keineswegs in die Wiege gelegt war. Balram - der "weiße Tiger" - kommt aus einem Dorf im Herzen Indiens. Seine düsteren Zukunftsaussichten hellen sich auf, als er, der klügste Junge im Dorf, als Fahrer für den reichsten Mann am Ort engagiert wird und mit ihm nach Delhi kommt. Hinter dem Steuer eines Honda City entdeckt Balram - und wir mit ihm - eine neue Welt. Balram sieht, wie seinesgleichen, die Diener, aber auch ihre reichen Herren mit ihrer Jagd nach Alkohol, Geld, Mädchen und Macht den Großen Hühnerkäfig der indischen Gesellschaft in Gang halten. Durch Balrams Augen sehen wir das Indien der Kakerlaken und Call Center, der Prostituierten und Gläubigen, der alten Traditionen und der Internetcafes, der Wasserbüffel und des mysteriösen "weißen Tigers". Mit seinem ebenso unwiderstehlichen wie unerwarteten Charisma erzählt uns Balram von seiner Flucht aus dem Hühnerkäfig, dem Sklavendasein - eine Flucht, die ohne Blutvergießen nicht möglich ist. Keine Saris, keine exotischen Düfte und Gewürze, keine Tabla-Musik und Maharadschas - dies ist das Indien von heute. Und mehr als das: In seiner Kritik am Sklavendasein ist es ein Angriff der dritten auf die erste Welt. zum Autor: Aravind Adiga, geboren am 23. Oktober 1974 in Chennai, Indien ist ein indischer Journalist und Schriftsteller. Sein 1. Roman "The White Tiger" gewann 2008 den Booker Prize... Quelle: Wikipedia Klick hier: Lese-Erfahrungen im Lesekreis: Aravind Adiga: Der weisse Tiger what a fucking joke !! ;-) Man muss sich auf den Schreibstil des Buchs einlassen, Satire pur, der trieft von Ironie und Sarkasmus, ausgesprochen keck-dreist und despektierlich ist. So die Fiktion mit dem Ministerpräsidenten Pekings Jibabao auf Augenhöhe von Unternehmer zu Unternehmer zu kommunizieren, Tipps, Erfahrungen weiterzugeben. Genre-Beobachtungen: Gegliedert ist das Werk in 7 Briefe, lebensvoll und bitterböse. Die Erzählform ist schonungslos und knallig drastisch. Die Sprache so bildhaft, dass manchmal sogar Ekel aufkommt: „..des Lehrers Auswurf hatte an 3 Wänden überm Boden so eine Art roter Teppich gebildet.“ satirisch:Land der 36 000 004 Götter ;-) witzig: Das Yoga-Asana „ gelangweilter Fahrer“ S. 150 komisch: Die Ohnmachtsbewältigung Balrams: B. boxt, schlägt grünem Kobold (Glückbringer am Rückspiegel des Autos) ins Gesicht S.134 Die Erzählung aus „der Froschperspektive des Dieners“ Wir sprachen über: Wie zeitnah ist diese Überzeichnung? Spiegelbild der indischen Gesellschaft? Ein Land der Gegensätze eingeengt in Jahrhunderte alte Traditionen, Kastenwesen und Kapitalismus Sozialkritische Themen Die Situation der Jugend, die nach 2 oder 3 Schuljahren aus dem Unterricht genommen wird, um Geld für die Familie anzuschaffen. Daher: Sie sind „Halb gar“, halb gebildet, halb wissend, aber angefüllt mit Träumen. Die Geschlechterrollen sind in Indien klar abgegrenzt, trotz der offensichtlichen Unterdrückung der Frauen hat im Buch die Oma das Sagen…, die Macht wird anerkannt als die der „Weisen Alten“ „Moderne Sklaverei: Das Kastensystem (der Spiegel 27.6.2020) ¨ wenn sie für ihre Rechte kämpfen, werden sie umso mehr misshandelt ) - Welche Möglichkeiten bleiben den „Unberührbaren“?: Von der Dunkelheit ins Licht ? Vom Hühnerkäfig zum Start-Up-Firmenunternehmer - oder vom traditionsgeprägten Dorf ins „Big Apple“ Indiens Dorf Laxmangarg „…durch das Buddha eher hindurch gefegt sein müsste – so schnell er konnte -, und als er wieder draußen war, hat er sich nicht umgeschaut!...“ zur „Welthauptstadt von Computertechnologie und Outsourcing Bangalore“ ;-) Das Fazit zum offenen Ende des Buchs: Wie könnte es weitergehen? Tötet der Neffe Balram? Die Lehren des erfolgreichen Balram (selbstverständlich vorurteilslos ;-) ): „Der amerikanische Präsident hat die Sodomie in seinem Land gesetzlich erlaubt. Jetzt heiraten Männer anstatt Frauen andere Männer…“ Handys verursachen Hirnkrebs und lassen die Männlichkeit schrumpeln…“ S. 303 und …da wächst eine neue Generation ohne jede Moral heran… S 314 - geben Spielraum. Zudem: „Wie pflegte Mr. Ashok zu sagen: In Indien gibt es nie ein Ende „ S.319 what a fucking joke !! ;-)

  • Lesekreis-Erfahrungen Herzfaden | Mysite

    Lese-Erfahrungen in unserem Lesekreis: Wie hat uns das Buch gefallen? "Herzfaden" wird in der Gruppe sehr unterschiedlich gesehen. Das Gros ist seit mehr als 50 Jahren Anhänger der Augsburger Puppenkiste, was hinsichtlich der Erwartungshaltung der Geschichte der Puppenkiste nostalgische Gefühle mit sich bringt. Zum einen wird die Stimmung im Buch als sehr poetisch, märchenhaft und metamorphisch bezeichnet, mit einer Fülle von Assoziationsmöglichkeiten. Andere haben keinen Zugang zum Roman gefunden, zeigen sich daher wenig begeistert, fast enttäuscht. Auf die Verknüpfung von Fantasie und Realität der beiden Erzählstränge kann sich hier nicht eingelassen werden. Was hat uns gestört? Es wird über fehlende Struktur geklagt. -Die Rolle des I-Phones gegenüber dem Kasper ist unklar. Interpretationsvorschlag die Taschenlampenfunktion ;-) Licht/Aufklärung ins Dunkel der Geschichte - -Die durchgehende „Kinderstimme / Naivität von Hatü, selbst im Erwachsenenalter ist es nicht die einer Erwachsenen. Über was haben wir diskutiert? Situationen werden als doppeldeutig und widersprüchlich bezeichnet, es gibt Zweifel, ob dies bewusst herbeigeführt ist. Viele dieser Ambivalenzen und Paradoxons werden als störend und nicht authentisch empfunden. als Beispiel: - Bei einigen entstand der Eindruck, trotz schlechter Zeiten war Bewirtung bei Sekt und Schnittchen „gängig"; - Eine Veranstaltung (Vernissage) bei der Nationalsozialisten, Künstler, Demokraten ohne Clush aufeinandertreffen – sogar vordergründig akzeptiert werden? Das mangelnde Mitgefühl Hatü’s gegenüber bester Freundin Vroni in Anbetracht ihres schweren Schicksals als Waise. Die zunehmende Entfremdung zu Hatüs bester Freundin Vroni stößt auf Unverständnis. Unser Blick auf die Buch-Cover- Form: Die liebevolle Gestaltung des Covers und des Buches selbst, wunderschön aufgemacht, die Zeichnungen der Figuren aus der Augsburger Puppenkiste ermöglichen einen inneren Rückblick für jeden Einzelnen der besonderen Art. Welche der Figuren standen der Gruppe am nächsten? Vroni, beste Freundin und zentrale Figur, berührte am meisten und wurde als Sympathieträgerin empfunden. - bewegend Ulla, die im Keller beim Bombenangriff für Hatü "Hänsel und Gretel" leise singt, um diese zu beruhigen- - überzeugend die Stimme des Vaters: „Der wichtigste Faden einer Marionette ist der Herzfaden. Nicht sie wird mit ihm geführt, sondern mit ihm führt sie uns. … macht uns glauben sie sei lebendig, denn er ist am Herzen der Zuschauer festgemacht“ „Wir müssen die Herzen der Jugend erreichen, die von den Nazis verdorben wurden. Und die Fäden, mit denen wir sie wieder an Kultur abknüpfen, das sind die Fäden meiner Marionetten“ Wie wurde die Aufrechterhaltung der Spannung, das Ende beurteilt? Teils wird beanstandet, dass geschilderte Situationen nur „angeschnitten“ und nicht vertieft werden, sie würden deshalb fragmentarisch wirken. - als Beispiel: Frau Brinkmann Anderen ist die "Erlösung" des Kaspers und seine Rolle in der perfiden Nazizeit für Hatü mehr als erschütternd. Zeitgeist Die Verdrängungsmechanismen der Kriegs- bzw. Nachkriegs-Generation, die Sprachlosigkeit, kann von vielen nachvollzogen werden. Geschichtlich zur Entstehung der Augsburger Puppenkiste ist für alle die Sehnsucht nach leichter Unterhaltung absolut verständlich, als ein Stück "heile Welt". Eine besondere Lieblingsstelle / Zitat: „Diese Kiste ist alles, was uns geblieben ist. Sie steht in den Ruinen. In sie sperren wir alles ein, was war. Verwandelt wird es wieder heraus kommen. Fazit?: Bei 7 Teilnehmerinnen würde es von 2 verschenkt, 2 verschenkt mit Hinweis auf Eigenwilligkeit, 3 nicht verschenkt.

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