
Suche Autor*in oder Titel
Search this site
Results found for empty search
- über unseren Lesekreis | Mysite
Leselust im Dialog Sie lesen gerne und haben Spaß daran, sich über den Inhalt auszutauschen? Wir treffen uns einmal monatlich zum offenen und entspannten Gespräch. Es soll ein lockerer Gedanken/- Meinungsaustausch stattfinden: wie der Roman auf uns gewirkt hat, was uns angesprochen hat oder auch nicht ;-) und bewegt. Wir wollen keine Detail-Analysen erstellen oder Abfragemodi starten. Stattdessen sprechen wir über Sympathien, Antipathien mit den Protagonisten, vielleicht der persönliche Held/-in, aber auch Stimmungen, die das Buch in uns ausgelöst hat. Wir treffen uns einmal im Monat Dienstags um 10 Uhr morgens in der Gemeindebücherei Maxdorf. Voranmeldung nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Sie, eine anregende Zeit zusammen, mit und über Bücher, die zum Weiterlesen animieren! Lesekreis in der Gemeindebücherei Maxdorf Dankeschön ! Am 03.03. hatten wir doch tatsächlich 5-jähriges Jubiläum! Lebhafte Diskussionen und anregende Gespräche haben wir nicht geführt! Wir haben uns mit Leidenschaft auseinandergesetzt, verschiedene Meinungen beleuchtet und tiefgründige Bedeutungen erörtert. Diese erfüllten Tage, die uns selbst durch die herausfordernden Zeiten von Corona getragen haben, waren wie eine Oase des Loslassens und der Neugier auf Neues. Ich möchte mich von Herzen für eure engagierte Mitarbeit und die bereichernden Stunden bedanken, die wir zusammen erleben durften. Das gemeinsame Interesse am Lesen und der Austausch unserer Gedanken darüber bedeuten mir sehr viel, ich möchte diese wunderbaren Momente nicht missen. Ich freue mich auf weitere inspirierende Jahre voller Geschichten und gemeinsamer Entdeckungen, herzliche Grüße eure Vera Lesen verbindet Gerne sind Sie in unserem Lesekreis willkommen! Wir freuen uns, Sie in unserer lebhaften Gemeinschaft begrüßen zu dürfen, die sich leidenschaftlich der Literatur und dem Austausch über Werke widmet. Lassen Sie uns gemeinsam in spannende Geschichten eintauchen und die Vielfalt der Literatur entdecken. Wir freuen uns auf inspirierende Diskussionen und darauf, unsere Begeisterung für Bücher miteinander zu teilen!
- Hanns-Josef Ortheil: Ombra | Mysite
Hanns-Josef Ortheil: Ombra Klappentext: "Ombra" erzählt die Geschichte einer Wiederkehr aus großer Todesnähe: Im Sommer 2019 wird bei Hanns-Josef Ortheil eine schwere Herzinsuffizienz festgestellt. Die anschließende Operation verläuft nicht ohne Komplikationen, es folgt der lange Aufenthalt in einer Rehaklinik. Das Leben des höchst produktiven Autors, der sich selten schont, steht am Scheideweg - der Körper hat die Herrschaft übernommen und lässt nicht mit sich verhandeln. Doch in das Gefühl der Ohnmacht und Angst hinein kehrt allmählich das Schreiben zurück. Stück für Stück setzt Hanns-Josef Ortheil in seinem wohl persönlichsten Buch aus Wahrnehmungen, Erinnerungen und Reflexionen sein Leben neu zusammen. Wer ist er gewesen vor der Krankheit? Und wer kann er danach einmal sein? zum Autor: Hanns Josef Ortheil, einer der produktivsten und erfolgreichsten aktuellen deutschen Schriftsteller vollendete im November sein 70. Lebensjahr.... Quelle: Wikipedia Klick hier: Erfahrungen in unserem Lesekreis Wie hat es uns gefallen: Der Lesekreis ist sich einig, dass es sich um ein sehr ruhiges, nachdenklich-berührendes Buch handelt. Teilweise sind Überlegungen da, das Werk „Die Erfindung des Lebens“ kennen zu sollen/müssen, ob der außergewöhnlichen Vita von Hanns-Josef Ortheils und seines oftmaligen Bezugnehmens. Was hat uns gefallen: Allein visuell sehr anschaulich und gut aufgebaut fanden wir die am Anfang des Buches zuerst stockenden kurzen, dann die Entwicklung der immer länger werdenden Dialoge mit dem Fortschreiten seiner Genesung. Er möchte seine Beobachtungen, die Beleuchtung seiner Situation, wie immer im Schreiben kompensieren, für ihn ein elementares Bedürfnis seit Kindheit, in die er sich aufgrund seiner Schwäche zurückversetzt fühlt. Dieser Weg aus der Dunkelheit heraus ist zu Anfang sehr mühsam , die Tagebuch-mäßigen Einträge gelingen dann unter zu Hilfenahme des Handys (Diktierfunktion). Humor und Ironie: Es spricht für seine Selbstironie und geben einer gewissen Heiterkeit gerade bei diesem ernsten Thema Raum: Die Anwesenheit der Geister, die er ruft 😉, bei der Beschäftigung mit der Krankheit als Therapie, in Form seiner Mutter, seines Vaters, und man höre und staune: Doktor Sigmund Freud entstehen sehr ironische Dialoge ja, intensive Diskussionen zwischen Doktor Freud und dem Vater, da dieser der Psychoanalyse schon immer sehr kritisch gegenüberstand. Ebenso die Beobachtungen der Meditation und ihrer Lehre aus seiner eigenen Frustration heraus. Besonders amüsant fand die Gruppe das gegenseitige verbale „Umringen“ der Psychologin Frau Doktor Werth und ihm. Jeder von beiden während der Sitzungen bemüht, nicht zu viel von sich preiszugeben, herauszulassen. Was hat uns gestört Viele im Lesekreis haben bei der Entwicklung seiner Rekonvaleszenz die Rolle, Einbindung der Familie (Ehefrau, Kinder) vermisst. Eine jedoch sehr bewegende Deutung auf die Familienmitglieder findet sich bei der Befreiung, dem Erwachen aus dem Koma. Seite 186 : „Ich habe meine Trias gesehen, die Liebsten standen an meinem Bett. Sie hatten tagelang auf mein Erwachen gewartet.“ Was ist unsere Meinung zur Stimmung im Werk? Wir empfinden es als sehr ernstes Werk, bedrückend, jedoch auch positiv. Ernst – das Grübeln um die Hintergründe, Ursachen der Herzinsuffizienz mit der daraus folgenden lebensbedrohenden Operation, so typisch die „Schuldfrage“ – Bin ich nicht achtsam genug mit meinem Körper umgegangen (z.B. innerhalb eines Jahres 3 Veröffentlichungen, die Obsession des Schreibens, siehe Unterhaltung mit Frau Dr. Werth ) Bedrückend – die Hilflosigkeit des Autors gegenüber seines Zustandes nach dem Erwachen aus dem Koma mitzuerleben. Positiv - mit dem „Auftauchen aus der Nacht“ der Wille, das Bewusstsein, das Wiederteilnehmen- wollen am Leben, das eigene Fazit: Seite 158 „Das zweite Leben ist eine komplett neue Erfahrung. Du hast bisher vieles bewusst übersehen und nicht genauer wahrnehmen wollen. Deinen Körper, deine Kindheitstraumata, die Ursachen deines Klavierspielens und des ewigen Schreibens. Sie spielen im Hintergrund des zweiten Lebens eine bedeutende Rolle. Vergiss aber nicht, das zweite Leben auch wirklich zu leben.“ Lieblingszitate: Seite 192 „Das Schöne an guten Freundschaften war einmal, dass man sich keine Gedanken machen musste, weder darüber was man sagt. noch darüber was der andere gerade über einen denken mochte. Man steigt in den Fluss jahrzehntelanger Gespräche und man beobachtet nicht, wie es am Ufer aussieht und wie tief das Wasser ist.“ Gedanken zur Gehmeditation: „Was beobachte ich denn? Nichts, ich beobachte nicht, die Gruppe tut es auch nicht, man geht mit geschlossenen Augen und verankert sich hier und da. Wohin geht die Reise? Nirgendwohin! Niemand ‚geht‘, es hat sich ausgegangen!“ Fazit: Diesmal ein Gedicht von Robert Gernhardt Es geht aufwärts Genesen bedeutet Drei Stufen steigen, zweimal straucheln, eunmal fallen. Es geht zwar bergauf, doch es gibt Augenblicke, da ersehnst du die Mühen der Ebene.