Unser Lesekreis-Klassiker:
Thomas Mann –
Der Tod in Venedig
Im grauen Februar kehren wir zu einem vertrauten Klassiker zurück:
Thomas Manns Erzählung vom Schriftsteller Gustav von Aschenbach, der in Venedig zwischen Disziplin und Begehren, Kunstideal und Selbstverlust ins Wanken gerät. Eine dichte, zeitlose Novelle über Verführung, Vergänglichkeit und die gefährliche Nähe von Schönheit und Verfall.

Thomas Mann (1875–1955) war ein deutscher Schriftsteller und einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts. Geboren in Lübeck, stammte er aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie, deren Niedergang er literarisch in seinem frühen Erfolgsroman „Buddenbrooks“ (1901) verarbeitete. Für dieses Werk erhielt er 1929 den Nobelpreis für Literatur.
Zu seinen bekanntesten Romanen zählen außerdem „Der Zauberberg“, „Joseph und seine Brüder“, „Doktor Faustus“ und „Der Tod in Venedig“. Manns Werk verbindet psychologische Feinzeichnung, Gesellschaftskritik und philosophische Reflexion.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 ging Thomas Mann ins Exil, zunächst in die Schweiz, später in die USA. Er engagierte sich öffentlich gegen das NS-Regime und setzte sich für Demokratie und Humanismus ein. Thomas Mann starb 1955 in Zürich.
erschienen: 1911